Erklärvideo & Videoproduktion · Ein Begriff aus dem MediaPedia-Lexikon von mattostudios

Ein Erklärvideo gehört heute zu den wirkungsvollsten Formaten im digitalen Marketing, und ein Erklärvideo für Software ist eine spezialisierte Form davon. Es macht komplexe Programme, Apps oder digitale Plattformen verständlich, greifbar und attraktiv. Gerade im B2B und im SaaS Umfeld hilft ein solches Video, Funktionen zu zeigen, Nutzen zu verdeutlichen und Kaufentscheidungen zu beschleunigen. Marketing Verantwortliche können damit Produktbotschaften präzise vermitteln und gleichzeitig Vertriebsprozesse unterstützen.

Definition und Zweck

Ein Erklärvideo für Software ist ein kurzformatiges Video, das die Funktionsweise, Vorteile und Anwendungsfälle einer Software Lösung anschaulich erklärt. Es verbindet Storytelling, Visualisierung und klare Botschaften, um aus abstrakten Funktionen einen konkreten Nutzen für Zielgruppen zu machen. Statt technische Details trocken aufzuzählen, zeigt das Video, wie die Software ein Problem löst oder einen Arbeitsablauf verbessert.

Im Marketing Kontext erfüllt ein Erklärvideo für Software mehrere Aufgaben gleichzeitig. Es informiert, schafft Vertrauen, positioniert eine Marke und führt Interessierte gezielt zum nächsten Schritt in der Customer Journey, etwa zu einer Demo Anfrage oder einem Testaccount. Für Menschen ohne technisches Vorwissen ist es häufig der erste verständliche Zugang zu einem ansonsten komplexen Produkt.

Typische Einsatzbereiche im Marketing

Ein Erklärvideo für Software lässt sich an zahlreichen Kontaktpunkten einsetzen. Marketing Verantwortliche gewinnen dadurch ein vielseitiges Werkzeug, das sowohl in der Leadgenerierung als auch im Sales Enablement eine zentrale Rolle spielen kann.

Website und Landingpages

Auf Produktseiten, Pricing Seiten oder speziellen Kampagnen Landingpages hilft ein Erklärvideo, Besucher länger zu halten und Inhalte schneller zu vermitteln. Anstatt lange Textabsätze zu lesen, können Interessierte in kurzer Zeit verstehen, ob die Software zu ihren Anforderungen passt.

  • Hero Bereich auf der Startseite mit einem prominent platzierten Video, das in 60 bis 120 Sekunden die zentrale Produktidee erklärt
  • Feature Landingpages, auf denen einzelne Funktionen der Software mit kurzen Clips vorgestellt werden
  • Onboarding Bereiche, in denen neue Nutzer direkt nach der Registrierung ein Erklärvideo für Software sehen, das die ersten Schritte erläutert

Sales, Präsentationen und Messen

Vertriebsteams nutzen ein Erklärvideo für Software gerne in Kundenterminen, bei Pitches oder auf Messen. Das Video schafft einen gemeinsamen Ausgangspunkt und stellt sicher, dass alle Beteiligten dasselbe Bild vom Produkt haben.

  • Einbindung in Sales Decks, um nach wenigen Folien ein prägnantes Gesamtbild der Lösung zu zeigen
  • Loop Videos auf Messe Ständen, die neugierig machen und Gesprächsanlässe schaffen
  • Versand per E Mail nach Erstkontakt, um das Produkt ansprechend nachzufassen

Social Media und Performance Marketing

Auf Plattformen wie LinkedIn, YouTube oder Instagram kann ein Erklärvideo für Software als organischer Beitrag oder als Werbeanzeige eingesetzt werden. Kürzere Versionen oder Teaser Varianten eignen sich besonders gut für den oberen Funnel.

  • Teaser Clips mit 15 bis 30 Sekunden Länge, die auf das vollständige Video auf der Website verlinken
  • Retargeting Kampagnen, in denen Personen, die die Website besucht haben, ein vertiefendes Video sehen
  • Produkt Launches, bei denen ein Erklärvideo für Software den Kern der Kampagne bildet

Typische Inhalte eines Erklärvideos für Software

Damit ein Erklärvideo für Software wirkt, braucht es eine klare inhaltliche Struktur. Bewährt hat sich ein Aufbau, der sich an der Perspektive des Nutzers orientiert und nicht an der internen Produktlogik.

Problem und Ausgangssituation

Zu Beginn wird die Ausgangslage der Zielgruppe gezeigt. Das können überfüllte Excel Tabellen, unübersichtliche Projektpläne oder manuelle Prozesse sein. Wichtig ist, dass sich die Zuschauer wiedererkennen und innerlich sagen: Genau so sieht es bei uns auch aus.

Ein gutes Erklärvideo für Software startet fast immer mit einer klaren Problem Skizze, bevor die Lösung überhaupt erwähnt wird.

Lösung und Produktvorstellung

Im nächsten Schritt tritt die Software als Lösung auf. Statt abstrakter Versprechen wie effizienter oder innovativ sollte das Video konkret zeigen, was sich verändert. Beispielsweise wird demonstriert, wie aus mehreren Tools eine zentrale Plattform wird oder wie Automatisierungen bestimmte Schritte übernehmen.

Hier kommen meist animierte Screens, UI Elemente und vereinfachte Darstellungen der Software Oberfläche zum Einsatz. Sie zeigen, wie Nutzer mit wenigen Klicks Aufgaben erledigen können, die zuvor viel Zeit gekostet haben.

Features und Nutzen

Ein Erklärvideo für Software stellt ausgewählte Kernfunktionen vor, aber immer mit Fokus auf den Nutzen. Statt zu sagen, dass es eine Kalenderintegration gibt, zeigt das Video, wie dadurch Abstimmungsaufwände sinken. Statt eine API zu erwähnen, wird visualisiert, wie Daten nahtlos zwischen Systemen fließen.

  • Feature: Automatisierte Reports
    Nutzen: Das Team spart wöchentlich mehrere Stunden manueller Auswertung
  • Feature: Rollen und Rechte Management
    Nutzen: Sensible Daten bleiben geschützt, und jeder sieht nur das, was er braucht
  • Feature: Mobile App
    Nutzen: Wichtige Aufgaben lassen sich auch unterwegs erledigen

Call to Action

Am Ende des Videos steht ein klarer Handlungsaufruf. Das kann der Hinweis auf eine kostenlose Testphase, eine Live Demo oder ein Beratungsgespräch sein. Für das Marketing ist dieser Schritt entscheidend, weil hier der Übergang von der Aufmerksamkeit zur konkreten Conversion stattfindet.

Formate und Stilrichtungen

Ein Erklärvideo für Software kann in unterschiedlichen Stilen produziert werden. Die Wahl hängt von Zielgruppe, Budget, Corporate Design und Vertriebsstrategie ab.

Animierte Erklärvideos

Animationsvideos sind besonders verbreitet, weil sie komplexe Sachverhalte abstrahieren und vereinfachen. Typisch sind flache Illustrationen, Icons und grafische Benutzeroberflächen, die an das echte Produkt angelehnt sind.

  • 2D Animation mit Illustrationen, die typische Nutzerfiguren, Arbeitsumgebungen und Prozessabläufe zeigen
  • UI Animation, bei der Screens und Interface Elemente dynamisch eingeblendet, verschoben oder hervorgehoben werden
  • Motion Graphics, die Datenströme, Netzwerke oder Integrationen visuell darstellen

Der Vorteil liegt in der hohen Gestaltungsfreiheit. Auch noch nicht vollständig entwickelte Funktionen können visualisiert werden, solange sie konzeptionell feststehen.

Screencasts und Produkt Demos

Ein anderer Ansatz ist der Screencast, bei dem direkt mit der echten Software Oberfläche gearbeitet wird. Die Aufnahme wird später geschnitten, mit Zooms, Hervorhebungen und einer erklärenden Sprecherstimme versehen.

Diese Form eignet sich, wenn potenzielle Kunden möglichst realitätsnah sehen sollen, wie das Produkt im Alltag funktioniert. Marketing und Produktteam müssen dabei eng zusammenarbeiten, um einen idealen Demo Account vorzubereiten, der typische Use Cases zeigt.

Hybride Formate

Häufig werden Mischformen genutzt. Ein Erklärvideo für Software kann etwa mit einem animierten Intro starten, das das Problem erklärt, und dann in einen Screencast übergehen, der die Lösung in der echten Oberfläche zeigt. Ergänzende Elemente wie Callouts, Pfeile oder Text Einblendungen unterstützen die Orientierung.

Wichtige Elemente aus Sicht des Marketings

Für Marketing Verantwortliche ist ein Erklärvideo für Software nicht nur ein Kreativprojekt, sondern ein strategisches Instrument. Einige Aspekte sind besonders relevant, um Wirkung und Messbarkeit sicherzustellen.

Zielgruppe und Botschaft schärfen

Vor Beginn der Produktion sollten Zielgruppe, Hauptproblem und Kernbotschaft präzise definiert werden. Ein Video, das alle potenziellen Nutzer gleichzeitig ansprechen soll, bleibt oft zu allgemein. Sinnvoller ist es, klare Schwerpunkte zu setzen.

  • Fokus nach Branche, etwa ein Video speziell für Agenturen, eines für Industrieunternehmen
  • Fokus nach Rolle, etwa ein Video für Marketing Leiter und eines für IT Administratoren
  • Fokus nach Funnel Stufe, etwa ein einführendes Video und ein vertiefendes Funktionsvideo

Branding und Wiedererkennung

Ein Erklärvideo für Software sollte das Corporate Design der Marke widerspiegeln. Farben, Typografie, Tonalität der Sprecherstimme und Musikauswahl tragen zur Wiedererkennung bei. So fügt sich das Video nahtlos in Website, Präsentationen und andere Marketingmaterialien ein.

Gerade bei animierten Videos lohnt es sich, Illustrationsstil und Icon Sprache bewusst zu definieren. Diese Elemente können später auch in Präsentationen, Whitepapern oder Social Media Posts weiterverwendet werden, was die Konsistenz der Kommunikation stärkt.

Länge und Struktur

Für ein erstes Erklärvideo für Software hat sich eine Länge von etwa 60 bis 120 Sekunden bewährt. Komplexe Enterprise Lösungen können etwas mehr Zeit benötigen, aber je klarer die Struktur, desto eher bleiben Zuschauer bis zum Ende dabei.

  • Etwa 20 bis 30 Sekunden für Problem und Ausgangssituation
  • Etwa 40 bis 60 Sekunden für Lösung und Kernfunktionen
  • Etwa 10 bis 20 Sekunden für Call to Action und Zusammenfassung

Prozess der Videoproduktion

Die Produktion von einem Erklärvideo für Software folgt in der Regel einem klaren Ablauf. Marketing Verantwortliche sollten diesen Prozess kennen, um intern planen und externe Dienstleister gezielt briefen zu können.

Briefing und Konzeption

Am Anfang steht ein detailliertes Briefing. Darin werden Zielgruppe, Zielsetzung, zentrale Botschaft, gewünschter Stil, Einsatzkanäle und technische Rahmenbedingungen definiert. Auf dieser Basis entwickelt die Agentur oder das interne Team ein Grobkonzept mit Storyline und visueller Richtung.

Skript und Storyboard

Das Skript ist der gesprochene Text des Videos. Es muss präzise, verständlich und auf die Zielgruppe abgestimmt sein. Gleichzeitig wird ein Storyboard erstellt, das jede Szene mit Bildbeschreibung und Textzuordnung zeigt. Hier wird sichtbar, wie sich das Erklärvideo für Software später anfühlen wird.

Marketing, Produktmanagement und Vertrieb sollten diese Phase aktiv begleiten. Änderungen sind jetzt noch vergleichsweise einfach und kostengünstig.

Produktion und Animation

Nach Freigabe von Skript und Storyboard beginnt die eigentliche Produktion. Illustrationen werden erstellt, UI Elemente gestaltet, Screencasts aufgenommen oder Schnittmaterial vorbereitet. Anschließend folgt die Animation oder der Schnitt, die Einbindung der Sprecherstimme und die Auswahl von Musik und Soundeffekten.

Ein professionelles Erklärvideo für Software achtet darauf, dass Tempo, Sprechertext und Bildgestaltung gut aufeinander abgestimmt sind. Pausen, Hervorhebungen und Zooms helfen dem Zuschauer, den Inhalten mühelos zu folgen.

Feedback, Feinschliff und Ausspielung

In der finalen Phase werden Korrekturschleifen durchgeführt, kleinere Anpassungen vorgenommen und verschiedene Exportvarianten erstellt, etwa im Querformat für die Website und im Hochformat für Social Media. Das Video wird anschließend in die relevanten Kanäle eingebunden und mit Tracking versehen, um spätere Auswertungen zu ermöglichen.

Messbare Ergebnisse und Optimierung

Damit ein Erklärvideo für Software seinen vollen Wert entfalten kann, sollte es nicht nur produziert, sondern auch kontinuierlich ausgewertet und optimiert werden. Marketing Verantwortliche können dazu verschiedene Kennzahlen heranziehen.

Wichtige Kennzahlen

  • View Through Rate: Wie viele Zuschauer sehen das Video bis zum Ende oder zumindest bis zu einem zentralen Punkt
  • Verweildauer auf der Seite: Bleiben Besucher länger auf der Landingpage, wenn sie ein Video enthält
  • Conversion Rate: Wie häufig führen Betrachter nach dem Video die gewünschte Aktion aus, etwa eine Demo Anfrage
  • Engagement: Interaktionen auf Social Media, etwa Kommentare oder geteilte Inhalte

Iterative Verbesserung

Auf Basis dieser Daten lassen sich Optimierungen vornehmen. Manchmal reicht schon eine angepasste Thumbnail Grafik, ein prägnanterer Titel oder eine andere Platzierung auf der Website, um die Performance spürbar zu verbessern. In anderen Fällen kann es sinnvoll sein, unterschiedliche Versionen des Call to Action zu testen oder ein zusätzliches, kürzeres Video für bestimmte Zielgruppen zu produzieren.

Praxisnahe Beispiele aus dem Marketing Alltag

Um den Nutzen von einem Erklärvideo für Software greifbar zu machen, lohnt sich ein Blick auf typische Situationen, in denen Marketer von diesem Format profitieren.

Einführung einer neuen SaaS Lösung

Ein Unternehmen bringt eine neue SaaS Plattform für Projektmanagement auf den Markt. Statt nur mit Texten und Screenshots zu arbeiten, setzt das Marketing Team ein zentrales Erklärvideo ein, das auf der Startseite eingebunden wird. Das Video zeigt in einer kurzen Geschichte, wie ein überlastetes Team durch die Software wieder Struktur in seine Projekte bringt. Interessenten verstehen innerhalb weniger Sekunden den Kernnutzen und werden direkt zur Testversion geführt.

Komplexes B2B Produkt vereinfachen

Ein Anbieter für eine umfangreiche Logistik Software hat Schwierigkeiten, die Vielschichtigkeit des Produkts verständlich zu machen. In Präsentationen verlieren sich die Gespräche oft in Details. Mit einem klar strukturierten Erklärvideo für Software gelingt es, die wichtigsten Use Cases in einer kompakten Geschichte zu bündeln. Vertriebsteams nutzen das Video als Einstieg in Kundengespräche und können anschließend gezielt auf individuelle Anforderungen eingehen.

Onboarding und Kundenbindung

Auch nach dem Kauf spielt ein Erklärvideo für Software eine Rolle. Ein Unternehmen, das eine Marketing Automation Plattform vertreibt, stellt fest, dass neue Kunden die Möglichkeiten des Systems nur teilweise nutzen. Durch eine Reihe von kurzen Erklärvideos, die Schritt für Schritt durch die wichtigsten Funktionen führen, steigt die Nutzungsrate und die Zufriedenheit der Kunden. Gleichzeitig reduziert sich der Aufwand im Support, weil häufige Fragen bereits im Video geklärt werden.

Fazit

Ein Erklärvideo für Software ist weit mehr als ein nettes Zusatzmaterial. Es ist ein strategisches Werkzeug, das Marketing, Vertrieb und Kundenservice unterstützt. Indem es komplexe Funktionen in verständliche Geschichten übersetzt, schafft es Klarheit, Vertrauen und Orientierung. Für Marketing Verantwortliche bietet dieses Format die Möglichkeit, Botschaften konsistent über verschiedene Kanäle hinweg zu kommunizieren und die Wirkung anhand klarer Kennzahlen zu messen. Ob bei der Einführung neuer Produkte, in der täglichen Leadgenerierung oder im Onboarding bestehender Kunden, ein gut konzipiertes Erklärvideo für Software macht digitale Lösungen erlebbar und hilft, den Mehrwert einer Anwendung in wenigen Minuten so zu vermitteln, dass aus Interessenten überzeugte Nutzer werden.

Häufige Fragen zu „Erklärvideo für Software"

Ein Erklärvideo für Software ist ein kurzer Film, der eine Anwendung oder ein digitales Tool leicht verständlich vorstellt. Es zeigt typische Anwendungsfälle, erklärt Funktionen und macht sichtbar, welchen Nutzen die Software für Nutzer und Unternehmen bringt.

Ein Erklärvideo für Software eignet sich vor allem für Marketing, Vertrieb und Onboarding. Es hilft, neue Leads zu gewinnen, Kaufentscheidungen zu erleichtern und neue Nutzer schnell in die Bedienung der Software einzuführen.

Zu Beginn werden Zielgruppe, Botschaft und Einsatzzweck des Videos geklärt. Danach folgen Konzept, Skript, Storyboard, die eigentliche Produktion mit Animation oder Screencasts sowie Vertonung und Feinschnitt, bevor das Video in Ihre Kanäle integriert wird.

Für Marketingzwecke liegt die ideale Länge meist zwischen 60 und 120 Sekunden. Für Schulungs oder Onboardingvideos können auch längere Formate sinnvoll sein, die in klar strukturierte Kapitel unterteilt werden.

Mehr als Theorie: Wir produzieren Ihr Erklärvideo

Seit über 25 Jahren produziert mattostudios Erklärvideos, Animationen und Illustrationen für Wirtschaft und Politik – aus Stuttgart, München und Villingen-Schwenningen.

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