Illustration & Design · Ein Begriff aus dem MediaPedia-Lexikon von mattostudios

Im Marketing und in der visuellen Kommunikation begegnet Verantwortlichen früher oder später der Moment, in dem sich ein Unternehmen, ein Produkt oder eine Marke neu ausrichten möchte. Genau hier setzt der Begriff Rebranding an. Er beschreibt den Prozess, bei dem das bestehende Erscheinungsbild und oft auch die Positionierung einer Marke grundlegend überarbeitet werden. Dabei geht es nicht nur um ein neues Logo oder frische Farben, sondern um eine umfassende Neuausrichtung der visuellen, sprachlichen und strategischen Identität, die sich unter anderem in Erklärvideos, Animationsfilmen, Social Media Clips, Illustrationen und im gesamten Marketingauftritt widerspiegelt.

Begriffserklärung und Kernelemente

Rebranding bezeichnet die gezielte Veränderung einer Marke, um sie an neue Ziele, Zielgruppen oder Marktbedingungen anzupassen. In der Praxis betrifft das vor allem folgende Bereiche:

  • Visuelle Identität wie Logo, Farben, Typografie, Illustrationsstil, Layouts und Animationen
  • Tonality also die Art und Weise, wie eine Marke spricht und schreibt
  • Markenpositionierung wie sich die Marke im Vergleich zum Wettbewerb darstellt
  • Markenerlebnis alle Kontaktpunkte, an denen Kundinnen und Kunden die Marke erleben, etwa Website, Videos, Präsentationen, Messen und Social Media

Im Umfeld von Videoproduktion und Illustration zeigt sich Rebranding besonders deutlich. Ein neues Logo entfaltet seine Wirkung erst dann richtig, wenn es in Erklärvideos animiert, in Social Media Clips sinnvoll eingesetzt und in Illustrationen konsistent umgesetzt wird. Dadurch wird die neue Markenidentität für das Publikum spürbar und verständlich.

Warum Unternehmen ein Rebranding durchführen

Ein Rebranding entsteht selten zufällig. Häufig gibt es konkrete Auslöser, die dazu führen, dass das bisherige Erscheinungsbild und die Kommunikation nicht mehr zur Realität oder zu den Zielen des Unternehmens passen.

Typische Anlässe

  • Strategische Neuausrichtung Wenn ein Unternehmen neue Märkte erschließt, neue Zielgruppen anspricht oder sein Leistungsangebot verändert, passt die bestehende Marke oft nicht mehr zu dieser Entwicklung.
  • Modernisierung Ein in die Jahre gekommenes Design kann veraltet wirken. Ein Rebranding hilft, moderner, digitaler und näher an der aktuellen Mediennutzung aufzutreten, etwa mit bewegten Logos, zeitgemäßen Animationen und frischen Illustrationsstilen.
  • Fusionen und Übernahmen Wenn Unternehmen zusammengehen, muss eine gemeinsame Identität entstehen, die beide Seiten vereint und nach außen klar und einheitlich wirkt.
  • Imagekorrektur Nach Krisen oder negativen öffentlichen Wahrnehmungen kann ein Rebranding helfen, einen Neuanfang sichtbar zu machen und Vertrauen zurückzugewinnen.
  • Klarere Positionierung Wenn Kundinnen und Kunden nicht genau verstehen, wofür ein Unternehmen steht, kann eine neue, klarere Markenidentität Orientierung geben.

Rebranding im Marketingalltag

Im Alltag von Marketingverantwortlichen zeigt sich Rebranding sehr konkret. Plötzlich müssen alle Präsentationen, Broschüren, Social Media Vorlagen, Newsletter, Landingpages und insbesondere Videoformate angepasst werden. Erklärvideos sollen nicht nur inhaltlich korrekt sein, sondern auch den neuen Look und die neue Tonalität transportieren. Eine Animationsagentur oder ein internes Videoteam wird dann beauftragt, bestehende Videos zu aktualisieren oder komplett neue Formate zu entwickeln, die das neue Markenbild konsequent umsetzen.

Rebranding in der Videoproduktion

Videoinhalte sind heute zentrale Träger der Markenidentität. Ein Rebranding ohne Anpassung der Videokommunikation wirkt schnell inkonsistent. Kundinnen und Kunden erleben die Marke dann an einem Touchpoint modern und an einem anderen veraltet. Das schwächt die Wirkung des gesamten Auftritts.

Typische Anpassungen in Erklärvideos und Animation

  • Neues Intro und Outro Logoanimation, Claim und Farbwelt im Vorspann und Abspann ändern sich, um das neue Erscheinungsbild zu zeigen.
  • Aktualisierte Illustrationen Charaktere, Icons, Hintergründe und Infografiken werden im neuen Stil gestaltet, etwa minimalistischer, freundlicher oder technischer.
  • Überarbeitete Typografie Schriften in Bauchbinden, Überschriften und eingeblendeten Texten werden an das neue Corporate Design angepasst.
  • Neue Musik und Sounddesign Klangwelten werden aktualisiert, um die gewünschte Stimmung der Marke zu unterstützen, zum Beispiel seriöser, verspielter oder innovativer.
  • Inhaltliche Justierung Botschaften, Claims und Kernargumente werden so formuliert, dass sie zur neuen Positionierung passen.

In vielen Fällen werden vorhandene Videos nicht komplett neu produziert, sondern gezielt überarbeitet. Logo, Farben und einzelne Szenen lassen sich austauschen, solange der alte Stil nicht zu stark von der neuen Richtung abweicht. Ein durchdachtes Rebranding berücksichtigt deshalb schon früh, wie sich die neuen Gestaltungsrichtlinien auf bestehende Videoinhalte anwenden lassen.

Beispiel aus der Praxis

Ein Softwareunternehmen, das bislang vor allem technisch orientierte Kundschaft angesprochen hat, möchte stärker auf Nutzerfreundlichkeit und Emotion setzen. Im Rahmen des Rebrandings wird der Illustrationsstil weicher, Farben werden freundlicher und es kommen sympathische Figuren zum Einsatz, die typische Nutzungssituationen zeigen. Erklärvideos, die früher sehr sachlich und textlastig waren, werden nun mit animierten Szenen, klaren Symbolen und verständlichen Metaphern neu produziert. Dadurch entsteht ein Markenerlebnis, das die neue Ausrichtung unmittelbar sichtbar macht.

Rebranding und Illustrationsstil

Illustrationen sind ein zentrales Instrument, um abstrakte Inhalte verständlich zu machen. Im Kontext von Rebranding spielen sie eine besondere Rolle, weil sie Emotionen transportieren und die Persönlichkeit einer Marke visuell verdichten.

Gestaltungsentscheidungen bei Illustrationen

  • Figurenstil Realistische Charaktere wirken anders als abstrahierte Figuren oder Piktogramme. Ein freundlicher Stil kann Nähe schaffen, ein technischer Stil Kompetenz betonen.
  • Farbwelt Farben unterstützen die Markenwerte. Blau wirkt oft vertrauenswürdig, Grün kann für Nachhaltigkeit stehen, kräftige Akzentfarben erzeugen Dynamik.
  • Linienführung und Formen Runde Formen wirken weicher und zugänglicher, kantige Formen strukturierter und sachlicher.
  • Detailgrad Reduzierte Illustrationen eignen sich für schnelle Erklärungen, detailreiche Szenen eher für Storytelling und emotionale Tiefe.

Im Rahmen eines Rebrandings wird häufig ein neuer Illustrationsstil definiert, der sich konsistent durch Website, Präsentationen, Erklärvideos, Social Media Posts und gedruckte Materialien zieht. Für Marketingverantwortliche bedeutet das, dass Briefings an Illustrations und Animationsteams klar festhalten sollten, wie der neue Stil aussieht und welche Wirkung er erzielen soll.

Strategische Dimension des Rebrandings

Ein erfolgreiches Rebranding ist mehr als Kosmetik. Es basiert auf einer klaren Strategie, die beantwortet, wofür die Marke in Zukunft stehen soll und welche Zielgruppen erreicht werden sollen. Erst wenn diese Fragen geklärt sind, lohnt es sich, in Design, Illustration und Videoproduktion zu investieren.

Zentrale Fragen vor dem Start

  • Welche Ziele sollen mit dem Rebranding erreicht werden
  • Welche Zielgruppen sind besonders wichtig
  • Wie wird die Marke aktuell wahrgenommen und wie soll sie künftig wahrgenommen werden
  • Welche Wettbewerber gibt es und wie unterscheiden wir uns von ihnen
  • Über welche Kanäle erreicht die Marke ihre Zielgruppen am häufigsten

Gerade für Erklärvideos und Marketingfilme ist diese Klarheit entscheidend. Sie beeinflusst, wie Geschichten erzählt, welche Bilder gewählt und welche Argumente in den Vordergrund gestellt werden.

Chancen und Risiken

Rebranding bietet große Chancen, birgt aber auch Risiken, wenn es unüberlegt oder halbherzig umgesetzt wird.

Chancen

  • Neuer Aufmerksamkeitsimpuls Ein sichtbarer Neustart kann Medien, Kundschaft und Partner neugierig machen und für Gesprächsstoff sorgen.
  • Klarere Botschaften Eine überarbeitete Markenarchitektur und klare Bildsprache helfen, komplexe Angebote verständlicher zu kommunizieren.
  • Stärkerer visueller Wiedererkennungswert Ein konsequentes Design, das sich durch alle Erklärvideos, Illustrationen und Marketingmaterialien zieht, prägt sich besser ein.
  • Anpassung an digitale Medien Moderne Markenidentitäten sind von Anfang an für Bildschirme, Animation und Social Media gedacht, nicht nur für Print.

Risiken

  • Verlust von Wiedererkennbarkeit Wenn sich Logo, Farben und Tonalität zu radikal verändern, kann die bestehende Kundschaft die Marke nicht mehr wiedererkennen.
  • Inkonsistenter Auftritt Wenn nicht alle Kanäle mitziehen, wirkt das Ergebnis uneinheitlich. Alte und neue Gestaltung prallen aufeinander.
  • Unklare Botschaft Ein neues Design ohne klare Positionierung erzeugt eher Verwirrung als Mehrwert.
  • Hoher Umsetzungsaufwand Ein Rebranding betrifft zahlreiche Materialien, von Visitenkarten über Website bis zu hunderten von Social Media Posts und Videos.

Praktische Schritte für Marketingverantwortliche

Für Verantwortliche im Marketing ist es wichtig, Rebranding strukturiert anzugehen. So lassen sich Ressourcen planen und unnötige Mehrarbeit vermeiden.

1. Bestandsaufnahme

Zu Beginn steht eine Übersicht über alle relevanten Materialien. Dazu gehören unter anderem:

  • Website und Landingpages
  • Erklärvideos, Produktfilme, Imagefilme, Social Media Clips
  • Präsentationen, Broschüren, Whitepaper
  • Social Media Profile, Vorlagen und wiederkehrende Formate
  • E Mail Vorlagen und Newsletter

Diese Bestandsaufnahme zeigt, wo das Rebranding besonders sichtbar werden sollte und welche Inhalte eventuell neu produziert werden müssen.

2. Klare Designrichtlinien

Ein Styleguide bildet das Rückgrat des Rebrandings. Er sollte zumindest enthalten:

  • Logo Varianten und Mindestgrößen
  • Farbsystem mit Primär und Sekundärfarben
  • Typografie für Print, Web und Video
  • Beispiele für Illustrationsstil und Bildsprache
  • Beispiele für Animation und Videostil
  • Tonality Leitlinien für Text und Sprache

Gerade für Videoproduktion und Animation ist es hilfreich, wenn der Styleguide konkrete Beispiele enthält, wie Logos animiert, Bauchbinden gestaltet und Illustrationen bewegt werden sollen.

3. Priorisierung der Maßnahmen

Selten lässt sich alles gleichzeitig umsetzen. Sinnvoll ist eine Reihenfolge, bei der besonders sichtbare oder strategisch wichtige Kanäle zuerst angepasst werden. Häufig gehören dazu:

  • Website Startseite und zentrale Landingpages
  • Wichtige Erklärvideos, die häufig eingesetzt werden
  • Social Media Header und Profilbilder
  • Standard Präsentationen für Vertrieb und Management

So wird das Rebranding schnell an den wichtigsten Kontaktpunkten sichtbar, während weniger zentrale Materialien nach und nach folgen.

4. Einbindung von Teams und Partnern

Interne Teams, Agenturen und Freelancer sollten frühzeitig über Ziele, Zeitplan und Gestaltungsrichtlinien informiert werden. Gerade bei Videoproduktion und Illustration ist ein gemeinsames Verständnis entscheidend, damit alle Beteiligten in die gleiche Richtung arbeiten. Klare Briefings mit Beispielen und Referenzen helfen, Missverständnisse zu vermeiden.

Kommunikation des Rebrandings

Ein Rebranding wirkt stärker, wenn es nicht nur visuell umgesetzt, sondern auch aktiv kommuniziert wird. Kundinnen und Kunden sollen verstehen, warum sich etwas verändert und was das für sie bedeutet.

Erklärende Inhalte

Besonders geeignet sind Formate, die das Neue nachvollziehbar machen:

  • Erklärvideo zum Rebranding Ein kurzes Video, das Hintergrund, Ziele und die wichtigsten Veränderungen zeigt, kann auf Website und Social Media eingesetzt werden.
  • Blogartikel oder Landingpage Hier lassen sich Motivation und Prozess des Rebrandings ausführlicher darstellen.
  • Social Media Posts Vorher Nachher Beispiele, Einblicke in den Designprozess und kurze Statements von Verantwortlichen machen den Wandel greifbar.

Solche Inhalte schaffen Transparenz und vermitteln, dass das Rebranding kein Selbstzweck ist, sondern einen Nutzen für die Zielgruppen haben soll, etwa mehr Klarheit, bessere Orientierung oder ein moderneres Nutzererlebnis.

Messung des Erfolgs

Auch wenn es keine einfache Kennzahl gibt, mit der sich der Erfolg eines Rebrandings vollständig erfassen lässt, können Marketingverantwortliche verschiedene Indikatoren beobachten.

Mögliche Beobachtungsfelder

  • Resonanz in Social Media Reaktionen auf das neue Design, geteilte Inhalte, Kommentare und Erwähnungen
  • Performance von Kampagnen Klick und Konversionsraten vor und nach dem Rebranding
  • Feedback von Vertrieb und Kundendienst Rückmeldungen aus direkten Kundengesprächen
  • Nutzungsverhalten auf der Website Verweildauer, Absprungraten, Interaktionen mit Videos

Besonders Erklärvideos können hier eine wichtige Rolle spielen. Wenn sie nach dem Rebranding besser verstanden werden, häufiger bis zum Ende angesehen und öfter geteilt werden, ist das ein Hinweis darauf, dass die neue Markenidentität verständlicher und ansprechender wirkt.

Fazit

Rebranding ist ein umfassender Prozess, der weit über ein neues Logo hinausgeht. Er betrifft die gesamte Art und Weise, wie eine Marke wahrgenommen wird, von der strategischen Positionierung über Sprache und Tonalität bis hin zur visuellen Umsetzung in Illustration, Animation und Videoproduktion. Für Marketingverantwortliche bedeutet das, sowohl die großen Linien als auch die vielen Details im Blick zu behalten. Wenn Ziele und Zielgruppen klar definiert, Designrichtlinien sauber ausgearbeitet und alle relevanten Kanäle konsequent angepasst werden, kann ein Rebranding zu einem kraftvollen Neustart werden. Besonders in Erklärvideos und Marketingfilmen lässt sich die neue Identität erlebbar machen, indem Farben, Formen, Figuren, Animationen und Botschaften aufeinander abgestimmt sind. So wird aus einer abstrakten Entscheidung für ein neues Erscheinungsbild ein konkretes Markenerlebnis, das Kundinnen und Kunden im Alltag wahrnehmen und verstehen können.

Häufige Fragen zu „Rebranding"

Rebranding bedeutet, dass eine Marke ihr Erscheinungsbild und oft auch ihre Positionierung grundlegend überarbeitet. Dazu gehören zum Beispiel ein neues Logo, neue Farben, ein veränderter Kommunikationsstil und moderne Inhalte wie Erklärvideos. Ziel ist es, die Marke zeitgemäßer, klarer und attraktiver für bestehende und neue Zielgruppen zu machen.

Mit der Zeit verändern sich Märkte, Zielgruppen und Erwartungen an Marken. Ein Rebranding hilft Unternehmen, veraltet wirkende Designs und Botschaften zu erneuern und besser zur heutigen Unternehmensstrategie zu passen. Besonders in digitalen Kanälen mit Video, Animation und Social Media sorgt ein frisches Markenbild für mehr Aufmerksamkeit und Wiedererkennung.

Erklärvideos und Animationen machen die neue Marke erlebbar und verständlich. Sie zeigen auf anschauliche Weise, wofür das Unternehmen steht, welche Leistungen es bietet und warum sich etwas verändert hat. So wird das neue Design nicht nur hübsch präsentiert, sondern in eine klare Geschichte eingebettet, die Kundinnen und Kunden leicht nachvollziehen können.

Zu Beginn wird analysiert, wie die Marke aktuell wahrgenommen wird und welche Ziele sie künftig erreichen soll. Danach entwickeln Design und Marketing ein neues visuelles Konzept, zum Beispiel Logo, Farbwelt, Typografie, Illustrationsstil und Videoformat. Anschließend werden alle Kommunikationsmittel angepasst, etwa Website, Social Media, Präsentationen, Erklärvideos und Werbemittel, und die neue Marke wird Schritt für Schritt eingeführt.

Mehr als Theorie: Wir produzieren Ihr Erklärvideo

Seit über 25 Jahren produziert mattostudios Erklärvideos, Animationen und Illustrationen für Wirtschaft und Politik – aus Stuttgart, München und Villingen-Schwenningen.

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