Marketing & Kommunikation · Ein Begriff aus dem MediaPedia-Lexikon von mattostudios

Im modernen Online Marketing taucht immer wieder die Abkürzung CPA auf. Gerade im Umfeld von Erklärvideos, Videoproduktion, Animation und Illustration hilft dieses Konzept, Budgets gezielt einzusetzen und Kampagnen messbar zu steuern. Wer versteht, wie CPA funktioniert, kann besser beurteilen, welche Maßnahmen wirklich wirtschaftlich sind und welche Werbeformate sich für bestimmte Ziele eignen.

Begriffsdefinition und Einordnung

CPA steht für Cost per Action. Gemeint sind die durchschnittlichen Kosten, die anfallen, damit eine gewünschte Handlung ausgeführt wird. Diese Handlung wird im Marketing als Action oder Conversion bezeichnet. Sie kann je nach Zielsetzung ganz unterschiedlich aussehen.

Typische Beispiele für eine Action im Umfeld von Video Marketing sind:

  • Eine Nutzerin füllt nach dem Anschauen eines Erklärvideos ein Kontaktformular aus
  • Ein Interessent bucht nach einem Produktvideo einen Beratungstermin
  • Ein Besucher abonniert nach einem Animationsvideo den Newsletter
  • Eine Nutzerin lädt nach einem Video-Case-Study ein Whitepaper herunter
  • Ein Kunde kauft ein Produkt direkt nach einem Social Media Video

Der CPA beschreibt also, wie viel ein Unternehmen im Durchschnitt zahlen muss, damit genau diese gewünschte Handlung einmal stattfindet. Er ist damit ein zentrales Steuerungsinstrument im Performance Marketing und hilft, die Effektivität von Werbekampagnen zu bewerten.

Abgrenzung zu anderen Kennzahlen

Im Marketing Umfeld existieren mehrere ähnliche Kennzahlen. Besonders häufig werden CPM und CPC mit CPA verwechselt. Eine klare Abgrenzung erleichtert die praktische Anwendung.

CPA im Vergleich zu CPM

CPM steht für Cost per Mille und beschreibt die Kosten pro tausend Werbeeinblendungen. Bei Videokampagnen kann das zum Beispiel bedeuten, wie viel ein Unternehmen pro tausend Ausspielungen eines YouTube Pre Roll Spots zahlt.

Der Unterschied lautet:

  • CPM misst die Kosten für Sichtkontakte
  • CPA misst die Kosten für konkrete Handlungen

Ein hoher CPM kann sinnvoll sein, wenn es vor allem um Reichweite und Markenbekanntheit geht. Für die Bewertung der Wirtschaftlichkeit einer Kampagne, die Anfragen oder Verkäufe generieren soll, ist jedoch der CPA wesentlich aussagekräftiger.

CPA im Vergleich zu CPC

CPC bedeutet Cost per Click. Hier werden die Kosten pro Klick auf eine Anzeige gemessen, etwa auf ein Video Ad in einem Social Feed oder ein Banner, das zu einer Landingpage mit Erklärvideo führt.

Der Vergleich sieht so aus:

  • CPC misst, was ein Klick kostet
  • CPA misst, was eine gewünschte Handlung nach dem Klick kostet

Ein niedriger CPC ist attraktiv, sagt aber noch nichts darüber aus, ob die Klicks zu wertvollen Kontakten oder Käufen führen. Erst der CPA zeigt, wie viel ein tatsächlich gewonnenes Lead, ein Termin oder ein Kauf im Durchschnitt kostet.

Wie CPA berechnet wird

Die Berechnung von CPA ist grundsätzlich einfach. Benötigt werden die gesamten Werbekosten einer Kampagne und die Anzahl der erzielten gewünschten Handlungen.

Formel: CPA = Gesamte Werbekosten / Anzahl der Actions

Ein einfaches Beispiel aus der Videoproduktion:

  • Ein Unternehmen schaltet Videoanzeigen, die auf eine Landingpage mit einem Erklärvideo führen
  • Für die Schaltung der Anzeigen werden 5.000 Euro ausgegeben
  • Über die Kampagne entstehen 250 qualifizierte Kontaktanfragen

Die Rechnung lautet:

CPA = 5.000 Euro / 250 Actions = 20 Euro pro Kontaktanfrage

Der CPA beträgt in diesem Beispiel 20 Euro. Das bedeutet, dass im Durchschnitt 20 Euro investiert werden müssen, um einen neuen Lead über diese Videokampagne zu gewinnen.

Typische Actions im Video Marketing

Welche Action gemessen wird, hängt von den Zielen der Kampagne ab. Im Umfeld von Erklärvideos und Animationen sind besonders häufig:

  • Lead Generierung: Ausfüllen eines Kontaktformulars nach einem Video
  • Terminbuchung: Vereinbarung eines Beratungsgesprächs nach einem Produktvideo
  • Newsletter Anmeldung: Eintrag in einen Verteiler nach einem Video auf einer Landingpage
  • Download: Herunterladen eines PDFs oder einer Fallstudie nach einem Video Case
  • Direkter Kauf: Bestellung eines Produkts im Online Shop nach einem Social Media Video

In allen Fällen kann ein eigener CPA definiert werden. So ist es möglich, den CPA für Leads, den CPA für Terminbuchungen und den CPA für Käufe separat zu betrachten und zu optimieren.

Warum CPA für Marketing Verantwortliche wichtig ist

Für Verantwortliche im Marketing ist der CPA aus mehreren Gründen besonders relevant.

Budgetsteuerung und Planung

Wenn bekannt ist, wie hoch der CPA für eine bestimmte Kampagne ist, lässt sich das Budget gezielter planen. Ein Praxisbeispiel:

  • Der durchschnittliche CPA für eine qualifizierte Kontaktanfrage über eine Video Landingpage liegt bei 40 Euro
  • Das Vertriebsteam benötigt pro Monat 100 neue Leads

Daraus ergibt sich ein notwendiges Werbebudget von etwa 4.000 Euro pro Monat, um das Ziel zu erreichen. So werden Marketingziele und Budgetplanung miteinander verknüpft.

Vergleich von Kanälen und Formaten

Mit CPA lassen sich verschiedene Werbekanäle und Videoformate direkt vergleichen. Ein Unternehmen kann zum Beispiel feststellen:

  • Social Media Video Ads generieren Leads mit einem CPA von 35 Euro
  • Suchmaschinenanzeigen, die auf das gleiche Erklärvideo verweisen, erzeugen Leads mit einem CPA von 50 Euro
  • Kooperationen mit Influencern, die das Video teilen, erreichen einen CPA von 60 Euro

Auf dieser Basis lässt sich entscheiden, welche Kanäle ausgebaut und welche reduziert werden sollten, um das Budget möglichst effizient einzusetzen.

Messbarkeit von Kreativleistungen

Im Umfeld von Videoproduktion, Animation und Illustration fließt ein erheblicher Teil des Budgets in kreative Inhalte. Der CPA hilft dabei, den Einfluss dieser Inhalte auf die Ergebnisse zu beurteilen. Wenn ein neu produziertes Erklärvideo den CPA einer Kampagne deutlich senkt, zeigt das, dass die Botschaft klarer ankommt und mehr Nutzerinnen und Nutzer die gewünschte Handlung ausführen.

Beispiele aus der Praxis

Erklärvideo für ein Software Produkt

Ein Unternehmen für B2B Software lässt ein Erklärvideo produzieren und bewirbt dieses über LinkedIn und YouTube. Ziel ist es, Demo Anfragen zu generieren.

Ausgangssituation:

  • Werbekosten: 8.000 Euro
  • Demo Anfragen: 160

Die Berechnung ergibt:

CPA = 8.000 Euro / 160 Demo Anfragen = 50 Euro pro Demo Anfrage

Das Unternehmen analysiert die Kampagne und optimiert die Landingpage, auf der das Video eingebunden ist. Formulare werden vereinfacht, die Call to Action im Video wird klarer formuliert, und es wird ein zusätzliches Kundenstatement als Animation eingefügt.

Nach der Optimierung:

  • Werbekosten: unverändert 8.000 Euro
  • Demo Anfragen: 240

Der neue Wert lautet:

CPA = 8.000 Euro / 240 Demo Anfragen ≈ 33,33 Euro pro Demo Anfrage

Ohne zusätzliches Mediabudget ist der CPA deutlich gesunken. Das zeigt, wie stark kreative Anpassungen und eine bessere Nutzerführung die Wirtschaftlichkeit einer Videokampagne beeinflussen können.

Social Media Kampagne mit Animationsvideos

Eine Marke im Konsumgüterbereich setzt kurze Animationsvideos auf Instagram und TikTok ein, um einen Online Shop zu bewerben. Ziel ist der direkte Verkauf.

Beobachtungen:

  • Die Videos erzielen hohe Reichweiten und viele Interaktionen
  • Die Klickpreise sind moderat
  • Die Anzahl der tatsächlichen Käufe bleibt zunächst hinter den Erwartungen zurück

Erst durch die Berechnung des CPA für abgeschlossene Bestellungen wird sichtbar, dass die Kampagne zwar Aufmerksamkeit erzeugt, aber noch nicht effizient genug verkauft. Das Unternehmen passt daraufhin die Zielseiten an, optimiert Produktdarstellungen und integriert im Video klarere Kaufaufforderungen.

Nach einigen Wochen sinkt der CPA für Käufe spürbar. Die Kampagne wird daraufhin skaliert, da nun klar ist, zu welchen Kosten zusätzliche Verkäufe generiert werden können.

Einflussfaktoren auf den CPA

Der CPA wird von mehreren Faktoren beeinflusst, die sich teilweise direkt steuern lassen.

Zielgruppe und Targeting

Je genauer die Zielgruppe definiert ist, desto eher sprechen Videos die richtigen Personen an. Präzises Targeting kann den CPA deutlich senken, da weniger Streuverluste entstehen. Gleichzeitig kann ein sehr enges Targeting die Klickpreise erhöhen. Die optimale Balance zu finden, ist eine zentrale Aufgabe im Kampagnenmanagement.

Qualität von Video und Storytelling

Ein hochwertiges Erklärvideo mit klarer Struktur, verständlicher Sprache und ansprechender Animation führt oft zu mehr Conversions. Wenn Zuschauende das Angebot wirklich verstehen und sich angesprochen fühlen, steigt die Wahrscheinlichkeit für eine gewünschte Handlung. Dies senkt in vielen Fällen den CPA.

Wichtige Elemente sind:

  • Eine klare problemorientierte Einleitung
  • Eine einfache Darstellung der Lösung
  • Visuelle Beispiele und Animationen, die komplexe Inhalte vereinfachen
  • Ein deutlich sichtbarer und verständlicher Call to Action

Landingpage und Nutzerführung

Selbst das beste Video kann einen hohen CPA verursachen, wenn die Landingpage unübersichtlich ist oder das Formular zu viele Felder enthält. Eine klare Struktur, kurze Texte und sichtbare Handlungsaufforderungen sind entscheidend.

Typische Optimierungsansätze:

  • Reduzierung der Formularfelder auf das Nötigste
  • Klare Hervorhebung des Vorteils für die Nutzerin oder den Nutzer
  • Mobile Optimierung für Smartphones und Tablets
  • Schnelle Ladezeiten der Seite

Angebot und Nutzenversprechen

Auch das Angebot selbst beeinflusst den CPA. Ein attraktiver Mehrwert, etwa ein kostenloses Erstgespräch, ein exklusives Webinar oder ein nützliches Whitepaper, erhöht die Bereitschaft, Daten zu hinterlassen oder einen Termin zu buchen. Je höher der wahrgenommene Nutzen, desto eher wird eine Action ausgeführt und desto niedriger kann der CPA ausfallen.

CPA im Zusammenspiel mit anderen Kennzahlen

Der CPA ist besonders aussagekräftig, wenn er zusammen mit weiteren Kennzahlen betrachtet wird.

Conversion Rate

Die Conversion Rate zeigt, wie viele der Besucherinnen und Besucher einer Seite eine gewünschte Handlung ausführen. Ein niedriger CPA kann auf eine hohe Conversion Rate hinweisen, muss es aber nicht. Beispielsweise können niedrige Klickpreise einen niedrigen CPA erzeugen, obwohl die Conversion Rate noch Verbesserungspotenzial hat.

Customer Lifetime Value

Der Customer Lifetime Value beschreibt den durchschnittlichen Umsatz, den ein Kunde über die gesamte Dauer der Geschäftsbeziehung generiert. Erst im Vergleich mit diesem Wert lässt sich beurteilen, ob ein bestimmter CPA wirtschaftlich sinnvoll ist.

Wenn etwa ein neuer Kunde im Durchschnitt 2.000 Euro Umsatz bringt, kann ein CPA von 200 Euro für einen gewonnenen Kunden sehr attraktiv sein. Bei einem Produkt mit geringerer Marge und kurzen Kundenbeziehungen wäre derselbe CPA möglicherweise zu hoch.

Praktische Tipps zur Optimierung des CPA

Marketing Verantwortliche können an mehreren Stellschrauben drehen, um den CPA gezielt zu senken, ohne die Qualität der Leads oder Käufe zu gefährden.

  • Ziele klar definieren: Vor Kampagnenstart festlegen, welche Action gemessen werden soll und wie hoch ein akzeptabler CPA sein darf
  • Kreative Varianten testen: Unterschiedliche Video Versionen, Intros, Längen und Call to Actions ausprobieren
  • Landingpages optimieren: Struktur, Texte und Formulare regelmäßig testen und anpassen
  • Zielgruppen verfeinern: Streuverluste reduzieren, indem nur relevante Segmente angesprochen werden
  • Kampagnen laufend auswerten: CPA regelmäßig prüfen und bei Verschlechterungen Ursachen identifizieren

Besonders wirksam ist eine Kombination aus kreativer Optimierung und technischer Anpassung. Ein neues Storyboard für ein Erklärvideo kann die Botschaft klarer machen, während gleichzeitig Tracking und Zielgruppensteuerung verbessert werden.

Typische Missverständnisse rund um CPA

In der Praxis treten immer wieder Missverständnisse auf, die zu falschen Entscheidungen führen können.

Nur der niedrigste CPA zählt

Ein sehr niedriger CPA klingt zunächst attraktiv. Wenn die Qualität der gewonnenen Leads jedoch gering ist oder die Kunden nur einmal kaufen, kann ein etwas höherer CPA mit hochwertigeren Kontakten langfristig wirtschaftlicher sein. Deshalb sollte der CPA immer in Verbindung mit der tatsächlichen Wertschöpfung betrachtet werden.

CPA ist nur für Online Kampagnen relevant

Obwohl der CPA häufig mit digitalen Kanälen verbunden wird, lässt er sich auch auf andere Maßnahmen übertragen. So kann etwa für Messeauftritte oder Printanzeigen geschätzt werden, welche Kosten pro generierter Anfrage entstehen. Im Umfeld von Videoproduktion und Erklärvideos ist die Messbarkeit besonders gut, da Nutzerwege online detailliert nachverfolgt werden können.

CPA ist eine einmalige Kennzahl

Der CPA sollte nicht als statischer Wert verstanden werden. Er verändert sich im Verlauf einer Kampagne, etwa wenn Zielgruppen gesättigt sind oder neue Kreativvarianten eingesetzt werden. Eine laufende Beobachtung hilft, frühzeitig gegenzusteuern und Verbesserungen zu erkennen.

CPA und Zusammenarbeit mit Dienstleistern

Unternehmen, die mit Agenturen oder Produktionsstudios für Erklärvideos, Animation und Illustration arbeiten, können den CPA als gemeinsame Zielgröße nutzen. So wird die Zusammenarbeit transparenter und stärker auf messbare Ergebnisse ausgerichtet.

Wichtige Aspekte dabei sind:

  • Gemeinsame Definition der gewünschten Action
  • Abstimmung, wie der CPA gemessen wird
  • Regelmäßige Auswertung der Kampagnenergebnisse
  • Offener Austausch über kreative Anpassungen und technische Optimierungen

Wenn alle Beteiligten ein gemeinsames Verständnis von CPA haben, können kreative Ideen und wirtschaftliche Ziele besser miteinander verknüpft werden. Ein erfolgreiches Erklärvideo ist dann nicht nur schön anzusehen, sondern trägt messbar zur Erreichung von Marketingzielen bei.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass CPA eine zentrale Kennzahl im modernen Marketing ist, die gerade im Umfeld von Erklärvideos, Videoproduktion, Animation und Illustration eine wichtige Rolle spielt. Sie macht sichtbar, wie viel eine gewünschte Handlung tatsächlich kostet, und ermöglicht eine gezielte Steuerung von Budgets, Kanälen und kreativen Maßnahmen. Wer CPA versteht und aktiv nutzt, kann Kampagnen nicht nur nach Klicks oder Reichweite, sondern nach ihrem konkreten Beitrag zu Leads, Terminen und Umsätzen bewerten und damit fundierte Entscheidungen für die Weiterentwicklung seiner Marketingstrategie treffen.

Häufige Fragen zu „CPA"

CPA steht für Cost per Action und beschreibt, wie viel dich eine konkrete Handlung eines Nutzers kostet, zum Beispiel ein Kauf, eine Anmeldung oder ein Download. Im Unterschied zu Klickpreisen schaust du beim CPA nur auf Aktionen, die wirklich für dein Geschäft wichtig sind.

Bei Erklärvideos und Videokampagnen hilft dir CPA zu verstehen, ob deine Inhalte nicht nur angeschaut, sondern auch in wertvolle Handlungen umgewandelt werden. So erkennst du, welche Videos wirklich Umsatz, Leads oder Anfragen bringen und kannst dein Budget gezielt auf die erfolgreichsten Maßnahmen lenken.

Du berechnest CPA, indem du die gesamten Kosten einer Kampagne durch die Anzahl der erzielten Aktionen teilst. Gibst du zum Beispiel 1.000 Euro für eine Videokampagne aus und erhältst 50 Anmeldungen, liegt dein CPA bei 20 Euro pro Anmeldung.

Ob dein CPA gut ist, hängt davon ab, wie viel dir eine gewonnene Aktion wert ist, also etwa ein Lead oder ein Verkauf. Liegt dein CPA deutlich unter diesem Wert, arbeitet deine Kampagne effizient, liegt er darüber, solltest du Inhalte, Zielgruppen oder Kanäle optimieren.

Mehr als Theorie: Wir produzieren Ihr Erklärvideo

Seit über 25 Jahren produziert mattostudios Erklärvideos, Animationen und Illustrationen für Wirtschaft und Politik – aus Stuttgart, München und Villingen-Schwenningen.

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