Worauf Sie bei Erklärvideos achten sollten
Erklärvideos gibt es in allen Preisklassen und Qualitätsstufen – vom Baukasten-Clip für wenige hundert Euro bis zur individuellen Produktion. Doch woran erkennen Sie, ob ein Video sein Geld wert ist? Die wichtigsten Kriterien aus über 25 Jahren Produktionserfahrung.
1. Erst das Ziel, dann das Video
Die häufigste Ursache für enttäuschende Erklärvideos ist kein handwerklicher Fehler – es ist ein fehlendes Ziel. Soll das Video verkaufen, erklären, Bewerbungen bringen oder Support-Anfragen reduzieren? Jedes Ziel führt zu einem anderen Video: anderer Aufbau, andere Länge, anderer Schluss.
Achten Sie darauf, dass Ihre Agentur nach Ziel und Zielgruppe fragt, bevor über Stile und Preise gesprochen wird. Wer sofort mit Beispielvideos einsteigt, verkauft Ihnen ein Produkt – nicht eine Lösung.
2. Die richtige Länge: kürzer als Sie denken
Für den Einsatz im Vertrieb und auf Websites haben sich 2 bis 3 Minuten bewährt, How-to-Videos dürfen bis zu 5 Minuten dauern. Alles darüber braucht einen sehr guten Grund – die Aufmerksamkeitsspanne im Netz ist gnadenlos.
Faustregel: Wenn sich ein Inhalt nicht in 3 Minuten erklären lässt, ist meist nicht das Video zu kurz, sondern die Botschaft noch nicht klar genug. Ein gutes Skript verdichtet – es kürzt nicht einfach.
3. Das Skript entscheidet, nicht die Animation
Die schönste Animation rettet keine schwache Geschichte. Ein professionelles Erklärvideo beginnt immer mit Briefing, Skript und Storyboard – und Sie sollten jeden dieser Schritte zur Freigabe sehen, bevor animiert wird. So bleiben Änderungen günstig und das Ergebnis planbar.
Vorsicht bei Anbietern, die ohne Skriptphase direkt „ins Video" springen: Korrekturen in der fertigen Animation sind um ein Vielfaches teurer als im Text.
4. Individuell statt Baukasten
Baukasten-Videos aus Standard-Figuren und Stock-Szenen sind verlockend günstig – aber man sieht es ihnen an. Schlimmer noch: Dieselben Figuren tauchen in den Videos Ihrer Wettbewerber auf. Ein individuell gestaltetes Video transportiert dagegen Ihre Marke: eigene Charaktere, Ihre Farben, Ihre Bildsprache.
Fragen Sie konkret nach: Werden Illustrationen und Charaktere eigens für Sie entwickelt? Passt sich der Stil Ihrem Corporate Design an – oder Ihr Video dem Baukasten?
5. Sprecher und Vertonung nicht unterschätzen
Untersuchungen zeigen: Tonlage und Stimme beeinflussen uns stärker als der reine Informationsgehalt. Eine unpassende oder lieblos produzierte Vertonung entwertet das beste Bildmaterial. Achten Sie auf professionelle Sprecher (mit Hörproben zur Auswahl), sauberes Sounddesign und – falls international relevant – auf Mehrsprachigkeit.
6. Nutzungsrechte: das Kleingedruckte, das teuer werden kann
Ein oft übersehener Punkt: Manche Anbieter lizenzieren Videos nur zeitlich befristet oder für bestimmte Kanäle – wer später eine Werbekampagne schalten will, zahlt nach. Bestehen Sie auf den vollen Nutzungsrechten ohne Einschränkung in Umfang und Dauer, inklusive Musik und Sprachaufnahmen.
7. Transparente Preise statt Überraschungen
Seriöse Anbieter können Ihnen vor Projektbeginn sagen, was Ihr Video kostet – und was im Preis enthalten ist: Briefing, Skript, Storyboard, Sprecher, Vertonung, Korrekturschleifen. Zur Orientierung: Ein individuell produziertes Erklärvideo von 2 Minuten Länge liegt in der Regel zwischen 3.700 und 5.000 Euro. Unsere konkreten Preise finden Sie transparent auf unserer Preisübersicht.
Die Checkliste für Ihr Erklärvideo
- Ziel und Zielgruppe sind klar definiert
- Länge: 2–3 Minuten (How-to bis 5 Minuten)
- Skript und Storyboard werden vor der Animation freigegeben
- Illustrationen und Charaktere entstehen individuell für Ihre Marke
- Professionelle Sprecher mit Auswahlmöglichkeit
- Volle Nutzungsrechte ohne zeitliche oder räumliche Einschränkung
- Fixpreis mit klar definiertem Leistungsumfang
- Referenzen, die zum eigenen Anspruch passen
Sie möchten die Referenzen gleich prüfen? Hier finden Sie unsere Arbeiten – und wenn Sie Fragen haben, sprechen Sie uns einfach an. Weitere Antworten liefert auch unser FAQ-Bereich.
Ein individuell produziertes Erklärvideo mit 2 Minuten Länge kostet in der Regel zwischen 3.700 und 5.000 Euro – inklusive Briefing, Skript, Storyboard, Sprecher und Vertonung. Baukasten-Videos sind günstiger, wirken aber austauschbar.
An transparenten Fixpreisen, einer echten Skript- und Storyboard-Phase mit Freigaben, individuellen Illustrationen, vollen Nutzungsrechten und Referenzen, die zum eigenen Anspruch passen.
Ein fehlendes Ziel. Wer nicht definiert, was das Video erreichen soll – verkaufen, erklären, Bewerber gewinnen –, bekommt ein hübsches Video ohne Wirkung. Ziel und Zielgruppe kommen immer vor Stil und Preis.
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Teamleiterin Videoproduktion