Animation & Motion Design · Ein Begriff aus dem MediaPedia-Lexikon von mattostudios

Animations-Retargeting ist ein Fachbegriff aus der Welt der Animation und Videoproduktion, der für Marketing-Verantwortliche zunehmend wichtig wird. Hinter dem Begriff steckt ein technischer Prozess, der in der Praxis sehr einfach nutzbar ist. Er beschreibt die Übertragung einer bestehenden Bewegung auf eine andere Figur oder ein anderes Objekt. Statt eine Animation jedes Mal neu zu erstellen, wird eine vorhandene Bewegung wiederverwendet und an ein neues Ziel angepasst. So lässt sich mit Animations-Retargeting aus einer einzigen animierten Szene eine Vielzahl an Varianten für unterschiedliche Zielgruppen, Kanäle und Kampagnen entwickeln.

Grundprinzip von Animations-Retargeting

Beim Animations-Retargeting geht es im Kern darum, Bewegungsdaten von einer Quelle auf ein Ziel zu übertragen. Die Quelle kann eine animierte Figur, ein 3D Modell, ein Motion Capture Datensatz oder auch eine vereinfachte Strichfigur sein. Das Ziel ist meist eine andere Figur mit anderer Statur, anderem Design oder anderer Proportion. Die Software analysiert die Bewegungen der Quelle und passt sie so an, dass die Ziel Figur sich möglichst natürlich und glaubwürdig bewegt. Für Marketing und Kommunikation bedeutet das, dass eine einmal produzierte Animation mehrfach genutzt und kreativ variiert werden kann, ohne dass jedes Mal der komplette Animationsprozess von vorne beginnt.

Ein einfaches Beispiel veranschaulicht das Prinzip. Stellen Sie sich vor, eine Agentur lässt für ein Erklärvideo eine sympathische Hauptfigur animieren, die ein Produkt erklärt, mit den Händen gestikuliert und durch eine Szene geht. Mit Animations-Retargeting können die gleichen Bewegungsabläufe später auf eine andere Figur übertragen werden, etwa auf eine Version im neuen Corporate Design, auf eine vereinfachte Social Media Figur oder auf eine spezielle Figur für eine internationale Kampagne. Die Grundbewegung bleibt gleich, die äußere Erscheinung passt sich an die jeweilige Zielgruppe und Plattform an.

Wie Animations-Retargeting technisch funktioniert

Auch wenn Marketing-Verantwortliche nicht alle technischen Details kennen müssen, hilft ein grundlegendes Verständnis, um Potenziale besser einschätzen zu können. Im Zentrum steht immer die Struktur der Figur, häufig als Skelett, Rig oder Character Rig bezeichnet. Dieses Skelett besteht aus virtuellen Gelenken, etwa für Kopf, Schultern, Ellenbogen, Hände, Hüfte, Knie und Füße. Sowohl die Quellfigur als auch die Zielfigur besitzen eine solche Struktur.

Beim Animations-Retargeting ordnet die Software die Gelenke beider Figuren einander zu. So wird zum Beispiel festgelegt, welches Gelenk der Quellfigur dem rechten Ellenbogen der Zielfigur entspricht. Anschließend werden die Bewegungsdaten, etwa Rotationen und Positionen der Gelenke, von der Quelle auf das Ziel übertragen. Im Hintergrund gleichen Algorithmen Unterschiede in Proportionen und Körperlänge aus, damit die Bewegung auf der neuen Figur nicht verzerrt wirkt. Je besser die Rigs vorbereitet und standardisiert sind, desto natürlicher und konsistenter wirkt das Ergebnis.

Viele moderne Animationsprogramme und 3D Suiten verfügen bereits über integrierte Funktionen für Animations-Retargeting. Zusätzlich gibt es spezialisierte Tools und Plugins, die diesen Prozess weiter automatisieren. Für Unternehmen bedeutet das, dass Agenturen oder interne Motion Designer mit vergleichsweise wenig zusätzlichem Aufwand aus einer Animation viele Varianten für unterschiedliche Zwecke erstellen können.

Nutzen von Animations-Retargeting im Marketing

Für Marketing, Kommunikation und Vertrieb eröffnet Animations-Retargeting mehrere strategische Vorteile. Der offensichtlichste Nutzen liegt in der besseren Wiederverwertung von Content. Bewegungen, die einmal aufwendig entwickelt und abgestimmt wurden, müssen nicht jedes Mal neu produziert werden. Das spart Budget, Zeit und Abstimmungsaufwand. Gleichzeitig erhöht sich die Konsistenz der Markenkommunikation, weil Gestik, Mimik und Bewegungsstil einer Marke wiedererkennbar bleiben.

Ein weiterer Vorteil ist die Flexibilität bei der Personalisierung. Unterschiedliche Zielgruppen sprechen oft unterschiedlich auf Figuren, Stilrichtungen und Tonalitäten an. Mit Animations-Retargeting können Sie die gleiche Kernbotschaft mit unterschiedlichen Figuren erzählen, ohne das Storyboard und die komplette Animation neu aufzusetzen. So lassen sich beispielsweise Varianten für verschiedene Länder, Altersgruppen oder Branchen erstellen, während der Bewegungsablauf und die Dramaturgie erhalten bleiben.

Auch im Kampagnenmanagement ist Animations-Retargeting hilfreich. Wenn ein Produkt oder eine Marke über einen längeren Zeitraum hinweg kommuniziert wird, ändern sich häufig Bildwelten, Claims und Schwerpunkte. Bestehende Animationssequenzen können dann überarbeitet und auf neue Figuren oder aktualisierte Designs übertragen werden. Das Ergebnis sind frische Inhalte, die trotzdem auf bewährten Bewegungen und Szenen aufbauen.

Typische Einsatzszenarien in der Videoproduktion

Erklärvideos und Produktvideos

Im Bereich Erklärvideos ist Animations-Retargeting besonders wertvoll. Erklärvideos bestehen häufig aus wiederkehrenden Bewegungsabläufen. Figuren begrüßen das Publikum, zeigen auf Elemente im Bild, interagieren mit Diagrammen oder führen durch eine Benutzeroberfläche. Diese Bewegungsmuster müssen nur einmal sorgfältig entwickelt werden. Anschließend können sie auf unterschiedliche Figuren übertragen werden, etwa auf eine neutrale Figur für interne Schulungsvideos, eine verspieltere Figur für Social Media oder eine besonders seriöse Variante für Investor Relations.

Ein praktisches Beispiel ist eine Produktdemo, in der eine Figur nacheinander verschiedene Funktionen einer Software erklärt. Mit Animations-Retargeting kann die Agentur später dieselben Bewegungen nutzen, um ein Update der Software oder eine neue Produktlinie zu präsentieren. Die Figur kann optisch angepasst werden, etwa mit neuer Kleidung, anderen Farben oder einem überarbeiteten Corporate Design. Die Bewegungslogik bleibt jedoch erhalten, was Zeit und Kosten spart.

Social Media Kampagnen

Social Media Plattformen verlangen oft viele kurze Clips, die schnell produziert und flexibel angepasst werden müssen. Animations-Retargeting ermöglicht es, eine zentrale Animationsbibliothek aufzubauen. Aus einer Basisfigur, die zum Beispiel eine typische Markenbewegung zeigt, entstehen per Retargeting unterschiedliche Varianten für TikTok, Instagram, LinkedIn oder YouTube. Jede Plattform bekommt eine Figur, die optisch zur jeweiligen Community passt, aber alle Figuren teilen denselben Bewegungsstil. So entsteht eine wiedererkennbare Markenbewegung, die sich kanalübergreifend durchzieht.

Besonders interessant ist Animations-Retargeting, wenn Marken mit Influencern oder Testimonial Figuren arbeiten. Eine einmal aufgezeichnete oder animierte Bewegung eines Testimonials kann auf unterschiedlich gestaltete Avatare übertragen werden. So lassen sich Varianten für verschiedene Sprachen oder Regionen erstellen, ohne dass jede Version komplett neu animiert oder aufgenommen werden muss.

Corporate Design und Rebranding

Wenn ein Unternehmen sein Corporate Design überarbeitet, betrifft das oft auch Illustrationen, Maskottchen und Figuren. Anstatt alle bestehenden Animationsprojekte zu verwerfen, können Bewegungsdaten der alten Figuren auf die neu gestalteten Charaktere übertragen werden. Animations-Retargeting hilft so, den Übergang zwischen altem und neuem Markenauftritt effizient zu gestalten. Bestehende Tutorials, Produktvideos oder Onboarding Clips können an das neue Erscheinungsbild angepasst werden, ohne dass jede Bewegung neu geplant und freigegeben werden muss.

Beispiele aus dem Marketing Alltag

Mehrsprachige Kampagnen

Für internationale Kampagnen müssen häufig Sprachversionen erstellt werden. Animations-Retargeting ermöglicht, dass eine zentrale Bewegung, etwa eine erklärende Handbewegung oder eine typische Begrüßungsgeste, für alle Sprachversionen identisch bleibt. Nur die Figur und die Textelemente ändern sich. So kann zum Beispiel eine Figur mit europäischem Erscheinungsbild für den DACH Raum genutzt werden, während für den asiatischen Markt eine Figur mit anderen Merkmalen eingesetzt wird. Die Bewegungen sind dank Animations-Retargeting identisch, was die inhaltliche Konsistenz der Botschaft unterstreicht.

Segmentierung nach Zielgruppen

Viele Marken erstellen unterschiedliche Botschaften für verschiedene Zielgruppen. Eine Bank könnte etwa separate Videos für junge Berufseinsteiger, Familien und Selbstständige produzieren. Die Grundanimation, etwa die Erklärung eines Kontomodells oder eines digitalen Services, kann identisch bleiben. Mit Animations-Retargeting werden die Bewegungen auf jeweils passende Figuren übertragen, zum Beispiel auf eine junge Figur für Studierende, eine Familie mit Kindern oder eine Person im Business Outfit. So bleibt der Produktionsaufwand überschaubar, während die Ansprache zielgruppenspezifisch wirkt.

Varianten für A/B Tests

Im digitalen Marketing sind A/B Tests ein wichtiges Werkzeug. Mit Animations-Retargeting können Sie schnell Varianten einer Animation erstellen, zum Beispiel mit unterschiedlichen Figuren oder leicht angepasster Körpersprache. Eine Version könnte eine sehr aktive, dynamische Figur zeigen, eine andere eine ruhigere und sachlichere Figur. Die Bewegungsdaten stammen aus derselben Quelle, werden aber auf unterschiedlich gestaltete Charaktere übertragen. So lässt sich testen, welche Darstellung bei der Zielgruppe besser ankommt, ohne dass zwei komplett neue Animationsprojekte gestartet werden müssen.

Vorteile von Animations-Retargeting im Überblick

  • Kosteneffizienz

    Animations-Retargeting reduziert den Bedarf an komplett neuen Animationen. Aufwendige Bewegungsstudien, Charakteranimation und Feintuning werden einmal investiert und anschließend mehrfach genutzt. Das senkt Produktionskosten und ermöglicht es, mit dem gleichen Budget mehr Varianten zu erstellen.

  • Zeitersparnis

    Da Bewegungen wiederverwendet werden, verkürzt sich die Produktionszeit für neue Varianten deutlich. Das ist besonders wichtig, wenn Kampagnen kurzfristig angepasst werden müssen oder wenn viele Sprachversionen in kurzer Zeit entstehen sollen.

  • Markenkonsistenz

    Animations-Retargeting sorgt dafür, dass Bewegungsstil, Gestik und Mimik einer Marke über verschiedene Figuren und Kanäle hinweg einheitlich bleiben. Das stärkt die Wiedererkennbarkeit und unterstützt ein stimmiges Markenbild.

  • Flexibilität und Skalierbarkeit

    Mit einer Bibliothek an wiederverwendbaren Bewegungen können Unternehmen ihre Videokommunikation leichter skalieren. Neue Figuren, Kampagnen oder Kanäle lassen sich schneller bedienen, weil die Grundlage bereits vorhanden ist.

  • Personalisierung

    Unterschiedliche Zielgruppen können mit optisch angepassten Figuren angesprochen werden, ohne dass die Kernaussage oder der Bewegungsablauf verändert werden muss. Animations-Retargeting macht individuelle Ansprache wirtschaftlich sinnvoll.

Typische Herausforderungen und wie man ihnen begegnet

Auch wenn Animations-Retargeting viele Vorteile bietet, gibt es einige Punkte, die bei der Planung beachtet werden sollten. Eine zentrale Herausforderung ist die Qualität der Rigs und der ursprünglichen Animation. Wenn die Quellbewegung unnatürlich wirkt oder das Skelett ungenau aufgebaut ist, übertragen sich diese Schwächen auch auf alle Ziel Figuren. Daher lohnt es sich, zu Beginn in eine hochwertige Ausgangsanimation zu investieren.

Ein weiterer Aspekt betrifft die stilistische Passung. Nicht jede Bewegung wirkt auf jeder Figur glaubwürdig. Eine sehr übertriebene Cartoon Bewegung passt vielleicht nicht zu einer seriösen Business Figur. Beim Animations-Retargeting sollten deshalb Ziel Figur, Stil und Kontext sorgfältig abgestimmt werden. Häufig ist ein leichtes Nachjustieren der übertragenen Bewegung sinnvoll, um den Charakter der Figur zu berücksichtigen.

Schließlich spielt auch die technische Kompatibilität eine Rolle. Unterschiedliche Programme und Tools setzen teilweise eigene Standards für Rigs und Bewegungsdaten ein. Für Unternehmen ist es hilfreich, mit Agenturen oder internen Teams zu arbeiten, die einheitliche Strukturen und Workflows verwenden. So lässt sich Animations-Retargeting langfristig effizient nutzen.

Best Practices für Marketing-Verantwortliche

Frühzeitig an Wiederverwendung denken

Je früher Animations-Retargeting in der Konzeption berücksichtigt wird, desto größer ist der Nutzen. Bereits beim Briefing an eine Agentur kann festgehalten werden, dass Bewegungen und Figuren so angelegt werden sollen, dass spätere Varianten möglich sind. Dazu gehört eine klare Definition des Bewegungsstils, der Figurentypen und der geplanten Kanäle. Wer von Anfang an an Wiederverwendung denkt, schafft eine solide Basis für zukünftige Projekte.

Bibliotheken für Bewegungen aufbauen

Eine sinnvolle Strategie besteht darin, eine Art Bewegungsbibliothek zu entwickeln. Darin werden typische Gesten und Abläufe gesammelt, etwa Begrüßung, Verabschiedung, Zeigegesten, Interaktionen mit Produkten oder Bedienhandlungen. Mit Animations-Retargeting können diese Bewegungen dann auf unterschiedliche Figuren angewendet werden. So entsteht ein wiederverwendbarer Fundus, der immer wieder angepasst werden kann.

Markenfigur und Stil klar definieren

Damit Animations-Retargeting seine volle Wirkung entfalten kann, sollten Markenfigur und visueller Stil klar definiert sein. Wie soll sich die Marke bewegen? Eher ruhig und souverän oder lebhaft und verspielt? Welche Gesten passen zur Marke, welche nicht? Solche Fragen helfen, Bewegungen zu entwickeln, die später als Basis für viele Varianten dienen können. Eine klare Definition erleichtert es Agenturen und internen Teams, konsistente Bewegungen zu gestalten.

Tests und Feedback einplanen

Auch beim Einsatz von Animations-Retargeting ist Feedback aus der Zielgruppe wertvoll. Kurze Testphasen mit ausgewählten Zielgruppen oder internen Stakeholdern können zeigen, wie Figuren und Bewegungen wahrgenommen werden. Auf dieser Basis lassen sich Bewegungen anpassen, bevor sie in großem Umfang auf weitere Figuren übertragen werden. So wird sichergestellt, dass nicht nur die Technik funktioniert, sondern auch die emotionale Wirkung überzeugt.

Zusammenspiel mit anderen Technologien

Animations-Retargeting steht oft im Zusammenspiel mit anderen Technologien der Videoproduktion. Besonders eng ist der Bezug zu Motion Capture. Dabei werden reale Bewegungen von Schauspielern oder Mitarbeitenden mit Sensoren oder Kameras aufgezeichnet. Diese Bewegungsdaten können anschließend auf digitale Figuren übertragen werden. Animations-Retargeting erweitert diesen Ansatz, indem die aufgenommenen Bewegungen nicht nur auf eine Figur, sondern auf viele unterschiedliche Figuren angewendet werden können.

Auch in Verbindung mit 2D Animation und Illustrationen kann Animations-Retargeting sinnvoll eingesetzt werden. Moderne Tools erlauben es, Bewegungsdaten aus 3D Quellen auf zweidimensionale Figuren zu übertragen. So lassen sich etwa Motion Capture Bewegungen in stilisierte 2D Erklärfiguren übersetzen. Für Marketing-Verantwortliche bedeutet das, dass reale Körpersprache und stilisierte Markenwelten miteinander verbunden werden können.

In Zukunft wird Animations-Retargeting voraussichtlich noch stärker mit automatisierten Workflows und KI gestützten Systemen verknüpft sein. Schon heute helfen Algorithmen bei der Anpassung von Bewegungen an unterschiedliche Körperformen. Perspektivisch könnten Systeme automatisch Vorschläge für passende Bewegungen zu bestimmten Botschaften machen. Für Unternehmen entsteht so die Möglichkeit, noch schneller hochwertige Animationen zu produzieren, die präzise auf Zielgruppen zugeschnitten sind.

Warum Animations-Retargeting an Bedeutung gewinnt

Der Bedarf an Bewegtbild Content wächst in nahezu allen Branchen. Gleichzeitig stehen Marketingabteilungen unter Druck, Budgets effizient einzusetzen und Inhalte schnell zu liefern. Animations-Retargeting bietet hier einen strukturierten Ansatz, um aus vorhandenen Ressourcen mehr Wert zu schöpfen. Eine einmal produzierte Animation wird zum Ausgangspunkt für viele Varianten, die zielgruppengerecht angepasst werden können. Das passt ideal zu modernen Content Strategien, in denen Skalierung, Personalisierung und Konsistenz zentrale Rollen spielen.

Zudem steigt der Anspruch an die visuelle Qualität von Markenauftritten. Professionelle, flüssige Animationen tragen wesentlich dazu bei, Kompetenz, Modernität und Verlässlichkeit zu vermitteln. Animations-Retargeting hilft dabei, diese Qualität auch dann zu halten, wenn viele Varianten und Formate benötigt werden. Anstatt Kompromisse bei der Animation einzugehen, können hochwertige Bewegungen mehrfach genutzt werden.

Schließlich unterstützt Animations-Retargeting auch interne Prozesse. Wenn Bewegungen und Figuren systematisch angelegt sind, lassen sich Projekte besser planen, Budgets klarer kalkulieren und Produktionszeiten zuverlässiger einschätzen. Für Marketing-Verantwortliche entsteht damit mehr Planungssicherheit, während Kreativteams den Freiraum gewinnen, sich auf die wirklich neuen Elemente einer Kampagne zu konzentrieren.

Fazit

Animations-Retargeting beschreibt die Übertragung bestehender Bewegungsdaten auf neue Figuren oder Objekte und ist damit ein zentrales Werkzeug, um Animationen im Marketing effizienter und vielseitiger einzusetzen. Es ermöglicht, hochwertige Bewegungen mehrfach zu nutzen, Zielgruppen differenziert anzusprechen und Kampagnen über verschiedene Kanäle hinweg konsistent zu gestalten. Ob bei Erklärvideos, Social Media Clips, Produktdemos oder internationalen Kampagnen, Animations-Retargeting hilft dabei, aus einer einmal entwickelten Animation zahlreiche Varianten zu generieren. Für Marketing-Verantwortliche bedeutet das mehr Flexibilität, bessere Skalierbarkeit und eine nachhaltigere Nutzung von Produktionsbudgets. Wer frühzeitig Bewegungen, Figuren und Stilrichtungen strategisch plant und Animations-Retargeting in seine Content Strategie integriert, schafft die Grundlage für eine moderne, bewegte Markenkommunikation, die sowohl wirtschaftlich als auch gestalterisch überzeugt.

Häufige Fragen zu „Animations-Retargeting"

Animations-Retargeting bedeutet, bereits erstellte Animationen so anzupassen, dass sie für neue Zielgruppen, Kanäle oder Formate funktionieren. Anstatt alles neu zu produzieren, werden Inhalte wie Figuren, Bewegungen, Texte und Bildausschnitte gezielt überarbeitet und wiederverwendet. So entsteht aus einem bestehenden Erklärvideo zum Beispiel eine Version für Social Media, eine für Messen und eine für die Website.

Der größte Vorteil ist die Zeit- und Kostenersparnis, weil vorhandenes Material weitergenutzt wird. Gleichzeitig können Sie Ihre Botschaft viel präziser auf verschiedene Zielgruppen und Plattformen zuschneiden. So erhöhen Sie die Reichweite und Wiedererkennbarkeit Ihrer Marke, ohne jedes Mal ein komplett neues Animationsprojekt zu starten.

Animations-Retargeting eignet sich vor allem für Erklärvideos, Produktvideos, Social Media Clips und animierte Präsentationen. Überall dort, wo Sie ähnliche Botschaften in unterschiedlichen Kanälen nutzen möchten, spielt es seine Stärken aus. Auch komplexe Themen lassen sich so in mehreren vereinfachten Versionen für verschiedene Zielgruppen aufbereiten.

Zu Beginn wird das bestehende Video analysiert und festgelegt, für welche neuen Zielgruppen und Kanäle es angepasst werden soll. Danach werden Inhalte wie Text, Bildausschnitt, Format, Musik und eventuell Figuren oder Farben überarbeitet, damit sie optimal zu den neuen Einsatzzwecken passen. Am Ende erhalten Sie mehrere Varianten derselben Grundanimation, die sich gezielt in Ihrem Marketingmix einsetzen lassen.

Mehr als Theorie: Wir produzieren Ihr Erklärvideo

Seit über 25 Jahren produziert mattostudios Erklärvideos, Animationen und Illustrationen für Wirtschaft und Politik – aus Stuttgart, München und Villingen-Schwenningen.

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