Marketing & Kommunikation · Ein Begriff aus dem MediaPedia-Lexikon von mattostudios
Advocacy-Phase einfach erklärt
Die Advocacy-Phase beschreibt den Moment, in dem zufriedene Kunden zu aktiven Fürsprechern Ihrer Marke werden und diese sichtbar weiterempfehlen.
Inhalt
- Einordnung der Advocacy-Phase im Marketing-Funnel
- Was die Advocacy-Phase auszeichnet
- Beispiele aus Videoproduktion und Erklärvideo-Marketing
- Typische Aktivitäten in der Advocacy-Phase
- Wie man die Advocacy-Phase gezielt aufbaut
- Rolle von Erklärvideos in der Advocacy-Phase
- Messbare Signale der Advocacy-Phase
- Typische Herausforderungen in der Advocacy-Phase
- Praktische Schritte für Marketing-Verantwortliche
- Fazit: Warum die Advocacy-Phase für Video- und Marketingprojekte entscheidend ist
In Marketing und Kommunikation beschreibt der Begriff Advocacy-Phase die Phase, in der zufriedene Kundinnen und Kunden zu aktiven Fürsprechern einer Marke werden. Sie empfehlen Produkte oder Dienstleistungen aus eigener Überzeugung weiter, teilen Inhalte, verteidigen die Marke in Diskussionen und wirken so wie freiwillige Markenbotschafter. Im Umfeld von Erklärvideos, Videoproduktion, Animation und Illustration ist die Advocacy-Phase besonders wertvoll, weil visuelle Inhalte sich sehr leicht teilen lassen und damit eine große Reichweite entfalten können.
Einordnung der Advocacy-Phase im Marketing-Funnel
Im klassischen Marketing-Funnel durchläuft eine Person mehrere Stufen von der ersten Aufmerksamkeit bis zur langfristigen Bindung. Häufig werden diese Stufen als Awareness, Consideration, Conversion, Retention und abschließend die Advocacy-Phase beschrieben. Während die ersten Stufen darauf abzielen, neue Kundinnen und Kunden zu gewinnen, steht in der Advocacy-Phase die Aktivierung bestehender Kundschaft im Mittelpunkt. Aus Kundinnen und Kunden sollen überzeugte Fans werden, die aus freien Stücken Werbung für die Marke machen.
Gerade im Bereich Videomarketing ist diese letzte Stufe besonders relevant. Ein überzeugendes Erklärvideo oder eine gut erzählte Animationsgeschichte kann nicht nur den Kauf auslösen, sondern auch dafür sorgen, dass Menschen das Video mit ihren Kontakten teilen. Sobald das geschieht, beginnt praktisch die Advocacy-Phase: Die eigene Community übernimmt einen Teil der Kommunikation und Verbreitung.
Was die Advocacy-Phase auszeichnet
Die Advocacy-Phase unterscheidet sich deutlich von reiner Kundenzufriedenheit. Zufriedene Kundinnen und Kunden sind still glücklich, während Fürsprecher aktiv werden. Sie empfehlen, teilen, kommentieren und verteidigen. Dieses Verhalten entsteht, wenn drei Bedingungen zusammentreffen.
- Hoher wahrgenommener Nutzen Die Lösung funktioniert spürbar besser als Alternativen und löst ein konkretes Problem.
- Emotionale Bindung Die Marke steht für Werte, mit denen sich Kundinnen und Kunden identifizieren können.
- Geringe Hürden zur Weiterempfehlung Es ist einfach, Inhalte zu teilen, Links zu verschicken oder Bewertungen abzugeben.
In der Advocacy-Phase wird aus einer Kaufbeziehung eine Beziehung auf Augenhöhe. Marken hören ihren Fürsprechern zu, binden sie ein und geben ihnen Raum, sich sichtbar zu machen. Videoinhalte eignen sich dafür besonders gut, weil sie Emotionen transportieren, leicht verständlich sind und ohne großen Aufwand geteilt werden können.
Beispiele aus Videoproduktion und Erklärvideo-Marketing
Beispiel 1: Erklärvideo für eine SaaS Plattform
Ein Softwareunternehmen veröffentlicht ein animiertes Erklärvideo, das in zwei Minuten zeigt, wie Teams ihre Projekte effizienter steuern können. In der Awareness Phase wird das Video über Anzeigen und Social Media ausgespielt. Nach dem Kauf bleiben viele Kundinnen und Kunden langfristig, weil die Software tatsächlich den Arbeitsalltag erleichtert. In der Advocacy-Phase passiert nun Folgendes.
- Kundinnen und Kunden betten das Erklärvideo in interne Schulungsunterlagen ein und teilen es mit ihren Teams.
- Sie posten das Video in beruflichen Netzwerken, weil es ihren Kolleginnen und Kollegen weiterhelfen kann.
- Sie verlinken das Video in Blogartikeln oder Präsentationen, wenn sie über moderne Zusammenarbeit sprechen.
Die Marke unterstützt diese Advocacy-Phase, indem sie das Video frei zugänglich macht, Download Versionen anbietet und kurze Ausschnitte bereitstellt, die sich leicht teilen lassen. Das Unternehmen reagiert sichtbar auf Kommentare, bedankt sich für Erwähnungen und greift Feedback für weitere Videos auf.
Beispiel 2: Animationsstudio mit Stammkundschaft
Ein Studio für Animation und Illustration produziert regelmäßig Erklärvideos für eine Handvoll Stammkundinnen und Stammkunden. Durch hohe Qualität, klare Prozesse und zuverlässige Deadlines baut sich Vertrauen auf. In der Advocacy-Phase werden diese Kundinnen und Kunden zu Fürsprechern.
- Marketingverantwortliche empfehlen das Studio bei Branchenkolleginnen und Branchenkollegen weiter.
- Sie zeigen die produzierten Videos auf Messen, in Webinaren und im Vertrieb und erwähnen das Studio namentlich.
- Sie stellen Fallstudien gemeinsam mit dem Studio vor und teilen diese über ihre eigenen Kanäle.
Das Studio fördert die Advocacy-Phase, indem es Co Branding zulässt, Credits im Video platziert und seinen Kundinnen und Kunden Story Vorlagen für LinkedIn oder Newsletter anbietet. So wird die Empfehlung für die Kundschaft einfach und attraktiv.
Typische Aktivitäten in der Advocacy-Phase
In der Advocacy-Phase zeigen Kundinnen und Kunden ihre Unterstützung auf sehr unterschiedliche Weise. Viele dieser Aktivitäten finden rund um Video und Content statt, andere im direkten Gespräch.
- Teilen von Videos in sozialen Netzwerken Kundinnen und Kunden posten Erklärvideos, Produktvideos oder Kampagnenfilme in ihren Feeds, Stories oder Gruppen.
- Verlinken auf Landingpages oder Showreels In Blogartikeln, Präsentationen oder E Mails werden Links zu Videos der Marke eingebaut.
- Bewertungen und Testimonials Schriftliche oder filmische Kundenstimmen auf Plattformen, im eigenen Shop oder auf Videoplattformen.
- Mitarbeit an Fallstudien Gemeinsame Video Case Studies, in denen Kundinnen und Kunden erzählen, wie sie ein Produkt einsetzen.
- Empfehlung im persönlichen Gespräch Marketingverantwortliche empfehlen ein Videostudio oder ein Tool bei Networking Events oder in Projektmeetings.
Praxisnaher Merksatz Wer die Advocacy-Phase ernst nimmt, denkt nicht nur an Neukunden, sondern macht es bestehenden Fans leicht, ihre Begeisterung sichtbar zu zeigen.
Wie man die Advocacy-Phase gezielt aufbaut
1. Relevante Video Inhalte für bestehende Kundschaft entwickeln
Viele Unternehmen konzentrieren ihr Videobudget fast ausschließlich auf die Gewinnung neuer Leads. Für die Advocacy-Phase lohnt es sich jedoch, gezielt Inhalte für bestehende Kundinnen und Kunden zu entwickeln.
- How to Videos und Tutorials Sie helfen, das Produkt besser zu nutzen, reduzieren Frust und erhöhen die Zufriedenheit.
- Onboarding Videos Neue Nutzerinnen und Nutzer werden schnell erfolgreich, was die Basis für spätere Empfehlungen legt.
- Community Formate Interviews mit Kundinnen und Kunden, Q&A Sessions oder Live Streams stärken die Bindung.
Solche Inhalte wirken indirekt auf die Advocacy-Phase, weil sie das Nutzungserlebnis verbessern und Emotionen verstärken. Wer sich ernst genommen und gut begleitet fühlt, empfiehlt eher weiter.
2. Teilen und Empfehlen so einfach wie möglich machen
Selbst begeisterte Kundinnen und Kunden brauchen einen Anstoß, um aktiv zu werden. Ein gutes Advocacy Konzept reduziert Hürden und liefert Vorlagen.
- Bereitstellung von kurzen Video Snippets, die sich besonders gut für Social Media eignen.
- Fertige Textbausteine für Posts oder Newsletter, die Kundinnen und Kunden nach Bedarf anpassen können.
- Share Buttons auf Video Landingpages, die das Teilen mit einem Klick ermöglichen.
- Downloadbare Versionen von Videos für interne Präsentationen und Events.
Je weniger Aufwand eine Empfehlung macht, desto stärker entfaltet sich die Advocacy-Phase. Wichtig ist dabei, dass alle Materialien klar gekennzeichnet sind und die Marke professionell repräsentieren.
3. Fürsprecher sichtbar wertschätzen
Menschen empfehlen lieber, wenn sie merken, dass ihre Unterstützung gesehen und wertgeschätzt wird. Sichtbare Anerkennung ist ein zentraler Baustein der Advocacy-Phase.
- Öffentliche Danksagungen in Kommentaren oder in der Videobeschreibung.
- Highlighten von Kundenprojekten in eigenen Kanälen, etwa in einem Showreel oder einer Referenzrubrik.
- Einladungen zu exklusiven Webinaren oder Previews neuer Videos.
- Möglichkeit, Feedback zu künftigen Formaten zu geben und so den Content mitzugestalten.
Solche Gesten schaffen eine partnerschaftliche Atmosphäre. Fürsprecher fühlen sich ernst genommen und bleiben mit höherer Wahrscheinlichkeit langfristig aktiv in der Advocacy-Phase.
Rolle von Erklärvideos in der Advocacy-Phase
Erklärvideos spielen in der Advocacy-Phase eine doppelte Rolle. Einerseits sind sie selbst ein zentrales Werkzeug der Empfehlung, andererseits können sie das Empfehlungsverhalten erklären und fördern.
Erklärvideos als Empfehlungswerkzeug
Ein gutes Erklärvideo fasst die wichtigsten Vorteile eines Produkts oder einer Dienstleistung kompakt zusammen. Das macht es ideal für Empfehlungen.
- Verständlichkeit Komplexe Themen werden in kurzer Zeit begreifbar, was den Einstieg für neue Interessierte erleichtert.
- Emotionale Wirkung Animation, Musik und Storytelling schaffen ein Erlebnis, das man gerne teilt.
- Plattformübergreifende Nutzbarkeit Videos lassen sich auf Websites, in Social Media, in Präsentationen oder im Vertrieb einsetzen.
In der Advocacy-Phase werden Erklärvideos häufig von Kundinnen und Kunden selbst als Argumentationshilfe genutzt. Wenn sie etwa Kolleginnen und Kollegen ein neues Tool vorschlagen, ist ein kurzes Video oft überzeugender als eine lange Mail.
Erklärvideos über die Advocacy-Phase selbst
Im internen Marketing können Erklärvideos auch dazu dienen, Teams für die Bedeutung von Fürsprechern zu sensibilisieren. Ein kurzes internes Video kann beispielsweise zeigen, wie eine Empfehlungskette entsteht, welche Rolle Kundenerfolg und Support spielen und wie alle Mitarbeitenden zur Advocacy-Phase beitragen können. So werden interne Prozesse auf die Förderung von Fürsprechern ausgerichtet.
Messbare Signale der Advocacy-Phase
Auch wenn sich persönliche Empfehlungen nicht vollständig in Zahlen fassen lassen, gibt es typische Signale, die auf eine aktive Advocacy-Phase hindeuten.
- Wiederkehrende Verweise auf Videos Neue Kontakte geben an, über ein bestimmtes Erklärvideo oder eine Kundenreferenz aufmerksam geworden zu sein.
- Unerwartete Erwähnungen in fremden Kanälen Die Marke taucht in Präsentationen, Blogartikeln oder Social Posts auf, ohne dass sie diese selbst initiiert hat.
- Hohe organische Reichweite von Video Content Videos werden überdurchschnittlich oft geteilt, kommentiert und gespeichert.
- Zunahme von Empfehlungen im Vertrieb Vertriebsteams berichten, dass neue Anfragen verstärkt auf Empfehlungen bestehender Kundschaft zurückgehen.
Solche Beobachtungen zeigen, dass die Advocacy-Phase Wirkung entfaltet. Sie liefern Hinweise darauf, welche Inhalte besonders gut funktionieren und wo es sich lohnt, noch mehr Energie zu investieren.
Typische Herausforderungen in der Advocacy-Phase
Viele Unternehmen unterschätzen den Aufwand, den es braucht, um eine lebendige Advocacy-Phase aufzubauen. Häufige Stolpersteine lassen sich jedoch gezielt vermeiden.
- Zu einseitige Kommunikation Wenn Marken nur senden und kaum zuhören, fühlen sich selbst zufriedene Kundinnen und Kunden wenig eingeladen, aktiv mitzuwirken.
- Fehlende Strukturen Ohne klaren Prozess für den Umgang mit Fürsprechern versanden Empfehlungen im Tagesgeschäft.
- Unklare Bild und Nutzungsrechte bei Videos Wer nicht eindeutig kommuniziert, ob und wie Videos geteilt werden dürfen, verunsichert potenzielle Fürsprecher.
- Unpassende Anreize Übertriebene Belohnungen können Empfehlungen künstlich wirken lassen und der Glaubwürdigkeit schaden.
Eine durchdachte Advocacy-Phase setzt daher auf Transparenz, klare Absprachen und eine ehrliche, respektvolle Zusammenarbeit mit der Community.
Praktische Schritte für Marketing-Verantwortliche
Marketingverantwortliche, die die Advocacy-Phase aktiv gestalten möchten, können in ihrem Alltag konkrete Schritte einleiten.
- Bestehende Video Inhalte prüfen und markieren, welche sich besonders gut für Empfehlungen eignen.
- Für ausgewählte Kundenprojekte Video Testimonials oder Case Study Clips planen.
- Auf Landingpages und in Videobeschreibungen klare Hinweise geben, dass das Teilen ausdrücklich erwünscht ist.
- Regelmäßig Kundinnen und Kunden ansprechen, die aktiv kommentieren oder Inhalte teilen, und sie nach ihren Erfahrungen fragen.
- Intern klären, wie Vertrieb, Support und Marketing zusammenarbeiten, um Fürsprecher zu erkennen und einzubinden.
Diese Maßnahmen machen die Advocacy-Phase zu einem festen Bestandteil der Marketingstrategie statt zu einem Zufallsprodukt einzelner begeisterter Kundinnen und Kunden.
Fazit: Warum die Advocacy-Phase für Video- und Marketingprojekte entscheidend ist
Die Advocacy-Phase ist mehr als der angenehme Nebeneffekt gelungener Projekte. Sie ist der Moment, in dem sich die Investitionen in Qualität, Service und Kommunikation auszahlen, weil Kundinnen und Kunden freiwillig zu Botschaftern der Marke werden. Im Umfeld von Erklärvideos, Videoproduktion, Animation und Illustration ist diese Phase besonders kraftvoll, da visuelle Inhalte sich hervorragend für Empfehlungen eignen und Emotionen direkt transportieren. Wer seine Videostrategie nicht nur auf Aufmerksamkeit und Conversion ausrichtet, sondern die Advocacy-Phase bewusst mitdenkt, schafft eine stabile Basis für nachhaltiges Wachstum. Unternehmen, die aktiv zuhören, hochwertige Inhalte bereitstellen und ihren Fürsprechern Raum geben, entwickeln eine Community, die nicht nur konsumiert, sondern mitgestaltet und weiterträgt, wofür die Marke steht. So wird aus einmaliger Sichtbarkeit eine langfristige Beziehung, in der jede neue Empfehlung den Wert der bisherigen Arbeit sichtbar macht und den Weg für kommende Projekte ebnet.
Häufige Fragen zu „Advocacy-Phase"
Die Advocacy-Phase ist die Phase nach dem Kauf, in der zufriedene Kunden zu echten Fans und Fürsprechern einer Marke werden. Sie empfehlen Produkte oder Services aktiv weiter, etwa in Gesprächen, auf Social Media oder durch Bewertungen. Diese Weiterempfehlungen sind besonders glaubwürdig und verstärken die Wirkung aller anderen Marketingmaßnahmen.
In der Advocacy-Phase helfen Erklärvideos zufriedenen Kunden dabei, Ihr Angebot leicht verständlich weiterzugeben. Ein gutes Video macht es einfach, den Nutzen eines Produkts zu zeigen und mit anderen zu teilen. So verstärken Ihre bestehenden Kunden Ihre Reichweite und bringen neue Interessenten auf natürliche Weise zu Ihrer Marke.
Sie fördern die Advocacy-Phase, indem Sie Kundenerlebnisse bewusst gestalten und Empfehlungen aktiv erleichtern. Dazu gehören klare Follow up Kommunikation, teilbare Inhalte wie kurze Erklärvideos und einfache Möglichkeiten für Bewertungen oder Testimonials. Je einfacher und attraktiver Sie das Weiterempfehlen machen, desto eher werden Kunden zu Fürsprechern.
Kunden in der Advocacy-Phase empfehlen Ihre Marke aus eigenem Antrieb weiter und verteidigen sie oft auch in Diskussionen. Sie teilen Inhalte wie Erklärvideos, schreiben Bewertungen oder posten eigene Beiträge zu Ihrem Produkt. Messbar wird das zum Beispiel über Empfehlungen, wiederkehrende Erwähnungen in Social Media und positive Rezensionen.
Mehr als Theorie: Wir produzieren Ihr Erklärvideo
Seit über 25 Jahren produziert mattostudios Erklärvideos, Animationen und Illustrationen für Wirtschaft und Politik – aus Stuttgart, München und Villingen-Schwenningen.
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