Von Serhan Sidan, Geschäftsführer mattostudios · Aktualisiert am 09.09.2026
Skript und Storyboard: So entsteht ein Erklärvideo, das wirkt
Kein Element entscheidet so sehr über Erfolg oder Mittelmaß eines Erklärvideos wie das Skript – und keines wird von Auftraggebern so unterschätzt. Ein Blick in die Werkstatt: So entwickeln wir aus einem Briefing die Geschichte, die Ihr Thema trägt.
Vor dem Schreiben: die drei Fragen
Jedes Skript beginnt mit denselben Fragen: Wer schaut das Video – und was weiß diese Person schon? Was soll sie nach dem Video tun? Und was ist die eine Botschaft, die hängen bleiben muss? Erst wenn diese Antworten stehen, lohnt sich der erste Satz. Das klingt banal – ist aber der Schritt, der bei gescheiterten Videoprojekten fast immer fehlt.
Die Dramaturgie: Problem, Lösung, Beweis, Handlung
Das klassische Erklärvideo-Skript folgt einem erprobten Bogen: Es beginnt beim Problem der Zuschauer (nicht bei Ihrem Unternehmen!), zeigt die Lösung anschaulich, liefert einen Beweis – Zahlen, Referenzen, Demonstration – und endet mit einer klaren Handlungsaufforderung. 130 bis 150 gesprochene Wörter pro Minute: Mehr passt nicht, und diese Verknappung ist eine Stärke, keine Einschränkung.
Vom Text zum Storyboard
Das Storyboard übersetzt jeden Skriptabsatz in Bilder: gezeichnete Szenen mit Regieanweisungen für Animation, Kamera und Ton. Hier sehen Sie zum ersten Mal Ihr Video – und hier sind Änderungen noch günstig. Deshalb ist die Storyboard-Freigabe der wichtigste Meilenstein der gesamten Produktion: Was hier stimmt, stimmt am Ende auch im Film.
Warum Freigabeschritte bares Geld sparen
Eine Textänderung im Skript kostet Minuten. Dieselbe Änderung in der fertigen Animation kostet Tage – neue Szenen, neue Vertonung, neuer Schnitt. Seriöse Anbieter bauen deshalb Freigaben nach Skript und Storyboard ein und animieren erst, wenn beides steht. Fehlt dieser Prozess, zahlen Sie die Korrekturen später doppelt. Mehr Warnsignale nennt unser Leitfaden Erklärvideo erstellen lassen.
Was ein gutes Skript auszeichnet – Checkliste
- Es beginnt beim Problem der Zuschauer, nicht bei der Firmengeschichte
- Ein Gedanke pro Satz, Alltagssprache statt Fachjargon
- Die Kernbotschaft fällt in den ersten 10 Sekunden
- Text und Bild ergänzen sich – das Bild zeigt, der Text deutet
- Es endet mit genau einer Handlungsaufforderung
- Vorgelesen dauert es maximal so lang wie geplant – mit Pausen
Die passende Stimme zum fertigen Skript ist das nächste Kapitel – lesen Sie dazu Warum Sprecher nicht gleich Sprecher ist. Oder starten Sie direkt: Erzählen Sie uns, was Sie erklären möchten.
Nein – das Skript zu entwickeln ist Kernleistung der Agentur. Sie liefern Wissen und Ziel, wir die Dramaturgie. Ihr Fachwissen fließt über Briefing und Freigaben ein.
Üblich sind zwei Korrekturschleifen pro Phase (Skript, Storyboard, Animation) – bei uns im Fixpreis enthalten. Wichtiger als die Anzahl: Korrekturen früh einsammeln, wo sie günstig sind.
Das Skript ist der Text: Sprechertext plus grobe Bildidee. Das Storyboard übersetzt ihn in gezeichnete Szenen mit Regieanweisungen – die visuelle Blaupause, nach der animiert wird.
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Teamleiterin Videoproduktion