Erklärvideo & Videoproduktion · Ein Begriff aus dem MediaPedia-Lexikon von mattostudios

Die Bildrate eines Videos entscheidet darüber, wie flüssig Bewegungen wahrgenommen werden und welchen Charakter ein Film oder Erklärvideo bekommt. Eine der wichtigsten und traditionsreichsten Bildraten ist 24 fps. Sie spielt eine zentrale Rolle in der Filmwelt, aber auch in der modernen Videoproduktion für Marketing, Social Media und Erklärvideos. Um die Wirkung von Videos gezielt zu steuern, ist es hilfreich, den Begriff 24 fps zu verstehen und zu wissen, wann diese Bildrate sinnvoll eingesetzt werden kann.

Grundlagen: Was bedeutet 24 fps?

Die Abkürzung fps steht für frames per second, auf Deutsch Bilder pro Sekunde. Ein Video besteht nicht aus einer durchgehenden Bewegung, sondern aus vielen einzelnen Einzelbildern, die schnell hintereinander abgespielt werden. Bei 24 fps werden also 24 Bilder pro Sekunde gezeigt. Das menschliche Auge nimmt diese schnelle Abfolge als flüssige Bewegung wahr.

Je höher die Bildrate, desto mehr Einzelbilder werden pro Sekunde angezeigt. Eine höhere Bildrate wie 50 oder 60 fps wirkt oft besonders flüssig und direkt, während 24 fps eher einen filmischen, leicht weichen Eindruck vermittelt. Aus diesem Grund wird 24 fps häufig als cinematisch oder filmisch beschrieben.

Historischer Hintergrund und Bedeutung in der Filmwelt

Die Bildrate 24 fps hat ihren Ursprung im klassischen Kinofilm. Als Tonfilm eingeführt wurde, suchte die Filmindustrie nach einer einheitlichen Geschwindigkeit, die zwei Anforderungen erfüllt. Erstens sollten Bewegungen ausreichend flüssig erscheinen, zweitens musste die Bildrate technisch gut mit der Tonspur kombiniert werden können. Die Lösung war 24 fps, eine Art Kompromiss zwischen Bildqualität und den Kosten für Filmmaterial.

Diese Entscheidung prägte das Kino nachhaltig. Bis heute werden die meisten Spielfilme in 24 fps produziert oder zumindest so ausgegeben, selbst wenn moderne Kameras intern mit höheren Bildraten aufzeichnen. Der typische Kinolook, den viele Zuschauer mit hochwertigen Produktionen verbinden, ist eng mit 24 fps verknüpft.

Warum 24 fps im Marketing relevant ist

Für Marketing Verantwortliche ist 24 fps deshalb wichtig, weil diese Bildrate eine bestimmte emotionale Wirkung erzeugt. Ein Video in 24 fps wird von vielen Zuschauern unbewusst als hochwertig, filmisch und erzählerisch wahrgenommen. Das kann besonders dann sinnvoll sein, wenn Marken mit Storytelling arbeiten, etwa in Imagefilmen, Recruiting Videos oder emotionalen Kampagnen.

Wer im Marketing Erklärvideos, Produktfilme oder Social Media Clips plant, sollte sich daher bewusst fragen, ob der gewünschte Look eher filmisch oder eher sachlich direkt wirken soll. 24 fps unterstützt einen erzählerischen, leicht träumerischen Eindruck, während höhere Bildraten wie 50 oder 60 fps eher an Live Video, Sportübertragungen oder Gaming erinnern.

Technische Einordnung von 24 fps

Wie 24 fps die Bewegungswahrnehmung beeinflusst

Bei 24 fps entsteht ein charakteristischer Bewegungsfluss. Bewegungen wirken nicht so extrem glatt wie bei 60 fps, sondern haben eine leichte Unschärfe und einen weichen Übergang zwischen den Einzelbildern. Diese Bewegungsunschärfe wird durch die Belichtungszeit der Kamera erzeugt und trägt maßgeblich zum Filmlook bei.

Wenn eine Hand durchs Bild schwenkt oder eine Figur durch eine animierte Szene läuft, werden bei 24 fps die Zwischenpositionen weniger eng abgebildet als bei höheren Bildraten. Das Auge füllt diese Zwischenräume gewissermaßen selbst auf. Dieser Effekt wirkt gewohnt, da Zuschauer ihn aus dem Kino kennen.

Vergleich zu anderen typischen Bildraten

  • 25 fps: Häufig in Europa für Fernsehen und Online Video. Sehr ähnlich zu 24 fps, minimal glatter. Für viele Einsatzzwecke im Marketing Standard.
  • 30 fps: Verbreitet im amerikanischen TV Umfeld und bei vielen Online Plattformen. Wirkt etwas direkter und technischer als 24 fps.
  • 50 oder 60 fps: Sehr flüssige Darstellung, oft für Sport, Gaming, Tutorials mit schnellen Bewegungen oder Screenrecordings. Weniger klassischer Filmlook, eher Live Charakter.

Die Wahl zwischen 24 fps und anderen Bildraten ist also keine rein technische, sondern vor allem eine gestalterische Entscheidung. Sie beeinflusst, wie ein Video emotional wahrgenommen wird.

24 fps in Erklärvideos

Animierte Erklärvideos

Im Bereich animierter Erklärvideos wird 24 fps häufig als Basis Bildrate verwendet, weil sie einen guten Kompromiss zwischen Qualität und Aufwand darstellt. Bei aufwendig gestalteten Illustrationen und Animationen kann jede zusätzliche Bildinformation mehr Zeit in der Produktion bedeuten. 24 fps bietet ausreichend flüssige Bewegung, ohne dass die Animationsarbeit unnötig vervielfacht wird.

In der Praxis arbeiten viele Motion Designer mit sogenannten animierten auf zwei. Das bedeutet, dass eine Animation mit 24 fps zwar ausgegeben wird, aber einzelne Zeichnungen oder Posen jeweils über zwei Frames gehalten werden. So entsteht ein leicht stilisierter, illustrativer Look, der zu erklärenden Inhalten gut passt und gleichzeitig Produktionszeit spart.

Whiteboard und Screencast Erklärvideos

Bei Whiteboard Videos, bei denen eine Hand etwas aufzeichnet, oder bei Screencast Videos, die Software Abläufe erklären, kann 24 fps einen ruhigen, konzentrierten Eindruck unterstützen. Bewegungen wirken nicht übertrieben glatt, sondern natürlich und nachvollziehbar. Das kann helfen, den Fokus auf den Inhalt zu lenken, statt auf die technische Perfektion der Bewegung.

Charakter von 24 fps in didaktischen Formaten

Erklärvideos sollen Informationen vermitteln und gleichzeitig sympathisch wirken. 24 fps unterstützt diesen Ansatz, indem es einen vertrauten Filmcharakter mit einer gewissen Ruhe verbindet. Zuschauer kennen diesen Stil aus Dokumentationen, Kinofilmen und hochwertigen Online Produktionen. Dadurch kann die Glaubwürdigkeit und Wertigkeit eines Erklärvideos gestärkt werden.

24 fps in der Videoproduktion für Unternehmen

Imagefilme und Markenstories

Wenn eine Marke im Rahmen eines Imagefilms ihre Geschichte erzählt, eignet sich 24 fps besonders gut. Szenen aus dem Unternehmensalltag, Einblicke in Produktionsprozesse oder Interviews mit Mitarbeitenden erhalten durch diese Bildrate eine filmische Anmutung. Die Inhalte wirken weniger wie Nachrichten oder reine Informationssendung, sondern eher wie ein erzählter Film über das Unternehmen.

Ein Beispiel aus dem Alltag. Ein Unternehmen möchte seine Werte in einem emotionalen Video vermitteln. Es zeigt Menschen in Alltagssituationen, Nahaufnahmen von Gesichtern und langsame Kamerafahrten durch Büros oder Werkhallen. Mit 24 fps bekommt dieses Video einen visuellen Stil, der an Kino und hochwertige Werbung erinnert. Das kann die emotionale Bindung zur Marke stärken.

Produktvideos und Demonstrationen

Für Produktvideos hängt die Wahl von 24 fps stark vom Ziel ab. Sollen Produkte emotional inszeniert werden, etwa in einem Lifestyle Kontext, kann 24 fps sehr passend sein. Die Darstellung wirkt filmisch und hochwertig, besonders in Kombination mit gezielter Beleuchtung und ruhigen Kamerabewegungen.

Wenn dagegen technische Details im Vordergrund stehen, etwa bei Maschinen, Software oder komplexen Abläufen, greifen viele Produktionen eher zu 25, 30 oder 50 fps. Diese Bildraten können Bewegungen etwas klarer und sachlicher darstellen. Es ist daher sinnvoll, im Briefing zu klären, ob ein Produkt eher emotional inszeniert oder nüchtern demonstriert werden soll.

Recruiting Videos und Employer Branding

Recruiting Videos, die Einblicke in den Arbeitsalltag geben, profitieren häufig von 24 fps. Mitarbeitende in Gesprächen, Szenen aus Meetings oder Auszubildende in der Werkstatt wirken mit dieser Bildrate wie Teil einer erzählten Geschichte. Das Unternehmen erscheint nicht nur als Arbeitsplatz, sondern als Umfeld, in dem sich Geschichten entwickeln.

So lässt sich mit 24 fps ein Gefühl von Nähe und Authentizität erzeugen, das besonders für Employer Branding Kampagnen wertvoll ist. Gleichzeitig wirkt das Video professionell und hochwertig, was den Eindruck einer attraktiven Arbeitgebermarke verstärkt.

24 fps in Social Media und Online Marketing

Plattformen und Kompatibilität

Moderne Plattformen wie YouTube, Vimeo, LinkedIn, Instagram oder TikTok unterstützen unterschiedliche Bildraten, darunter auch 24 fps. Die technische Kompatibilität ist daher in der Regel kein Problem. Wichtiger ist die Frage, wie ein Video im Feed wahrgenommen wird und ob der Bildstil zur Plattform und Zielgruppe passt.

Auf Plattformen mit starkem Entertainment Fokus wie TikTok oder Reels werden häufig sehr flüssige, schnelle Clips genutzt, oft mit 30 oder 60 fps. Dennoch kann ein Video in 24 fps positiv auffallen, weil es sich optisch abhebt und eher wie ein kleiner Film wirkt. Auf Plattformen mit stärkerem Fokus auf B2B Inhalte, etwa LinkedIn, kann 24 fps besonders gut zu Storytelling Formaten und Erklärvideos passen.

Konsistenz im Markenauftritt

Für Marken, die regelmäßig Video Content veröffentlichen, lohnt es sich, eine einheitliche Bildsprache zu definieren. Dazu gehört auch die Entscheidung, ob 24 fps Teil des Standard Setups sein soll. Wenn Imagefilme, Erklärvideos und Social Media Clips denselben filmischen Grundcharakter haben, wirkt der gesamte Auftritt konsistent.

Eine klare Linie hilft auch bei der Zusammenarbeit mit Agenturen und Produktionspartnern. Wenn im Styleguide oder Briefing festgehalten ist, dass bestimmte Formate in 24 fps umgesetzt werden sollen, lässt sich die gewünschte Wirkung zuverlässiger erreichen.

24 fps in der Animation und Illustration

Stilfragen in animierten Markenwelten

Viele Unternehmen setzen auf illustrierte Markenwelten, etwa mit wiederkehrenden Figuren, Piktogrammen und animierten Elementen. Bei solchen Projekten wird die Bildrate bewusst als Stilmittel eingesetzt. 24 fps ist hier oft die Basis, weil sie ausreichend flüssig ist und gleichzeitig den Charakter einer gestalteten, leicht abstrahierten Welt unterstützt.

Wenn Illustrationen bewusst reduziert und stilisiert gehalten sind, wirkt eine zu hohe Bildrate manchmal unpassend, weil sie die Bewegungen zu technisch erscheinen lässt. 24 fps erzeugt dagegen eine angenehme Balance aus Klarheit und künstlerischer Anmutung.

Motion Design und Typografie Animationen

In animierten Intros, Bauchbinden, Logo Animationen oder Typografie Effekten ist 24 fps ein verbreiteter Standard. Texte, Icons und Formen bewegen sich flüssig genug, um professionell zu wirken, ohne den Betrachter mit übertriebener Glätte abzulenken. Besonders in Kombination mit Musik und Sounddesign entsteht so ein stimmiger Gesamteindruck.

Merksatz: 24 fps ist die klassische Film Bildrate, die bewegte Inhalte sofort hochwertig und erzählerisch wirken lässt. Wer diesen Look gezielt einsetzt, kann Erklärvideos und Marketingfilme deutlich aufwerten.

Praktische Tipps für Marketing Verantwortliche

Fragen für das Briefing

Um zu entscheiden, ob 24 fps für ein Projekt sinnvoll ist, helfen folgende Leitfragen im Briefing mit Agenturen oder Videoproduzenten.

  • Soll das Video eher filmisch emotional oder eher sachlich direkt wirken
  • Steht Storytelling im Vordergrund oder die möglichst klare Darstellung von Details
  • Wird das Video primär auf Social Media, im Kino, auf Messen oder auf der Website eingesetzt
  • Sollen mehrere Videos einer Kampagne denselben filmischen Stil haben
  • Gibt es bereits bestehende Videos der Marke, an deren Look angeknüpft werden soll

Wenn die Antworten in Richtung Storytelling, Emotion und Filmlook gehen, ist 24 fps meist eine sehr gute Wahl.

Typische Einsatzszenarien von 24 fps im Marketing

  • Imagefilme mit Fokus auf Marke, Werte und Emotionen
  • Erklärvideos mit erzählerischem Aufbau, zum Beispiel animierte Geschichten
  • Recruiting Videos, die Menschen und Unternehmenskultur zeigen
  • Testimonial Videos, in denen Kundinnen und Kunden zu Wort kommen
  • Brand Story Clips für Website, Messen oder Präsentationen

In all diesen Fällen unterstützt 24 fps einen hochwertigen, erzählerischen Gesamteindruck und hilft, die Marke als professionell und zugleich nahbar zu positionieren.

Herausforderungen und Missverständnisse

24 fps ist nicht automatisch besser

Auch wenn 24 fps oft mit Kino und hoher Qualität verbunden wird, ist diese Bildrate nicht in jedem Fall die beste Wahl. Für Sportaufnahmen, schnelle Action, Screenrecordings oder sehr technische Produktvorstellungen kann eine höhere Bildrate sinnvoller sein. Dort zählt die möglichst klare Darstellung schneller Bewegungen mehr als der Filmlook.

Entscheidend ist immer die Frage, welche Wirkung ein Video haben soll. Eine einheitliche Bildrate für alle Formate einer Marke ist nicht zwingend notwendig. Stattdessen kann es sinnvoll sein, je nach Einsatzzweck flexibel zwischen 24 fps und anderen Bildraten zu wählen.

Unterschiede sind subtil, aber wirksam

Für ungeübte Augen wirken die Unterschiede zwischen 24, 25 und 30 fps auf den ersten Blick gering. Dennoch beeinflussen sie die Wahrnehmung. Besonders im direkten Vergleich fällt auf, dass 24 fps weicher und filmischer erscheint, während 30 fps etwas nüchterner und direkter wirkt. Diese Nuancen können in der Markenkommunikation entscheidend sein, vor allem wenn es um Emotionalität und Wiedererkennbarkeit geht.

Zusammenfassung und Einordnung

24 fps ist mehr als nur eine technische Angabe zur Bildrate. Der Begriff beschreibt eine Bildgeschwindigkeit, die tief im kollektiven Filmgedächtnis verankert ist. Aus der Kinotradition stammend, steht 24 fps heute für einen filmischen, erzählerischen Look, der besonders in Imagefilmen, Erklärvideos und emotionalen Markenstories geschätzt wird. Für Marketing Verantwortliche bietet das Verständnis von 24 fps die Möglichkeit, die Bildsprache von Videos gezielt zu steuern. Wer weiß, dass 24 fps einen vertrauten, hochwertigen und leicht weichen Bewegungsfluss erzeugt, kann diese Bildrate bewusst einsetzen, um Markenbotschaften eindrucksvoll zu inszenieren. Ob animiertes Erklärvideo, Recruiting Film oder Social Media Story, die Wahl der Bildrate ist immer auch eine gestalterische Entscheidung. 24 fps eignet sich überall dort, wo Geschichten erzählt, Emotionen geweckt und Markenwelten aufgebaut werden sollen. So wird aus einem rein technischen Parameter ein wirkungsvolles Werkzeug in der Videoproduktion und im modernen Marketing.

Häufige Fragen zu „24 fps"

24 fps bedeutet, dass ein Video aus 24 Einzelbildern pro Sekunde besteht. Diese Bildrate ist der klassische Kinostandard und wird auch in vielen Erklärvideos genutzt, um einen filmischen Eindruck zu erzeugen.

24 fps erzeugen einen vertrauten, kinotypischen Look, der hochwertig und professionell wirkt. Für viele Marketingvideos und Animationen reicht diese Bildrate völlig aus, um Bewegungen flüssig darzustellen und gleichzeitig Dateigrößen und Produktionsaufwand im Rahmen zu halten.

Ja, 24 fps sind in der Regel ausreichend, damit Bewegungen für das menschliche Auge flüssig wirken. Gerade bei Erklärvideos mit Animationen oder Illustrationen steht die Klarheit der Botschaft im Vordergrund, sodass 24 fps ein guter Kompromiss aus Qualität und Effizienz sind.

24 fps wirken etwas filmischer und sind der klassische Kinostandard, während 30 fps eher mit TV und Onlineformaten verbunden werden. Für Marketing und Erklärvideos ist beides möglich, die Wahl hängt oft vom gewünschten Stil, dem Zielkanal und der technischen Umgebung ab.

Mehr als Theorie: Wir produzieren Ihr Erklärvideo

Seit über 25 Jahren produziert mattostudios Erklärvideos, Animationen und Illustrationen für Wirtschaft und Politik – aus Stuttgart, München und Villingen-Schwenningen.

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