Illustration & Design · Ein Begriff aus dem MediaPedia-Lexikon von mattostudios
Styleguide einfach erklärt
Ein Styleguide legt fest, wie Ihr Unternehmen in Erklärvideos, Animationen und Illustrationen einheitlich und wiedererkennbar auftritt.
Inhalt
- Grundidee und Zweck eines Styleguide
- Typische Inhalte eines Styleguide
- Styleguide in der Praxis der Videoproduktion
- Nutzen eines Styleguide für Marketing Verantwortliche
- Aufbau und Form eines Styleguide
- Beispiele aus dem Marketing Alltag
- Weiterentwicklung und Pflege des Styleguide
- Abgrenzung zu Corporate Design und Brand Book
Ein Styleguide ist ein zentrales Dokument, das festlegt, wie eine Marke visuell und sprachlich auftreten soll. Im Umfeld von Illustration, Design, Erklärvideos und Videoproduktion dient ein Styleguide als verbindliche Grundlage für alle, die Inhalte für eine Marke erstellen. Ziel ist es, ein einheitliches Erscheinungsbild zu sichern und Missverständnisse zu vermeiden. Für Marketing Verantwortliche ist ein Styleguide ein praktisches Werkzeug, um interne Teams und externe Dienstleister effizient zu steuern und dabei die Wiedererkennbarkeit der Marke zu stärken.
Grundidee und Zweck eines Styleguide
Ein Styleguide beschreibt die wichtigsten Regeln für das Aussehen und die Wirkung einer Marke. Dazu gehören Farben, Schriften, Bildstil, Illustrationsstil, Animationstechniken und der Umgang mit Logos. Im weiteren Sinn enthält ein Styleguide oft auch Vorgaben zur Tonalität von Texten sowie zur Verwendung von Claims, Slogans oder typischen Formulierungen. Entscheidend ist, dass alle Beteiligten wissen, wie Inhalte gestaltet werden sollen, ohne jedes Mal bei Null zu beginnen.
Im Marketing Alltag taucht der Styleguide überall dort auf, wo Inhalte produziert werden. Beispielsweise bei der Planung einer Social Media Kampagne, bei der Erstellung eines Erklärvideos oder beim Design eines Messestands. Der Styleguide ist dabei so etwas wie ein Bauplan für die visuelle Kommunikation. Er beantwortet Fragen wie: Welche Farben dürfen verwendet werden. Wie sieht die richtige Schrift aus. Welche Illustrationsstile passen zur Marke und welche nicht. Wie werden Figuren in Animationsvideos dargestellt. Wie bewegt sich das Logo in einer Videosequenz. Durch klare Antworten auf diese Fragen spart ein Styleguide Zeit, reduziert Korrekturschleifen und sorgt dafür, dass die Marke konsistent wahrgenommen wird.
Typische Inhalte eines Styleguide
Logo und Markenzeichen
Ein zentraler Teil jedes Styleguide sind Vorgaben zum Logo und zu anderen Markenzeichen. Gerade in der Videoproduktion und Animation ist wichtig, dass das Logo korrekt und gut lesbar eingesetzt wird.
- Logo Varianten: Vorgaben zu Hauptlogo, Alternativlogo, einfarbigen Versionen und Varianten für kleine Formate.
- Schutzraum: Beschreibung, wie viel Abstand um das Logo freigehalten werden muss, damit es nicht eingeengt wirkt.
- Hintergründe: Hinweise, auf welchen Hintergründen das Logo stehen darf, etwa helle Flächen, dunkle Flächen oder Bildhintergründe.
- Verbotene Anwendungen: Beispiele, wie das Logo nicht verwendet werden darf, zum Beispiel verzerrt, mit Schatten versehen oder in falschen Farben.
In einem Erklärvideo kann der Styleguide zum Beispiel vorgeben, dass das Logo immer am Ende des Videos eingeblendet wird, vor einem ruhigen Hintergrund, für mindestens zwei Sekunden gut lesbar bleibt und nicht mit Effekten überlagert wird, die die Wiedererkennbarkeit beeinträchtigen.
Farben und Farbwelten
Der Styleguide definiert die Markenfarben präzise, damit sie in allen Medien gleich wirken. Dazu gehören in der Regel die Hauptfarben und ergänzende Akzentfarben.
- Farbcodes: Angabe von Werten für digitale und analoge Medien, zum Beispiel RGB, HEX und CMYK.
- Primärfarben: Die wichtigsten Markenfarben, die im Fokus stehen und die Marke prägen.
- Sekundärfarben: Ergänzende Farben für Hintergründe, Infografiken oder Illustrationen.
- Anwendungsbeispiele: Beispiele, wie Farben in Präsentationen, Social Media Grafiken oder Video Thumbnails verwendet werden können.
In der Animation und Illustration legt ein Styleguide oft fest, wie stark Kontraste sein dürfen, ob eher kräftige oder pastellige Töne verwendet werden und welche Farbkombinationen zu vermeiden sind. So kann etwa definiert werden, dass Erklärfiguren in warmen Tönen gehalten werden, während Hintergrundgrafiken in kühleren Farben gestaltet sind, um eine klare visuelle Hierarchie zu schaffen.
Typografie und Schriftbild
Schrift spielt im Marketing und in Erklärvideos eine zentrale Rolle, insbesondere bei Texttafeln, Untertiteln und Call to Action Elementen. Ein Styleguide enthält klare Vorgaben zur Typografie.
- Hauptschrift: Die primäre Schriftart für Überschriften, Claims und wichtige Botschaften.
- Fließtextschrift: Eine gut lesbare Schriftart für längere Texte, etwa in Broschüren, Webseiten oder Blogartikeln.
- Schriftgrößen: Empfehlungen für Überschriften, Zwischenüberschriften und Fließtext in verschiedenen Medien.
- Schriftstil: Hinweise, ob Kursivform, Versalien oder besondere Hervorhebungen erlaubt sind.
Für ein Erklärvideo kann der Styleguide beispielsweise festlegen, dass alle Texteinblendungen mit einer serifenlosen Schrift erfolgen, mindestens eine bestimmte Größe haben und vor einem halbtransparenten Hintergrund platziert werden, damit sie auch auf mobilen Geräten gut lesbar sind. So wird vermieden, dass jede Videoproduktion eigene Schriftstile ausprobiert und die Marke dadurch uneinheitlich wirkt.
Illustrationsstil und Bildsprache
Im Themenfeld Illustration und Design ist der Illustrationsstil ein Kernbestandteil des Styleguide. Er bestimmt, wie Figuren, Symbole, Hintergründe und Objekte aussehen sollen.
- Figurenstil: Beschreibung, ob Figuren realistisch, stilisiert, abstrakt oder als einfache Piktogramme dargestellt werden.
- Linienführung: Hinweise, ob mit klaren Linien, Konturen oder flächigen Formen gearbeitet wird.
- Detailgrad: Festlegung, ob Illustrationen eher einfach und reduziert oder detailliert und komplex sein sollen.
- Perspektive: Vorgaben, ob in isometrischer Ansicht, Frontalansicht oder in freier Perspektive illustriert wird.
Ein Styleguide kann zum Beispiel festlegen, dass alle Figuren in Erklärvideos einen einheitlichen Kopf Körper Proportionen folgen, eine bestimmte Augenform haben und in einem klar definierten Farbschema gehalten sind. So erkennt das Publikum sofort, dass verschiedene Videos zur gleichen Marke gehören, auch wenn die Inhalte unterschiedlich sind.
Animationsstil und Bewegungsprinzipien
In der Videoproduktion und Animation erweitert ein Styleguide die klassischen Designvorgaben um Regeln für Bewegung und Timing.
- Bewegungscharakter: Beschreibung, ob Bewegungen eher weich und fließend oder schnell und dynamisch sein sollen.
- Übergänge: Vorgaben, wie Szenenwechsel gestaltet werden, etwa durch Überblendungen, Schiebebewegungen oder Zoom Effekte.
- Timing: Hinweise zur Dauer von Texteinblendungen, Logo Animationen oder Übergängen.
- Effekte: Definition, welche Effekte erlaubt sind, zum Beispiel Schatten, Glows oder Partikeleffekte, und welche vermieden werden sollten.
Ein Styleguide kann etwa festlegen, dass alle Szenenwechsel in Erklärvideos mit einem einfachen Wisch Effekt von links nach rechts erfolgen, um eine ruhige und klare Erzählweise zu unterstützen. Gleichzeitig kann er definieren, dass übertriebene 3D Effekte oder schnelle Zooms nicht eingesetzt werden, weil sie nicht zum Markencharakter passen.
Tonalität und Sprachstil
Viele Styleguides enthalten auch Vorgaben zur Sprache und Tonalität, da das gesprochene Wort in Erklärvideos und Marketingvideos eine zentrale Rolle spielt.
- Ansprache: Festlegung, ob die Zielgruppe mit du oder Sie angesprochen wird.
- Sprachstil: Beschreibung, ob die Sprache eher sachlich, locker, humorvoll oder emotional sein soll.
- Fachbegriffe: Hinweise, welche Begriffe verwendet oder vermieden werden sollten, um die Zielgruppe nicht zu überfordern.
- Claims und Slogans: Vorgaben, wie zentrale Botschaften formuliert und eingesetzt werden.
In einem Styleguide kann beispielsweise stehen, dass Sprechertexte in Erklärvideos immer in einfacher, verständlicher Sprache gehalten werden, Fachbegriffe nur erklärt verwendet werden und Sätze möglichst kurz bleiben. So wird sichergestellt, dass die Marke in allen Videos gleich verständlich und nahbar wirkt.
Styleguide in der Praxis der Videoproduktion
Briefing für Agenturen und Freelancer
Im Alltag von Marketing Verantwortlichen dient ein Styleguide als zentrales Briefing Werkzeug. Wenn eine Agentur ein Erklärvideo produzieren oder ein Freelancer Illustrationen erstellen soll, übermittelt das Unternehmen den Styleguide als verbindliche Grundlage.
In der Praxis kann der Ablauf so aussehen: Das Marketingteam definiert das Ziel des Videos, die Kernbotschaft und die Zielgruppe. Anschließend erhält die Videoproduktion den Styleguide, um Storyboard, Illustrationen, Animationen und Sprechertexte im vorgegebenen Markenrahmen zu entwickeln. Dadurch muss das Marketingteam nicht bei jedem Detail neu entscheiden, ob eine Farbe, eine Schrift oder ein Figurenstil zur Marke passt. Der Styleguide übernimmt diese Rolle und sorgt für klare Leitplanken.
Konsistenz über mehrere Videos hinweg
Viele Unternehmen produzieren nicht nur ein einzelnes Erklärvideo, sondern eine ganze Reihe von Videos, etwa Produktvorstellungen, Onboarding Videos oder Kampagnenfilme. Ohne Styleguide besteht die Gefahr, dass jedes Video anders aussieht und das Publikum keine klare Verbindung zur Marke herstellt.
Ein Styleguide sorgt dafür, dass wiederkehrende Elemente wie Intro, Outro, Farbwelt, Figurenstil und Texteinblendungen über alle Videos hinweg gleich bleiben. So kann zum Beispiel festgelegt werden, dass jedes Video mit einer kurzen animierten Logo Sequenz beginnt, gefolgt von einem einheitlichen Titelbild. Die Illustrationsfiguren treten in ähnlichen Szenarien auf, die Farbwelt bleibt gleich und auch die Sprecherstimme folgt einer definierten Tonalität. Auf diese Weise entsteht eine starke Markenidentität im Bewegtbild.
Zusammenarbeit zwischen Marketing und Kreation
Ein Styleguide erleichtert die Zusammenarbeit zwischen Marketingabteilung und kreativen Teams. Während das Marketing vor allem auf Botschaften, Ziele und Zielgruppen achtet, kümmern sich Designerinnen, Illustratoren und Motion Designer um die visuelle und gestalterische Umsetzung.
Der Styleguide bildet dabei die gemeinsame Sprache. Wenn im Styleguide zum Beispiel definiert ist, dass die Marke für Klarheit, Verlässlichkeit und moderne Einfachheit steht, kann dies in der Gestaltung durch klare Linien, viel Weißraum, reduzierte Farben und ruhige Animationen übersetzt werden. So verstehen alle Beteiligten, wie die Marke visuell und inhaltlich wirken soll, ohne dass bei jedem Projekt lange Grundsatzdiskussionen nötig sind.
Nutzen eines Styleguide für Marketing Verantwortliche
Wiedererkennbarkeit und Markenaufbau
Ein konsistenter Auftritt über alle Kanäle hinweg ist entscheidend für den Markenaufbau. Ein Styleguide stellt sicher, dass Website, Social Media, Printmaterialien, Erklärvideos und Präsentationen wie aus einem Guss wirken. Je öfter Kundinnen und Kunden ähnliche Farben, Schriften, Bildstile und Animationen wahrnehmen, desto stärker prägt sich die Marke ein.
Dies ist besonders wichtig in digitalen Kanälen, in denen Inhalte schnell konsumiert werden. Wenn ein Video im Social Feed automatisch startet, kann ein klarer Styleguide dafür sorgen, dass die Marke schon in den ersten Sekunden visuell erkennbar ist, noch bevor Logo oder Markenname erscheinen. Typische Farbwelten, Illustrationsstile oder Charaktere wirken wie ein visueller Fingerabdruck der Marke.
Effizienz und Zeitersparnis
Ein weiterer Vorteil eines Styleguide ist die Effizienz. Wenn grundlegende Gestaltungsentscheidungen bereits getroffen sind, müssen sie nicht bei jeder neuen Kampagne neu diskutiert werden. Das spart Zeit bei der Abstimmung und reduziert Korrekturschleifen.
In der Praxis bedeutet das: Statt über jede Farbwahl oder jede Schriftgröße zu verhandeln, konzentriert sich das Team auf Inhalte und Botschaften. Designerinnen und Videoproduzenten können schneller Entwürfe erstellen, weil sie sich an klaren Vorgaben orientieren. Marketing Verantwortliche können schneller Feedback geben, da sie wissen, woran sich die Gestaltung messen lässt. Der Styleguide dient damit als objektive Referenz, auf die sich alle berufen können.
Qualitätssicherung und Markenpflege
Ein Styleguide ist auch ein Instrument der Qualitätssicherung. Er hilft, gestalterische Ausreißer zu verhindern, die der Marke schaden könnten. Wenn beispielsweise ein Video mit unpassenden Farben, überladenen Effekten oder einer untypischen Schrift veröffentlicht wird, kann dies die Wahrnehmung der Marke verwässern.
Mit einem klar formulierten Styleguide ist es leichter, solche Fehler zu erkennen und zu vermeiden. Neue Mitarbeitende im Marketing oder externe Partner können sich schnell einarbeiten und verstehen, was erlaubt ist und was nicht. So wird die Marke langfristig konsistent gepflegt, auch wenn Teams wechseln oder neue Dienstleister hinzukommen.
Aufbau und Form eines Styleguide
Format und Zugänglichkeit
Ein Styleguide kann in verschiedenen Formaten vorliegen, etwa als PDF Dokument, als Präsentation oder als Online Guideline auf einer internen Plattform. Wichtig ist, dass der Styleguide leicht zugänglich ist und von allen Beteiligten aktuell genutzt werden kann.
Viele Unternehmen ergänzen den Styleguide um praktische Downloadbereiche, in denen Logos, Farbpaletten, Schriftdateien, Illustrationsbibliotheken oder Vorlagen für Präsentationen und Social Media Posts bereitstehen. So können Designerinnen und Videoproduzenten direkt mit den richtigen Dateien arbeiten, ohne diese mühsam zusammensuchen zu müssen.
Struktur und Lesbarkeit
Ein guter Styleguide ist klar strukturiert und leicht verständlich. Er richtet sich nicht nur an Designprofis, sondern auch an Marketing Verantwortliche und andere Fachbereiche ohne Designhintergrund.
- Übersicht: Eine kurze Einleitung erklärt Zweck und Zielgruppe des Styleguide.
- Grundelemente: Logo, Farben und Schriften werden übersichtlich präsentiert.
- Beispiele: Konkrete Anwendungsbeispiele zeigen, wie die Regeln im Alltag umgesetzt werden.
- Do und Dont: Gegenüberstellungen von richtigen und falschen Anwendungen machen Regeln greifbar.
Gerade im Bereich Erklärvideo und Animation sind visuelle Beispiele hilfreich. Ein Styleguide kann etwa kurze Ausschnitte aus bestehenden Videos enthalten, um den gewünschten Animationsstil zu demonstrieren. So wird schnell klar, wie Übergänge, Bewegungen und Texteinblendungen aussehen sollen.
Beispiele aus dem Marketing Alltag
Einführung eines neuen Erklärvideo Formats
Angenommen, ein Unternehmen plant eine Serie von Erklärvideos zu verschiedenen Produkten. Ohne Styleguide könnte jedes Video anders aussehen, je nachdem, welche Agentur oder welcher Freelancer gerade beauftragt wird. Mit einem klaren Styleguide wird zunächst ein einheitliches Grunddesign entwickelt, das für alle Videos gilt.
Dazu gehören definierte Figuren, ein wiederkehrendes Intro, feste Farbwelten für bestimmte Produktgruppen und klare Vorgaben für Texteinblendungen. Der Styleguide beschreibt dies ausführlich und enthält Beispielbilder und Szenen. Jede neue Videoproduktion orientiert sich an diesen Vorgaben. Das Ergebnis sind Erklärvideos, die trotz unterschiedlicher Inhalte wie aus einer Hand wirken und die Marke langfristig stärken.
Kampagne über mehrere Kanäle
Ein weiteres Beispiel ist eine Marketingkampagne, die gleichzeitig auf der Website, in Social Media, in Newslettern und als Video umgesetzt wird. Der Styleguide hilft hier, alle Bausteine optisch zu verbinden.
Die im Styleguide definierten Farben und Schriften werden in allen Kanälen verwendet. Die Illustrationen im Newsletter greifen Figuren aus dem Erklärvideo auf. Thumbnails für Social Media Videos folgen der gleichen Bildsprache. Call to Action Buttons sehen auf der Website und im Video ähnlich aus. So entsteht ein durchgängiges Erlebnis, das die Kampagnenbotschaft verstärkt und die Marke klar positioniert.
Zusammenarbeit mit internationalen Teams
In größeren oder international tätigen Unternehmen arbeiten oft verteilte Teams mit unterschiedlichen Agenturen. Ein zentraler Styleguide bildet dann die verbindliche Grundlage für alle Standorte. Auch wenn Inhalte lokal angepasst werden, bleiben Kernmerkmale der Marke gleich.
So kann zum Beispiel vorgegeben sein, dass das Logo, die Grundfarben und der Illustrationsstil weltweit einheitlich sind, während Texte und Beispiele lokalisiert werden. In der Videoproduktion bedeutet dies, dass die visuelle Gestaltung gleich bleibt, während Sprecherstimme und Sprache an den jeweiligen Markt angepasst werden. Der Styleguide schafft hier Orientierung und bewahrt die globale Markenkonsistenz.
Weiterentwicklung und Pflege des Styleguide
Lebendes Dokument statt starres Regelwerk
Ein Styleguide ist kein einmal erstelltes Dokument, das unverändert bleibt. Marken entwickeln sich weiter, neue Kanäle entstehen und gestalterische Trends verändern sich. Deshalb verstehen viele Unternehmen ihren Styleguide als lebendes Dokument.
In regelmäßigen Abständen wird geprüft, ob die Vorgaben noch zur Marke und zu den aktuellen Anforderungen passen. Neue Beispiele aus erfolgreichen Kampagnen können aufgenommen, veraltete Elemente überarbeitet werden. So bleibt der Styleguide aktuell und praktikabel, ohne die Marke ständig neu zu erfinden.
Einbindung von Feedback aus der Praxis
Für Marketing Verantwortliche ist es sinnvoll, Rückmeldungen aus der täglichen Arbeit in die Weiterentwicklung des Styleguide einfließen zu lassen. Designerinnen, Videoproduzenten und Agenturen können wertvolle Hinweise geben, welche Regeln gut funktionieren und wo Anpassungen nötig sind.
Wenn sich etwa herausstellt, dass bestimmte Farbkombinationen in Videos auf mobilen Geräten schlecht lesbar sind, kann der Styleguide entsprechend angepasst werden. Oder wenn ein definierter Illustrationsstil in der Praxis zu aufwendig ist und die Produktionszeiten stark verlängert, kann eine vereinfachte Variante eingeführt werden. Auf diese Weise bleibt der Styleguide nicht nur theoretisch korrekt, sondern auch praktisch gut anwendbar.
Abgrenzung zu Corporate Design und Brand Book
In vielen Unternehmen gibt es verschiedene Dokumente, die sich mit der Marke beschäftigen. Ein Styleguide steht dabei oft in engem Zusammenhang mit dem Corporate Design Manual oder einem umfassenden Brand Book.
Während ein Brand Book häufig die Markenidentität im umfassenden Sinn beschreibt, inklusive Markenwerten, Positionierung und Zielgruppen, konzentriert sich ein Styleguide stärker auf die konkrete visuelle und sprachliche Umsetzung. Das Corporate Design Manual legt in der Regel die grundlegenden Gestaltungselemente fest, etwa Logo, Farben und Typografie. Der Styleguide baut darauf auf und übersetzt diese Vorgaben in praktische Regeln für spezifische Anwendungen, etwa Erklärvideos, Social Media Kampagnen oder Präsentationen.
Für Marketing Verantwortliche ist es hilfreich zu wissen, welches Dokument welchen Zweck erfüllt. Das Brand Book liefert den inhaltlichen Rahmen, das Corporate Design definiert die Basisgestaltung und der Styleguide zeigt, wie all dies im Alltag konkret angewendet wird. Zusammen bilden diese Elemente das Fundament einer starken und konsistenten Markenkommunikation.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ein Styleguide im Umfeld von Illustration, Design, Erklärvideos und Videoproduktion ein unverzichtbares Werkzeug für eine professionelle Markenführung ist. Er bündelt alle wichtigen Gestaltungsregeln, sorgt für eine einheitliche Bild und Sprachwelt und erleichtert die Zusammenarbeit zwischen Marketing, Design und externen Partnern. Durch klare Vorgaben zu Logo, Farben, Schriften, Illustrationsstil, Animation und Tonalität schafft ein Styleguide Orientierung und Struktur. So können Marketing Verantwortliche sicherstellen, dass jede neue Kampagne, jedes Video und jede Illustration die Marke erkennbar, verständlich und wiedererkennbar präsentiert, unabhängig davon, wer die Inhalte produziert oder auf welchem Kanal sie ausgespielt werden.
Häufige Fragen zu „Styleguide"
Ein Styleguide ist ein Dokument, das das Aussehen und den Stil Ihrer visuellen Kommunikation festlegt. Dazu gehören Farben, Schriften, Figurenstil, Icons, Bildsprache und Tonalität. Für Erklärvideos und Animationen beschreibt er zum Beispiel, wie Charaktere aussehen, wie Hintergründe gestaltet sind und welche Effekte genutzt werden. So entsteht ein klarer Rahmen für alle zukünftigen Inhalte.
Ein Styleguide sorgt dafür, dass alle Videos, Illustrationen und Marketingmaterialien gleich aussehen und wiedererkennbar sind. Das stärkt Ihre Marke und macht sie professioneller. Gleichzeitig spart er Zeit, weil Agenturen und Designer direkt wissen, wie etwas gestaltet werden soll. Dadurch sinkt auch das Risiko von Missverständnissen und teuren Korrekturschleifen.
In einem Styleguide für Erklärvideos finden sich meist Vorgaben zu Farben, Schriften, Logo-Verwendung und Bildformaten. Zusätzlich werden Figurendesign, Illustrationsstil, Icon-Set, Übergänge und Animationsstil beschrieben. Häufig gibt es Beispielbilder und Screenshots, damit der Look leicht nachvollziehbar ist. Manchmal werden auch Ton, Musikstil und Sprecherstimme grob definiert.
Ein Styleguide wird in der Regel von einer Design- oder Videoproduktionsagentur gemeinsam mit Ihrem Marketing entwickelt. Zuerst werden Marke, Zielgruppe und gewünschter Look analysiert. Danach entstehen erste Entwürfe für Farben, Figuren und Illustrationsstil, die mit Ihnen abgestimmt werden. Aus den finalen Entwürfen wird dann ein übersichtliches Dokument erstellt, das alle Vorgaben bündelt.
Mehr als Theorie: Wir produzieren Ihr Erklärvideo
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