Illustration & Design · Ein Begriff aus dem MediaPedia-Lexikon von mattostudios

KI verändert gerade sichtbar die Art, wie Bilder für Marketing, Erklärvideos und Social Media entstehen. Ein Begriff fällt dabei besonders häufig: KI-Bildgenerierung. Gemeint ist die Erstellung von neuen Bildern mit Hilfe künstlicher Intelligenz, ohne dass ein Mensch jedes Detail selbst zeichnen oder fotografieren muss. Stattdessen beschreibt man der Software in Textform, was man sehen möchte, und die KI erzeugt daraus passende Bildvorschläge. Für Marketing-Verantwortliche eröffnet das neue Möglichkeiten, schneller und kostengünstiger zu visuellen Inhalten zu kommen, sei es für Storyboards, Thumbnails, Kampagnenmotive oder ganze Bildwelten.

Grundprinzip der KI-Bildgenerierung

Unter KI-Bildgenerierung versteht man Verfahren, bei denen Algorithmen aus Texten, Skizzen oder bestehenden Bildern neue Bildinhalte erzeugen. Die Systeme wurden zuvor mit sehr vielen Bildern und zugehörigen Beschreibungen trainiert. Dadurch lernen sie, wie typische Motive, Stile und Kompositionen aussehen. Beim Einsatz im Marketing-Alltag gibt man dann in natürlicher Sprache ein, was benötigt wird, zum Beispiel: Illustration einer modernen Büro-Szene, freundliche Farben, geeignet als Titelbild für ein Erklärvideo über Projektmanagement. Die KI analysiert diese Eingabe und erzeugt anschließend mehrere Varianten, aus denen man auswählen oder die man weiter verfeinern kann.

Wichtig ist dabei: Die KI-Bildgenerierung erstellt keine einfachen Kopien von Trainingsbildern. Sie kombiniert erlernte Muster und erzeugt daraus neue Kompositionen. Das Ergebnis ist also eine Art statistisch wahrscheinliches Bild passend zur Beschreibung. Für die Praxis bedeutet das, dass man mit klaren, gut formulierten Textvorgaben einen erheblichen Einfluss darauf hat, wie das finale Bild aussieht.

Typische Einsatzbereiche im Marketing und in der Videoproduktion

Für Marketing-Teams und Produzenten von Erklärvideos ist die KI-Bildgenerierung vor allem ein Werkzeug zur Beschleunigung und Erweiterung kreativer Prozesse. Sie ersetzt nicht automatisch Designerinnen und Illustratoren, kann aber viele Schritte vereinfachen und neue Ideen anstoßen.

Storyboard und Konzeptentwicklung

In der frühen Phase einer Videoproduktion braucht man häufig schnelle Visualisierungen von Szenen, Figuren oder Settings. Statt grober Strichzeichnungen können Teams mit KI-Bildgenerierung in kurzer Zeit eine Vielzahl an Bildideen erzeugen.

  • Visualisierung von Hauptfiguren für ein Erklärvideo
  • Alternative Szenenbilder für ein Intro
  • Stilvarianten für die Gesamtoptik einer Kampagne

So lässt sich früh testen, welche Bildsprache zur Zielgruppe passt, bevor viel Budget in aufwendige Illustrationen oder 3D-Animationen fließt.

Thumbnails und Social Media Visuals

Plattformen wie YouTube, LinkedIn oder Instagram leben von aufmerksamkeitsstarken Vorschaubildern. Die KI-Bildgenerierung hilft, aus einem Textbriefing schnell verschiedene Thumbnail-Ideen zu erstellen, etwa für eine Serie von Erklärvideos. Marketing-Verantwortliche können testen, welche Bildstile besser klicken, zum Beispiel realistische Szenen, flache Illustrationen oder abstrahierte Symbole, und dann gezielt weiterarbeiten.

Key Visuals und Kampagnenmotive

Für Kampagnen werden häufig Key Visuals benötigt, die ein Thema auf den Punkt bringen. Mit KI-Bildgenerierung können erste Entwürfe erstellt werden, die als Gesprächsgrundlage mit Agenturen, internen Design-Teams oder der Geschäftsführung dienen. So entstehen schneller gemeinsame Vorstellungen darüber, wie eine Kampagne aussehen soll.

Bildwelten für Landingpages und Präsentationen

Oft fehlt es im Marketing-Alltag an passenden, konsistenten Motiven für Landingpages, Blogartikel oder Sales-Präsentationen. Statt lange in Bilddatenbanken zu suchen, lässt sich mit KI-Bildgenerierung eine eigene Bildwelt erzeugen, die auf die Marke zugeschnitten ist. Durch wiederholte Nutzung ähnlicher Prompts können Bildstil und Farbwelt über verschiedene Medien hinweg einheitlich gehalten werden.

Wie die Eingabe funktioniert: Prompts und Parameter

Der Kern der praktischen Arbeit mit KI-Bildgenerierung ist der sogenannte Prompt. Das ist die Beschreibung, die man in das System eingibt. Je klarer und strukturierter der Prompt, desto besser lassen sich die Ergebnisse steuern.

Aufbau eines guten Prompts

Ein hilfreicher Prompt beantwortet im Idealfall folgende Fragen:

  • Was soll zu sehen sein, also Motiv und Handlung
  • Wer ist zu sehen, etwa Zielgruppe, Alter, Branche
  • Wie soll die Stimmung sein, zum Beispiel seriös, verspielt oder inspirierend
  • In welchem Stil soll das Bild entstehen, etwa flache Illustration, Comicstil, isometrisch, fotorealistisch
  • Wofür wird das Bild genutzt, zum Beispiel YouTube Thumbnail, Website Header, Social Ad

Ein Beispiel aus der Videoproduktion könnte so aussehen: Junge Frau in einem modernen Büro, erklärt ihrem Kollegen ein Diagramm auf einem großen Bildschirm, klare Linien, flache Vektorillustration, freundliche Farben, geeignet als Titelbild für ein Erklärvideo über Datenanalyse. Mit dieser Art von Beschreibung kann die KI-Bildgenerierung deutlich gezielter arbeiten als mit einer knappen Eingabe wie Frau im Büro.

Iteratives Arbeiten mit Varianten

Ein zentrales Merkmal der KI-Bildgenerierung ist die Möglichkeit, schnell Varianten zu erzeugen. In der Praxis läuft das oft so:

  • Erster Prompt mit grober Beschreibung
  • Auswahl eines vielversprechenden Ergebnisses
  • Verfeinerung des Prompts, zum Beispiel Anpassung der Farben oder Perspektive
  • Erzeugung weiterer Varianten auf Basis des ausgewählten Bildes

Auf diese Weise entsteht Schritt für Schritt ein Bild, das immer näher an den gewünschten Einsatz im Marketing oder in einem Video heranrückt.

Vorteile im Marketing-Alltag

Die KI-Bildgenerierung bringt für Marketing-Verantwortliche eine Reihe praktischer Vorteile, die sich direkt im Arbeitsalltag bemerkbar machen.

Geschwindigkeit und Verfügbarkeit

Bilder lassen sich in Sekunden oder wenigen Minuten erzeugen. Das ist besonders hilfreich, wenn kurzfristig Visuals für Präsentationen, Pitches oder Social Posts benötigt werden. Teams können Ideen sofort visualisieren, ohne auf externe Dienstleister warten zu müssen.

Vielfalt und Experimentierfreude

Da die Kosten pro Bild sehr gering sind, lässt sich mit vielen Varianten experimentieren. Unterschiedliche Stile, Zielgruppen oder Botschaften können getestet werden, bevor man sich festlegt. Das senkt die Hemmschwelle, neue visuelle Ansätze auszuprobieren.

Konsistenz über Kanäle hinweg

Mit durchdachten Prompts kann man eine wiedererkennbare Bildsprache entwickeln und für verschiedene Kanäle reproduzieren. So entstehen zum Beispiel für ein Produktlaunch gleichzeitig passende Motive für Website, Newsletter, Social Media und Erklärvideo, alle aus einem gemeinsamen visuellen Konzept heraus.

Herausforderungen und Grenzen

Trotz aller Vorteile hat die KI-Bildgenerierung klare Grenzen und bringt Aufgaben mit sich, die verantwortungsvoll gemanagt werden müssen.

Qualität und Detailgenauigkeit

Nicht jedes erzeugte Bild ist auf Anhieb professionell nutzbar. Hände, Schriftzüge oder kleine Details können fehlerhaft dargestellt sein. Oft ist eine Nachbearbeitung durch Designerinnen oder Bildbearbeiter sinnvoll. Besonders bei komplexen Szenen für Erklärvideos, in denen Abläufe exakt dargestellt werden müssen, kann es notwendig sein, das KI-Bild nur als Vorlage zu nutzen und anschließend sauber nachzuzeichnen.

Markenpassung und Corporate Design

Die KI-Bildgenerierung kennt das eigene Corporate Design nicht automatisch. Farben, Formen und Bildstile müssen deshalb über Prompts und anschließende Anpassungen an das Markenerscheinungsbild herangeführt werden. Für eine starke Marke ist es wichtig, dass KI-generierte Bilder nicht beliebig wirken, sondern klar erkennbar zur eigenen visuellen Identität passen.

Rechtliche und ethische Aspekte

Der Einsatz von KI im Bildbereich wirft rechtliche und ethische Fragen auf, etwa zur Herkunft der Trainingsdaten, zum Urheberrecht und zur Kennzeichnung von KI-Inhalten. Marketing-Verantwortliche sollten die jeweils aktuellen Regelungen ihres Unternehmens, ihrer Agenturen und der Plattformen beachten. In manchen Fällen kann es sinnvoll sein, KI-Bilder klar als solche zu kennzeichnen, vor allem wenn es um Transparenz gegenüber Kundinnen und Kunden geht.

Zusammenspiel von Menschen und KI

In der Praxis zeigt sich, dass die besten Ergebnisse entstehen, wenn Fachleute aus Marketing, Design und Videoproduktion eng mit der KI-Bildgenerierung zusammenarbeiten. Die KI liefert Geschwindigkeit und Variantenreichtum, der Mensch sorgt für Konzept, Relevanz und Qualität.

Die Stärke der KI liegt in der schnellen Produktion von Bildideen, die Stärke der Menschen liegt in der Auswahl, Bewertung und Einordnung dieser Ideen in eine klare Strategie.

Gerade im Bereich Erklärvideo und Animation bleibt die kreative Übersetzung einer Botschaft in eine verständliche Bildsprache eine menschliche Aufgabe. Die KI unterstützt, indem sie schnelle Visualisierungen liefert, die dann von Profis gezielt weiterentwickelt werden.

Praktische Beispiele aus der Videoproduktion

Um die Anwendung der KI-Bildgenerierung greifbarer zu machen, lohnt sich ein Blick auf typische Szenarien aus der Videoproduktion.

Charakterdesign für Erklärvideos

Angenommen, ein Unternehmen möchte ein Erklärvideo mit wiederkehrenden Figuren produzieren, die verschiedene Kundengruppen repräsentieren. Früher musste ein Illustrator viele Skizzen anfertigen, bevor sich alle auf ein Design einigten. Heute kann das Team mit KI zunächst dutzende Varianten erzeugen, zum Beispiel:

  • Figuren in minimalistischem Flat-Design
  • Leicht abstrahierte Charaktere mit großen Augen und klarer Mimik
  • Figuren mit branchenspezifischen Details, etwa typischer Kleidung oder Arbeitsumgebung

Ausgewählte Vorschläge dienen dann als Basis für das finale Charakterdesign, das professionell ausgearbeitet wird. Die KI-Bildgenerierung verkürzt so die Phase der Ideensuche deutlich.

Hintergründe und Szenenbilder

Für animierte Erklärvideos werden häufig zahlreiche Hintergründe benötigt, etwa Büros, Produktionshallen, Laborumgebungen oder abstrakte Datenwelten. Mit KI-Bildgenerierung lassen sich passende Szenenbilder erstellen, die als Vorlage oder Inspiration dienen. Animatorinnen können diese Motive anschließend stilistisch vereinheitlichen und in animierbare Elemente zerlegen.

Stilfindung für eine Videoreihe

Viele Unternehmen produzieren nicht nur ein einzelnes Video, sondern ganze Reihen, zum Beispiel für Onboarding, Produkt-Features oder Schulungen. Die Bildsprache soll dabei wiedererkennbar sein. Durch gezielte Nutzung der KI-Bildgenerierung können verschiedene Stilrichtungen getestet werden, bevor man sich auf einen Look festlegt, der dann konsequent umgesetzt wird. So entsteht eine konsistente visuelle Linie für alle Episoden.

Integration in bestehende Workflows

Damit die KI-Bildgenerierung im Unternehmensalltag wirklich Nutzen stiftet, sollte sie sinnvoll in bestehende Abläufe eingebunden werden.

Zusammenarbeit mit Agenturen und Dienstleistern

Viele Unternehmen arbeiten mit externen Agenturen für Design und Videoproduktion. KI-generierte Bilder können hier als Briefing-Hilfe dienen. Statt rein textlicher Beschreibungen lassen sich visuelle Beispiele teilen, die deutlich machen, welche Stimmungen, Farbwelten oder Bildkompositionen gewünscht sind. Das erleichtert die Kommunikation und reduziert Missverständnisse.

Interne Abstimmung und Entscheidungsprozesse

Gerade in größeren Organisationen müssen visuelle Konzepte häufig mehrere Entscheidungsebenen durchlaufen. Die KI-Bildgenerierung ermöglicht es, frühzeitig verschiedene Optionen zu zeigen und Feedback einzuholen. Entscheidungen über Stil und Bildwelt können so schneller und fundierter getroffen werden, weil alle Beteiligten konkrete Vorschläge vor Augen haben.

Dokumentation von Prompts und Bildstilen

Um langfristig konsistent zu bleiben, lohnt es sich, erfolgreiche Prompts und Bildstile zu dokumentieren. Marketing-Teams können eine Art Prompt-Bibliothek aufbauen, in der typische Anwendungsfälle hinterlegt sind, etwa:

  • Standardprompt für Website-Header
  • Standardprompt für Social Ads im B2B-Bereich
  • Standardprompt für Thumbnails von Erklärvideos

So entsteht mit der Zeit ein wiederverwendbares Set an Eingaben, das die KI-Bildgenerierung zu einem gut steuerbaren Baustein im Kommunikationsmix macht.

Chancen für Markenpositionierung und Kreativität

Richtig eingesetzt kann die KI-Bildgenerierung mehr sein als nur ein Werkzeug zur Kostenreduktion. Sie eröffnet auch neue kreative Spielräume. Marken können Bildwelten entwickeln, die bisher zu aufwendig oder zu teuer gewesen wären, etwa komplexe Zukunftsszenarien, fantasievolle Produktinszenierungen oder abstrakte Visualisierungen von Dienstleistungen.

Da die Experimentierkosten gering sind, lassen sich in frühen Projektphasen mutige Ideen testen. Manche werden verworfen, andere führen zu überraschend starken Bildkonzepten, die eine Marke klar von Wettbewerbern abheben. In diesem Sinne kann KI als kreativer Sparringspartner verstanden werden, der ständig neue Vorschläge liefert, während die menschlichen Teams entscheiden, was wirklich zur Marke und zur Kommunikationsstrategie passt.

Insgesamt lässt sich festhalten, dass die KI-Bildgenerierung für Marketing-Verantwortliche ein leistungsfähiges Werkzeug geworden ist, das insbesondere in den Bereichen Illustration, Design, Videoproduktion und Erklärvideo-Entwicklung große praktische Vorteile bietet. Wer sich mit den Grundlagen der Prompt-Erstellung vertraut macht, die rechtlichen und markenbezogenen Rahmenbedingungen im Blick behält und die Zusammenarbeit zwischen Menschen und KI bewusst gestaltet, kann die Technologie gezielt nutzen, um schneller zu überzeugenden visuellen Inhalten zu gelangen. So wird die KI-Bildgenerierung zu einem integralen Bestandteil moderner Marketingarbeit, der Effizienz, kreative Vielfalt und Markenprofil gleichzeitig stärken kann.

Häufige Fragen zu „KI-Bildgenerierung"

KI-Bildgenerierung bezeichnet die Erstellung von Bildern durch künstliche Intelligenz. Statt dass ein Mensch jedes Detail zeichnet, beschreibt man der KI in Textform, was man sehen möchte, und die Software erzeugt daraus ein passendes Motiv. So entstehen Illustrationen, Hintergründe oder Thumbnails auf Knopfdruck.

Sie können mit KI schnell Visuals für Social Media Posts, Blogartikel, Landingpages oder Newsletter erstellen. Für Erklärvideos lassen sich zum Beispiel Figuren, Szenen und Icons generieren, die zu Ihrer Marke passen. So testen Sie verschiedene Bildideen, ohne jedes Mal ein eigenes Fotoshooting oder eine aufwendige Illustration zu beauftragen.

Grundsätzlich reichen einfache Textbeschreibungen, um KI-Bilder zu erzeugen. Ein Gefühl für Bildsprache, Farben und Stil hilft aber, bessere Ergebnisse zu bekommen und die richtigen Begriffe zu wählen. Viele Tools bieten Vorlagen und Beispiele, an denen Sie sich orientieren können.

Moderne KI-Tools liefern oft eine sehr hohe Bildqualität, die sich gut für Online-Marketing und Erklärvideos eignet. Damit Ihre Marke wiedererkennbar bleibt, sollten Sie feste Vorgaben zu Farben, Stil und Bildtypen definieren und diese in Ihren Prompts immer wieder verwenden. Manche Lösungen erlauben auch das Training auf Ihre Marke, um noch konsistentere Ergebnisse zu erzielen.

Mehr als Theorie: Wir produzieren Ihr Erklärvideo

Seit über 25 Jahren produziert mattostudios Erklärvideos, Animationen und Illustrationen für Wirtschaft und Politik – aus Stuttgart, München und Villingen-Schwenningen.

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