Illustration & Design · Ein Begriff aus dem MediaPedia-Lexikon von mattostudios

In der Welt von Illustration, Animation und Videoproduktion taucht der Begriff Formen zusammenfügen immer wieder auf, wenn es darum geht, klare und einprägsame Bilder für Marketingbotschaften zu entwickeln. Gemeint ist ein gestalterischer Vorgang, bei dem mehrere einfache grafische Elemente zu einer neuen, verständlichen und oft auch stilisierten Form kombiniert werden. Für Marketing-Verantwortliche ist das wichtig, weil sich komplexe Inhalte so in leicht erfassbare Visuals übersetzen lassen, die in Erklärvideos, Social Media Clips oder Präsentationen schnell verstanden werden.

Grundidee und Definition

Formen zusammenfügen beschreibt den Prozess, bei dem einzelne grafische Grundelemente wie Kreise, Rechtecke, Dreiecke oder einfache Piktogrammteile so kombiniert werden, dass daraus eine neue, sinnvolle Gesamtform entsteht. Diese neue Form kann eine Figur, ein Objekt, ein Icon oder ein Symbol sein, das eine Botschaft vermittelt oder eine Szene erzählt.

Technisch geht es häufig darum, dass Vektorgrafiken in Grafikprogrammen wie Illustrator, Figma oder den Zeichenwerkzeugen von Animationssoftware überlagert, verschmolzen oder ausgeschnitten werden. Inhaltlich geht es darum, die visuelle Komplexität zu reduzieren und trotzdem eine klare Aussage zu treffen. Formen zusammenfügen ist damit sowohl ein kreativer als auch ein funktionaler Schritt im Designprozess.

Warum Formen zusammenfügen im Marketing wichtig ist

Marketing lebt von klarer, schneller Kommunikation. In Sekunden muss erkennbar sein, worum es geht und welche Marke dahintersteht. Genau hier hilft das Formen zusammenfügen, denn es unterstützt drei zentrale Ziele visueller Kommunikation.

1. Komplexes einfach darstellen

Ob Softwarefunktion, Versicherungsprodukt oder Serviceablauf, vieles ist abstrakt und schwer zu erklären. Wenn Designer Formen zusammenfügen, können sie komplexe Sachverhalte in leicht lesbare Symbole übersetzen.

  • Ein Kreis plus ein kleines Rechteck und zwei Linien werden zu einer stilisierten Person, die einen Laptop nutzt.
  • Mehrere Rechtecke, die ineinander übergehen, ergeben eine abstrahierte Stadtlandschaft, die für „Infrastruktur“ oder „Standorte“ steht.

So entstehen Bilder, die auch ohne Text funktionieren und internationale Zielgruppen erreichen.

2. Wiedererkennbarkeit der Marke stärken

Marken leben von einer einheitlichen Bildsprache. Beim Formen zusammenfügen können bestimmte Formen, Rundungen oder Kanten immer wieder verwendet werden, um einen unverwechselbaren Stil zu entwickeln.

  • Ein Unternehmen entscheidet sich für sehr runde, weiche Formen, die Sympathie und Nähe vermitteln.
  • Ein anderes setzt auf klare, kantige Formen, die für Präzision und Technologie stehen.

Wenn diese Formensprache konsequent in Erklärvideos, Social Media Visuals und Präsentationen auftaucht, entsteht ein Wiedererkennungswert, der die Marke im Gedächtnis verankert.

3. Aufmerksamkeit und Emotionen erzeugen

Menschen reagieren stark auf visuelle Reize. Wenn Designer Formen zusammenfügen, können sie gezielt Figuren und Szenen erschaffen, die Emotionen wecken.

  • Eine Figur mit leicht geneigtem Kopf und hochgezogenen Augenbrauen wirkt neugierig.
  • Ein Produkt, das von dynamischen Linien umgeben ist, wirkt schnell und leistungsstark.

Solche visuellen Entscheidungen entstehen oft genau in dem Moment, in dem mehrere einfache Formen zu einer emotional ansprechenden Gesamtfigur vereint werden.

Wie Formen zusammenfügen in der Praxis funktioniert

Im Alltag von Agenturen und Marketingabteilungen ist Formen zusammenfügen ein konkreter, nachvollziehbarer Arbeitsprozess. Er lässt sich grob in mehrere Schritte gliedern.

1. Briefing und Botschaft klären

Am Anfang steht die Frage, was vermittelt werden soll.

  • Geht es um ein Produktfeature oder um ein Markenversprechen
  • Soll ein Prozess erklärt oder ein Gefühl transportiert werden
  • Wird das Bild in einem Erklärvideo, in Social Media oder auf einer Landingpage eingesetzt

Erst wenn diese Fragen geklärt sind, lässt sich entscheiden, welche grafischen Elemente sinnvoll sind, um später durch Formen zusammenfügen ein passendes Motiv zu gestalten.

2. Zerlegen in Grundformen

Bevor Designer Formen zusammenfügen, zerlegen sie die gewünschte Szene gedanklich in einfache Bausteine.

  • Eine Person besteht aus Kopf, Körper, Armen, Beinen, oft stark vereinfacht als Kreise und Rechtecke.
  • Ein Büro kann sich aus Tischen, Bildschirmen, Fenstern und Lampen zusammensetzen, alles als einfache geometrische Formen angelegt.

Dieses Zerlegen in Grundformen ist wichtig, um später flexibel kombinieren zu können und die Illustration gut animierbar zu machen.

3. Formen kombinieren und anpassen

Im nächsten Schritt werden diese Grundformen miteinander kombiniert. Genau hier passiert das eigentliche Formen zusammenfügen.

  • Ein Kreis wird mit einem Rechteck verbunden, um einen Kopf mit Hals zu erzeugen.
  • Mehrere Rechtecke werden so verschoben, dass sie wie eine zusammenhängende Gebäudefront wirken.
  • Ein Dreieck wird an einen Kreis gesetzt, um eine Sprechblase oder ein Hinweiszeichen zu gestalten.

Mit Funktionen wie „Vereinen“, „Subtrahieren“ oder „Überlappen“ in Grafikprogrammen entstehen daraus fließende, neue Formen, die nicht mehr wie lose Einzelteile wirken.

4. Vereinfachen und stilisieren

Im Marketingkontext ist es selten sinnvoll, jedes Detail realistisch darzustellen. Formen zusammenfügen geht daher oft mit bewusstem Weglassen einher.

  • Gesichter werden auf Augenpunkte und eine einfache Mundlinie reduziert.
  • Hände werden nur als vereinfachte Flächen angedeutet.
  • Technische Geräte werden nicht fotorealistisch gezeigt, sondern nur durch markante Umrisse erkennbar gemacht.

Diese Stilisierung sorgt für Klarheit und macht es leichter, die Grafiken in Bewegung zu bringen, etwa in einem animierten Erklärvideo.

5. Farbe, Kontrast und Hierarchie

Wenn die Formen stehen, geht es darum, sie farblich so zu gestalten, dass die gewünschte Botschaft unterstützt wird.

  • Wichtige Elemente erhalten eine kräftige Farbe, unwichtige treten in den Hintergrund.
  • Markenfarben werden konsequent genutzt, um den Wiedererkennungswert zu stärken.
  • Kontraste helfen, einzelne Formen klar voneinander abzugrenzen.

Auch hier spielt Formen zusammenfügen eine Rolle, denn Farben beeinflussen, wie stark die zusammengefügten Formen als Einheit wahrgenommen werden.

Beispiele aus Erklärvideos und Videoproduktion

Gerade in Erklärvideos ist Formen zusammenfügen ein zentrales Werkzeug, um Inhalte verständlich und unterhaltsam zu vermitteln.

Figuren in Motion-Design-Videos

In animierten Erklärvideos werden Figuren oft sehr reduziert dargestellt. Ein typischer Ablauf:

  • Der Kopf entsteht aus einem Kreis, der Körper aus einem länglichen Rechteck.
  • Arme und Beine werden als schmale Rechtecke oder Linien angelegt.
  • Aus mehreren Kreisen und Rechtecken wird eine Frisur angedeutet.

Durch Formen zusammenfügen entsteht aus diesen Einzelteilen eine sympathische Figur, die sich leicht animieren lässt. Die Figur kann später in verschiedenen Szenen auftreten, ohne dass sie jedes Mal neu gezeichnet werden muss.

Visualisierung abstrakter Begriffe

Viele Themen im B2B Marketing sind abstrakt, etwa „digitale Transformation“ oder „Sicherheit in der Cloud“. Hier hilft Formen zusammenfügen, visuelle Metaphern zu bauen.

  • Mehrere miteinander verbundene Kreise und Linien können ein Netzwerk darstellen.
  • Ein stilisiertes Schloss, zusammengesetzt aus Rechteck und Halbkreis, steht für Sicherheit.
  • Wolkenformen, kombiniert mit einem Server-Symbol, machen „Cloud-Lösungen“ sichtbar.

Solche Symbole lassen sich in Animationen dynamisch einsetzen, zum Beispiel wenn ein Netzwerk wächst oder ein Schloss aufspringt, um einen Zugang zu symbolisieren.

Storyboard und Szenenaufbau

Schon in der Konzeptphase eines Videos werden Szenen skizziert. Dabei wird gedanklich und zeichnerisch Formen zusammenfügen geübt, bevor es ins Detail geht.

  • Ein Raum wird zunächst als Rechteck angelegt, Fenster als kleinere Rechtecke, Personen als Strichfiguren.
  • Produkte erscheinen als einfache Blöcke, die später verfeinert werden.

Diese grobe Arbeit mit Grundformen erleichtert es, schnelle Varianten zu testen und zu entscheiden, welche Bildidee die Botschaft am besten transportiert.

Formen zusammenfügen in Social Media und Kampagnen

Auch außerhalb von Videos spielt Formen zusammenfügen eine große Rolle, etwa bei Social Media Posts, Infografiken oder Anzeigenmotiven.

Icons und Piktogramme

Icons sind ein klassisches Beispiel für das Formen zusammenfügen. Aus wenigen Grundformen entsteht ein Symbol, das eine Funktion oder einen Inhalt kennzeichnet.

  • Ein Einkaufswagen-Icon setzt sich aus einem Rechteck, zwei Kreisen und wenigen Linien zusammen.
  • Ein „Play“-Symbol besteht aus einem Dreieck in einem Kreis.
  • Ein Chat-Icon kombiniert eine Sprechblase mit kleinen Punkten als Textsymbol.

Solche Icons können in Videos, auf Websites und in Präsentationen wiederverwendet werden und sorgen für eine einheitliche Bildsprache in der gesamten Kommunikation.

Infografiken und Datenvisualisierung

Wenn Zahlen und Fakten im Marketing präsentiert werden, etwa in Reports, Whitepapern oder Social Media Slides, macht Formen zusammenfügen aus trockenen Daten anschauliche Bilder.

  • Balkendiagramme werden zu stilisierten Gebäuden, die für Wachstum stehen.
  • Kreisdiagramme werden in Szenen eingebaut, etwa als Rad eines Fahrzeugs oder als Planet in einer Illustration.
  • Mehrere Pfeile, die sich in der Mitte treffen, werden zu einem Symbol für „Zusammenarbeit“ oder „Integration“.

Durch das geschickte Kombinieren der Formen wirken Infografiken weniger technisch und mehr wie Teil einer durchdachten visuellen Geschichte.

Vorteile für Marketing-Verantwortliche

Für Verantwortliche im Marketing ist es hilfreich zu verstehen, welche Vorteile Formen zusammenfügen im Arbeitsalltag bringt, auch wenn sie selbst nicht gestalten.

1. Einheitliche Bildsprache über alle Kanäle

Wenn ein Designteam konsequent Formen zusammenfügen nutzt, entsteht eine modulare, wiederverwendbare Formensprache.

  • Figuren, Icons und Szenen lassen sich für unterschiedliche Kanäle anpassen.
  • Neue Kampagnen können auf bestehenden Elementen aufbauen.
  • Agenturen und interne Teams arbeiten mit denselben visuellen Bausteinen.

Das spart Zeit und Kosten, weil nicht jedes Motiv von Grund auf neu entwickelt werden muss.

2. Schnellere Abstimmung und Anpassung

Wenn Visuals aus klar definierten Formen aufgebaut sind, können Änderungen effizient umgesetzt werden.

  • Die Haltung einer Figur wird angepasst, indem Arme oder Beine verschoben werden.
  • Ein Produkt wird aktualisiert, indem nur einzelne Formteile ausgetauscht werden.
  • Farben und Akzente können gezielt verändert werden, ohne die gesamte Illustration neu zu zeichnen.

Das ist besonders wertvoll in dynamischen Kampagnen, in denen Motive häufig getestet und optimiert werden.

3. Skalierbarkeit und Qualität

Da Formen zusammenfügen meist mit Vektorgrafiken umgesetzt wird, bleiben die Bilder in jeder Größe scharf.

  • Das gleiche Motiv kann in einem Erklärvideo, auf einer Website und auf einem Messestand eingesetzt werden.
  • Es entstehen keine Qualitätsverluste beim Vergrößern oder Verkleinern.

So lassen sich Kampagnenmotive flexibel auf viele Touchpoints übertragen, ohne dass aufwändige Neuproduktionen nötig sind.

Typische Missverständnisse und Stolpersteine

Auch wenn Formen zusammenfügen einfach klingt, gibt es einige Punkte, die in der Praxis zu Problemen führen können.

Zu viele Details

Ein häufiger Fehler ist der Versuch, zu viele Informationen in eine Illustration zu packen. Wenn zu viele Formen zusammengefügt werden, verliert das Bild an Klarheit.

  • Figuren wirken überladen und schwer lesbar.
  • Symbole sind nicht mehr eindeutig zu interpretieren.

Für Marketingzwecke gilt meist die Regel: lieber weniger Formen, dafür eine starke, sofort erkennbare Aussage.

Inkonsistente Formensprache

Wenn verschiedene Designer ohne Abstimmung Formen zusammenfügen, kann eine uneinheitliche Optik entstehen.

  • Einige Figuren sind stark vereinfacht, andere sehr detailliert.
  • Manche Symbole sind rund, andere kantig, ohne erkennbaren Grund.

Das schwächt den Markenauftritt. Ein Styleguide, der festlegt, wie Formen eingesetzt und kombiniert werden, hilft, diese Probleme zu vermeiden.

Fehlende Abstimmung mit der Marke

Formen zusammenfügen darf nicht losgelöst von der Marke stattfinden. Formen, Farben und Stil sollten die Markenpersönlichkeit unterstützen.

  • Ein seriöser Finanzdienstleister benötigt eine andere Formensprache als ein verspieltes Lifestyle-Start-up.
  • Ein Technologieunternehmen kann mit kantigen, klaren Formen Kompetenz vermitteln, während ein Gesundheitsanbieter eher weiche Formen nutzt, um Vertrauen aufzubauen.

Marketing-Verantwortliche sollten deshalb bei Briefings klar kommunizieren, welche Werte und Emotionen transportiert werden sollen.

Zusammenarbeit zwischen Marketing und Design

Um das Potenzial von Formen zusammenfügen optimal zu nutzen, ist eine gute Zusammenarbeit zwischen Marketing und Design entscheidend.

Klare Briefings

Je genauer die Botschaft und Zielgruppe beschrieben sind, desto gezielter können Designer Formen kombinieren.

  • Was soll das Publikum nach dem Video verstanden haben
  • Welche Emotionen sollen ausgelöst werden
  • In welchen Kanälen werden die Visuals eingesetzt

Solche Informationen helfen, beim Formen zusammenfügen die richtigen gestalterischen Entscheidungen zu treffen.

Feedback auf Wirkung, nicht auf Detailgeschmack

In Feedbackrunden ist es hilfreich, nicht nur über einzelne Formen zu sprechen, sondern über die Gesamtwirkung.

Wirkt die Figur vertrauenswürdig und nahbar oder eher distanziert

Ist sofort erkennbar, was das Symbol bedeutet

Auf dieser Basis können Designer gezielt anpassen, welche Formen zusammengefügt werden und wie stark vereinfacht oder detailliert sie sein sollen.

Fazit

Formen zusammenfügen ist weit mehr als eine technische Funktion in Grafikprogrammen. Es ist ein zentrales Prinzip visueller Kommunikation, das es ermöglicht, komplexe Inhalte in klare, einprägsame Bilder zu übersetzen. Für Marketing-Verantwortliche bedeutet das, dass sie mit Hilfe dieses Prinzips Markenbotschaften in Erklärvideos, Social Media Visuals und Kampagnenmotiven so darstellen können, dass sie schnell verstanden, emotional wahrgenommen und gut erinnert werden. Indem einfache Grundformen zu Figuren, Symbolen und Szenen kombiniert werden, entsteht eine flexible, skalierbare und markentypische Bildsprache. Wer versteht, wie Formen zusammenfügen funktioniert, kann Briefings präziser formulieren, die Zusammenarbeit mit Kreativteams effizienter gestalten und sicherstellen, dass jede Illustration und jede Animation die gewünschte Wirkung beim Publikum erzielt.

Häufige Fragen zu „Formen zusammenfügen"

Formen zusammenfügen bedeutet, einfache grafische Elemente wie Kreise, Rechtecke oder Linien so zu kombinieren, dass daraus eine verständliche Figur oder Szene entsteht. In Erklärvideos hilft dieser Ansatz, komplexe Inhalte visuell zu vereinfachen und klar darzustellen.

Im Marketing müssen Botschaften schnell verstanden werden, oft in wenigen Sekunden. Durch das geschickte Zusammenfügen von Formen entstehen klare, wiedererkennbare Bilder, die Inhalte auf den Punkt bringen und die Aufmerksamkeit der Zielgruppe halten.

Man muss kein Designer sein, um das Prinzip zu verstehen. Es reicht zu wissen, dass komplexe Motive in einfache Grundformen zerlegt und anschließend wieder zusammengesetzt werden, um sie leichter erkennbar und einprägsamer zu machen.

In Animationsvideos werden Figuren, Symbole und Hintergründe meist aus einfachen Formen aufgebaut, die dann animiert werden. So können Bewegungen effizient produziert und Motive flexibel angepasst werden, ohne jedes Detail neu zeichnen zu müssen.

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Seit über 25 Jahren produziert mattostudios Erklärvideos, Animationen und Illustrationen für Wirtschaft und Politik – aus Stuttgart, München und Villingen-Schwenningen.

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