Illustration & Design · Ein Begriff aus dem MediaPedia-Lexikon von mattostudios
Editorial Design einfach erklärt
Editorial Design sorgt dafür, dass Inhalte in Magazinen, Online-Formaten und Erklärvideos klar, einheitlich und visuell ansprechend wirken.
Inhalt
- Begriff und Grundidee von Editorial Design
- Warum Editorial Design für Marketing und Video wichtig ist
- Zentrale Elemente von Editorial Design
- Editorial Design im Alltag von Marketing und Videoproduktion
- Prozess und Zusammenarbeit im Editorial Design
- Praxisnahe Tipps für Marketing Verantwortliche
- Abgrenzung zu anderen Designbereichen
- Fazit
Im Marketing und in der Videoproduktion taucht der Begriff Editorial Design immer häufiger auf, oft im Zusammenhang mit Content Marketing, Erklärvideos und Social Media Kampagnen. Gemeint ist damit viel mehr als nur ein hübsches Layout. Es geht um die strategische Gestaltung von Inhalten, damit Botschaften klar, attraktiv und wiedererkennbar vermittelt werden. Für Marketing Verantwortliche ist Editorial Design ein wichtiges Werkzeug, um komplexe Inhalte verständlich zu machen und Marken sichtbar zu positionieren.
Begriff und Grundidee von Editorial Design
Editorial Design bezeichnet die Gestaltung von inhaltlich geprägten Medien. Ursprünglich stammt der Begriff aus der Welt von Magazinen, Zeitungen und Büchern. Heute umfasst er aber auch digitale Formate wie Blogs, Online Magazine, Social Media Beiträge, Newsletter, E Books und zunehmend Videoformate, in denen Text, Bild und Animation zusammenwirken.
Im Kern geht es um die Frage: Wie werden Inhalte so gestaltet, dass Menschen sie gerne aufnehmen, schnell verstehen und sich daran erinnern? Editorial Design verbindet daher mehrere Bereiche:
- Typografie Auswahl und Einsatz von Schriften
- Layout Anordnung von Text, Bild, Grafik und Weißraum
- Bildsprache Fotos, Illustrationen, Icons und Grafiken
- Farbe Farbkonzept und Akzentfarben
- Struktur Gliederung von Inhalten, Leseführung und Hierarchie
Wichtiger als reine Ästhetik ist dabei immer die Funktion. Editorial Design soll Inhalte lesbar, verständlich und attraktiv machen. Optik und Inhalt arbeiten bewusst zusammen.
Warum Editorial Design für Marketing und Video wichtig ist
Marketing lebt von Inhalten. Ob Blogartikel, Whitepaper, Landingpage, Erklärvideo oder Social Media Serie, immer müssen Informationen so aufbereitet werden, dass sie zur Marke passen und die Zielgruppe erreichen. Editorial Design hilft dabei, diese Inhalte konsistent und professionell zu präsentieren.
Für Marketing Verantwortliche ergeben sich mehrere Vorteile:
- Wiedererkennbarkeit der Marke Einheitliche Schriften, Farben und Gestaltungsprinzipien ziehen sich durch alle Medien. So wirkt eine Kampagne wie aus einem Guss.
- Bessere Verständlichkeit Klare Hierarchien, saubere Abstände und gezielt eingesetzte Hervorhebungen erleichtern das Erfassen von Informationen.
- Höhere Aufmerksamkeit Ein durchdachtes Editorial Design lenkt den Blick gezielt auf wichtige Inhalte, etwa Kernbotschaften, Call to Actions oder Produktvorteile.
- Professioneller Eindruck Ein stimmiges Design signalisiert Qualität, Sorgfalt und Verlässlichkeit.
- Effizienz in der Produktion Wenn Gestaltungsregeln definiert sind, lassen sich neue Inhalte schneller und konsistenter erstellen.
Bezug zur Videoproduktion und Animation
In der Videoproduktion wird Editorial Design oft indirekt eingesetzt, auch wenn der Begriff nicht immer genannt wird. Überall dort, wo Text, Bild und Struktur eine Rolle spielen, wirkt es im Hintergrund:
- Erklärvideos Struktur der Inhalte, visuelle Hierarchie, Typografie in Texttafeln, Farbkonzept und Icon Stil
- Animierte Social Media Clips Gestaltung von Titelkarten, Bauchbinden, Zwischenüberschriften und Infografiken
- Produktvideos Einblendungen von Features, Preisdetails, Testimonials und Key Facts im Corporate Design
- Webinare und Online Kurse Gestaltung von Folien, Kapiteltrennungen, Infografiken und Recap Sequenzen
Damit verschwimmen die Grenzen zwischen klassischem Layout und Bewegtbild. Editorial Design ist dabei die gestalterische Klammer, die alle Informationsflächen eines Videos zusammenhält.
Zentrale Elemente von Editorial Design
Um Editorial Design gezielt im Marketing Alltag zu nutzen, ist es hilfreich, die wichtigsten Bausteine zu kennen.
Typografie als Stimme der Inhalte
Schriften transportieren Tonalität, Charakter und Lesbarkeit. Für Marketing und Erklärvideos gilt:
- Headline Schriften fallen auf, vermitteln Stimmung und ziehen in den Inhalt.
- Fließtext Schriften sorgen für Lesbarkeit, besonders auf Bildschirmen und mobilen Geräten.
- Akzent Schriften können für Zitate, Key Facts oder Zahlen eingesetzt werden.
Im Rahmen von Editorial Design wird festgelegt, welche Schriften in welchem Kontext genutzt werden. In Videos betrifft das etwa Titel Einblendungen, Untertitel, Call to Actions und Infografiken.
Layout und Struktur
Layout bedeutet im Editorial Design, wie Inhalte räumlich angeordnet sind. Im Print ist das die Seite, im Digitalen der Screen, im Video der Frame.
- Hierarchie Wichtige Informationen werden größer, kräftiger oder prominenter platziert.
- Raster Ein unsichtbares System sorgt dafür, dass Abstände, Spalten und Positionen konsistent sind.
- Weißraum Freiflächen helfen, Inhalte zu gliedern und Überforderung zu vermeiden.
- Leseführung Blickrichtungen werden bewusst gesteuert, etwa von oben nach unten oder von links nach rechts.
In Erklärvideos bedeutet das zum Beispiel, dass zentrale Begriffe groß und mittig erscheinen, ergänzende Informationen kleiner und am Rand. So entsteht eine klare visuelle Dramaturgie.
Bildsprache und Illustrationen
Im Umfeld von Videoproduktion, Animation und Illustration ist die Bildsprache besonders wichtig. Editorial Design definiert hier, wie Bilder eingesetzt werden, damit sie inhaltlich und stilistisch zusammenpassen.
- Fotografie realistisch, inszeniert, emotional, sachlich oder dokumentarisch
- Illustration flach, isometrisch, handgezeichnet, minimalistisch oder detailreich
- Icons Linie, Fläche, gefüllt, umrissen, bunt oder monochrom
- Infografiken Diagramme, Abläufe, Zeitachsen, Vergleiche
Ein Unternehmen, das auf animierte Erklärvideos setzt, kann etwa einen eigenen Illustrationsstil definieren. Dieser Stil zieht sich dann durch Website, Social Media Posts, Präsentationen und Video Thumbnails. Editorial Design sorgt dafür, dass diese Elemente einheitlich wirken.
Farbkonzept und Markenwirkung
Farben sind ein starkes Instrument im Marketing. Sie erzeugen Stimmung, lenken Aufmerksamkeit und stützen die Wiedererkennung. Im Editorial Design wird ein klares Farbkonzept festgelegt:
- Primärfarben meist die Markenfarben, die dominieren
- Sekundärfarben ergänzende Farben für Hintergründe und Flächen
- Akzentfarben für Call to Actions, Hervorhebungen und wichtige Zahlen
In Videos können diese Farben zum Beispiel in Hintergründen, Texttafeln, Übergängen, Diagrammen oder Charakterdesigns eingesetzt werden. Entscheidend ist, dass sie konsistent und gezielt genutzt werden, nicht zufällig.
Editorial Design im Alltag von Marketing und Videoproduktion
Um den Begriff greifbar zu machen, lohnt sich ein Blick auf typische Anwendungssituationen, in denen Editorial Design eine Rolle spielt.
Beispiel 1 Erklärvideo für ein neues Produkt
Ein Unternehmen möchte ein komplexes Software Produkt in einem zweiminütigen Erklärvideo vorstellen. Die Zielgruppe sind Entscheider ohne technisches Detailwissen. Hier hilft Editorial Design in mehreren Schritten:
- Strukturierung der Inhalte Das Video wird in klar erkennbare Kapitel gegliedert Problem, Lösung, Funktionsweise, Vorteile, Call to Action.
- Gestaltung der Texttafeln Überschriften, Zwischenüberschriften und kurze Bulletpoints werden typografisch so gestaltet, dass sie auch auf dem Smartphone gut lesbar sind.
- Visuelle Leitmotive Bestimmte Farben und Formen tauchen wiederholt auf, um wichtige Begriffe und Funktionen zu markieren.
- Icon und Illustrationsstil Alle Figuren, Symbole und Grafiken folgen einem einheitlichen Stil, der zur Marke passt.
Das Ergebnis ist ein Video, das nicht nur informativ, sondern auch optisch klar und konsistent ist. Das Publikum erkennt auf einen Blick, welche Informationen wichtig sind und wie sie zusammenhängen.
Beispiel 2 Social Media Kampagne zu einem Whitepaper
Ein B2B Unternehmen veröffentlicht ein Whitepaper und möchte es über LinkedIn, Instagram und Newsletter bewerben. Editorial Design sorgt dafür, dass alle Bausteine der Kampagne zusammenpassen:
- Whitepaper Layout Einheitliche Typografie, klare Kapitelstruktur, Infografiken im Markenstil.
- Social Media Posts Kacheln mit wiederkehrenden Elementen wie Logo Position, Farbflächen, Typografie und Icon Stil.
- Newsletter Teaser Texte, Zitate und Key Facts werden im gleichen visuellen System dargestellt.
- Landingpage Aufbau, Buttons, Überschriften und Illustrationen greifen das Layout des Whitepapers wieder auf.
So entsteht ein durchgängiges Erlebnis von der ersten Anzeige bis zum Download. Editorial Design dient hier als verbindender Rahmen, der alle Kanäle gestalterisch zusammenhält.
Beispiel 3 Animierte Infografiken im Marketing
Viele Unternehmen arbeiten mit Zahlen, Kennzahlen und Prozessen, die auf den ersten Blick trocken wirken. Durch animierte Infografiken lässt sich das auflockern. Editorial Design bestimmt dabei:
- Diagrammformen Balken, Linien, Donuts, Flächen oder Kombinationen
- Farbkodierung welche Werte oder Kategorien welche Farben erhalten
- Beschriftung wie Zahlen, Einheiten und Erklärtexte gesetzt werden
- Animationslogik in welcher Reihenfolge welche Elemente erscheinen
Ein konsistentes System sorgt dafür, dass Zielgruppen Kennzahlen schnell erfassen und Diagramme aus verschiedenen Präsentationen oder Videos als zusammengehörig erkennen.
Prozess und Zusammenarbeit im Editorial Design
Für Marketing Verantwortliche ist wichtig zu verstehen, wie die Zusammenarbeit mit Designerinnen und Designern im Bereich Editorial Design typischerweise abläuft.
Analyse der Inhalte und Ziele
Am Anfang steht immer die Frage, welche Inhalte vermittelt werden sollen und welches Ziel verfolgt wird. Beispiele:
- Komplexe Themen einfach erklären
- Eine Marke als kompetent und modern positionieren
- Ein neues Produkt einführen
- Leads für ein Angebot generieren
Auf dieser Basis wird festgelegt, welche Formate sinnvoll sind, etwa Erklärvideos, Landingpages, E Books oder Social Media Serien. Editorial Design richtet sich immer nach dem inhaltlichen und strategischen Ziel, nicht umgekehrt.
Entwicklung eines visuellen Systems
Im nächsten Schritt wird ein System geschaffen, das später wiederverwendet werden kann. Dazu gehören:
- Typografie Regeln für Überschriften, Fließtexte, Zitate und Infokästen
- Farbwelten für Hintergründe, Akzente und Diagramme
- Gestaltungsraster für Seiten, Screens und Video Frames
- Bild und Illustrationsstil für Fotos, Illustrationen und Icons
Dieses System kann in einem Styleguide oder Brand Manual festgehalten werden. Editorial Design wird damit zu einer Art Werkzeugkasten, aus dem Marketing Teams immer wieder schöpfen können.
Umsetzung in konkrete Medien
Erst danach werden einzelne Medien gestaltet, zum Beispiel:
- Storyboard und Layout für Erklärvideos
- Grafiken und Animationen für Social Media Clips
- Layouts für Whitepaper, Broschüren oder Präsentationen
- Struktur und Gestaltung von Landingpages
Wichtig ist, dass das einmal entwickelte System konsequent angewendet wird. So entsteht ein einheitliches Erscheinungsbild über alle Kanäle hinweg.
Praxisnahe Tipps für Marketing Verantwortliche
Um Editorial Design im Alltag besser nutzen zu können, helfen einige einfache Grundregeln.
Klarheit vor Dekoration
Optische Effekte sollten nie Selbstzweck sein. Entscheidend ist, dass Inhalte klar, verständlich und schnell erfassbar bleiben.
Ein gutes Editorial Design fällt im Idealfall nicht auf, sondern macht Inhalte selbstverständlich zugänglich.
Wenn ein Element keinen klaren Zweck hat, kann es meist weggelassen werden.
Weniger Schriftarten, mehr System
Statt für jede Kampagne neue Schriften auszuprobieren, ist es sinnvoll, ein kleines, gut abgestimmtes Set festzulegen. Zwei bis drei Schriftfamilien reichen oft aus, um Headline, Fließtext und Akzente abzudecken. Diese Schriften sollten dann konsequent in allen Medien eingesetzt werden, vom Erklärvideo bis zur Broschüre.
Konsequente Nutzung der Markenfarben
Markenfarben sind ein starkes Wiedererkennungsmerkmal. Im Editorial Design sollten sie bewusst eingesetzt werden, etwa für Überschriften, Buttons, Hervorhebungen und grafische Elemente. Zusätzliche Farben sollten sich harmonisch einfügen und klar definiert sein.
Gestaltungsregeln dokumentieren
Damit Editorial Design nicht nur von einzelnen Personen abhängt, lohnt sich eine einfache Dokumentation:
- Welche Schriften werden wie eingesetzt
- Welche Farben haben welche Funktion
- Wie sehen Icons, Infografiken und Illustrationen aus
- Wie sind typische Layouts für Videos, Posts und PDFs aufgebaut
Diese Dokumentation erleichtert die Zusammenarbeit mit Agenturen, Freelancerinnen und internen Teams erheblich.
Abgrenzung zu anderen Designbereichen
Editorial Design überschneidet sich mit anderen Disziplinen, ist aber nicht identisch mit ihnen.
- Corporate Design legt das gesamte Erscheinungsbild einer Marke fest, etwa Logo, Farben, Schriften und grundlegende Gestaltungsprinzipien.
- Editorial Design setzt diese Vorgaben konkret für inhaltlich geprägte Medien um und entwickelt Strukturen, Layouts und visuelle Systeme für Texte, Bilder und Informationen.
- UI Design konzentriert sich auf die Gestaltung von Benutzeroberflächen, etwa Apps oder Webanwendungen, mit Fokus auf Interaktion.
- Motion Design beschäftigt sich mit der Gestaltung von bewegten grafischen Elementen.
Gerade in der Videoproduktion arbeiten diese Disziplinen eng zusammen. Editorial Design liefert dabei die inhaltlich orientierte Struktur und sorgt dafür, dass Informationen in Bewegung verständlich bleiben.
Fazit
Editorial Design ist weit mehr als die hübsche Verpackung von Texten. Für Marketing Verantwortliche und Teams in der Videoproduktion ist es ein strategisches Werkzeug, um Inhalte klar, attraktiv und markengerecht zu kommunizieren. Ob Erklärvideo, Whitepaper, Landingpage oder Social Media Serie, überall dort, wo Informationen vermittelt werden, hilft Editorial Design, Struktur zu schaffen, Lesbarkeit zu erhöhen und Wiedererkennung zu sichern. Wer ein konsistentes visuelles System entwickelt und konsequent anwendet, erleichtert nicht nur seiner Zielgruppe den Zugang zu komplexen Themen, sondern steigert auch die Effizienz der eigenen Content Produktion. So wird Editorial Design zu einem zentralen Baustein erfolgreicher Kommunikations und Marketingstrategien, der Inhalte, Marke und Medien sinnvoll miteinander verbindet.
Häufige Fragen zu „Editorial Design"
Editorial Design ist die Gestaltung von Inhalten wie Text und Bild in Magazinen, Broschüren, Online-Artikeln oder Erklärvideos. Es legt fest, wie Überschriften, Bilder, Illustrationen und Grafiken zusammenspielen, damit Informationen verständlich, attraktiv und im Markenstil präsentiert werden.
Bei Erklärvideos sorgt Editorial Design dafür, dass alle visuellen Elemente wie Typografie, Farben, Icons und Illustrationen ein klares System bilden. So werden komplexe Inhalte leichter erfassbar, die Marke wirkt professionell und Zuschauer erkennen Ihre Inhalte schneller wieder.
Grafikdesign umfasst allgemein die Gestaltung von visuellen Kommunikationsmitteln wie Logos oder Plakaten. Editorial Design konzentriert sich speziell auf Inhalte mit vielen Texten und Bildern, etwa Magazine, Blogs, Whitepaper oder Videoformate, und strukturiert diese so, dass Leser und Zuschauer intuitiv durch den Inhalt geführt werden.
Editorial Design hilft, Inhalte nicht nur schön, sondern vor allem klar und zielgerichtet zu präsentieren. Im Marketing stärkt es die Wiedererkennbarkeit Ihrer Marke, erhöht die Lesbarkeit und Verweildauer und unterstützt dabei, Botschaften in Artikeln, Kampagnen und Erklärvideos überzeugend zu vermitteln.
Mehr als Theorie: Wir produzieren Ihr Erklärvideo
Seit über 25 Jahren produziert mattostudios Erklärvideos, Animationen und Illustrationen für Wirtschaft und Politik – aus Stuttgart, München und Villingen-Schwenningen.
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