Marketing & Kommunikation · Ein Begriff aus dem MediaPedia-Lexikon von mattostudios
MQL einfach erklärt
MQL erklärt, wie Sie mit Videomarketing aus anonymen Interessenten wertvolle, kaufbereite Kontakte machen.
Inhalt
- Begriffsdefinition und Einordnung
- Typische Merkmale eines MQL im Videomarketing
- Wie ein Kontakt zum MQL wird
- Beispiele aus dem Alltag einer Videoagentur
- Nutzen von MQLs für Marketing und Vertrieb
- Typische Kriterien im Umfeld von Erklärvideos und Animation
- Herausforderungen bei der Arbeit mit MQLs
- Praktische Tipps für Marketingverantwortliche
- Rolle von MQLs in einer langfristigen Videomarketingstrategie
Im modernen Marketing spielt die systematische Unterscheidung von Kontakten eine zentrale Rolle, um Budgets sinnvoll einzusetzen und Vertriebsteams effizient arbeiten zu lassen. Ein zentraler Begriff in diesem Zusammenhang ist MQL. Gerade im Umfeld von Erklärvideos, Videoproduktion, Animation, Illustration und Marketing hilft das Konzept, aus vielen anonymen Websitebesuchern gezielt diejenigen herauszufiltern, die echtes Interesse zeigen und mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Kundinnen und Kunden werden können.
Begriffsdefinition und Einordnung
Die Abkürzung MQL steht für Marketing Qualified Lead. In der Praxis beschreibt ein MQL eine Person oder ein Unternehmen, das bereits ein konkretes Interesse an Angeboten gezeigt hat und aufgrund bestimmter Merkmale als vertriebsreif eingestuft wird. Sie oder er ist weiter im Entscheidungsprozess als ein allgemeiner Kontakt, aber noch nicht so weit wie ein Kontakt, der direkt vom Vertrieb kontaktiert wird.
Ein MQL unterscheidet sich damit von allgemeinen Websitebesuchern oder Newsletterabonnenten. Während ein einfacher Kontakt vielleicht nur ein Video anschaut oder einen Blogartikel liest, hat ein MQL mehrere oder besonders aussagekräftige Aktionen ausgeführt. Diese Aktionen deuten darauf hin, dass ein echtes Problem oder ein konkreter Bedarf besteht, den die angebotenen Leistungen im Bereich Videoproduktion, Erklärvideo oder Animation lösen können.
Abgrenzung zu anderen Leadtypen
- Lead: Jede Person, deren Kontaktdaten vorhanden sind. Zum Beispiel jemand, der ein Formular ausgefüllt hat, um einen allgemeinen Newsletter zu erhalten.
- MQL: Ein Lead, der anhand definierter Kriterien vom Marketing als besonders interessant eingestuft wurde. Etwa eine Marketingverantwortliche, die sich ein Whitepaper zu Video-Marketing herunterlädt, mehrere Fallstudien zu Erklärvideos liest und ein Beratungsgespräch anfragt.
- SQL (Sales Qualified Lead): Ein Kontakt, der vom Vertrieb geprüft wurde und bei dem konkrete Kaufabsichten sichtbar sind, etwa durch die Anfrage eines verbindlichen Angebots für eine Videoproduktion mit definiertem Budget und Zeitrahmen.
Die Einordnung als MQL ist also eine Art Filterstufe. Sie zeigt an, dass ein Lead potenziell bereit für ein Gespräch mit dem Vertrieb ist, aber oft noch etwas Information oder Begleitung im Entscheidungsprozess benötigt.
Typische Merkmale eines MQL im Videomarketing
Damit aus einem allgemeinen Kontakt ein MQL wird, definiert das Marketingteam Kriterien. Diese Kriterien basieren meist auf beobachtbarem Verhalten und auf den Eigenschaften der Person oder des Unternehmens.
Verhaltensbezogene Merkmale
Verhaltensbezogene Merkmale beziehen sich auf das, was eine Person tatsächlich auf den eigenen Kanälen tut. Beispiele aus der Praxis der Videoproduktion und des Erklärvideo-Marketings:
- Eine Person schaut sich mehrere Erklärvideos auf der Website an und bleibt jeweils bis zum Ende des Videos.
- Jemand lädt ein PDF mit dem Titel Checkliste für Ihr erstes Erklärvideo herunter und trägt dafür seine geschäftliche E Mail Adresse ein.
- Ein Kontakt meldet sich zu einem Webinar über Video-Content-Strategie für B2B an und stellt dort konkrete Fragen zur Umsetzung.
- Eine Marketingverantwortliche besucht innerhalb einer Woche mehrmals die Unterseite Preise für Videoproduktion und ruft anschließend eine Fallstudie zu einem ähnlichen Projekt auf.
Ein Kontakt mit mehreren solcher Aktivitäten wird eher als MQL eingestuft als jemand, der nur einmal zufällig ein Video anklickt.
Demografische und firmografische Merkmale
Neben dem Verhalten spielen auch Eigenschaften der Person oder des Unternehmens eine Rolle. Im Umfeld von Videoproduktion und Animation können beispielsweise folgende Kriterien relevant sein:
- Rolle im Unternehmen, etwa Marketingleitung, Kommunikationsverantwortliche oder Produktmanagerin.
- Branche, zum Beispiel Software, Industrie, Bildung oder Gesundheitswesen, falls die Agentur dort besondere Erfahrung hat.
- Unternehmensgröße, etwa Anzahl der Mitarbeitenden oder Umsatz, um einschätzen zu können, ob typische Videoprojektbudgets realistisch sind.
- Region, falls Videodrehs oder persönliche Workshops geplant sind.
Erfüllt ein Kontakt die gewünschten Merkmale und zeigt gleichzeitig passendes Verhalten, wird er mit hoher Wahrscheinlichkeit als MQL markiert.
Wie ein Kontakt zum MQL wird
Der Weg von einem anonymen Besucher zum MQL verläuft meist in mehreren Schritten. Marketingteams nutzen dafür Inhalte, Tracking und klare Prozesse.
Schritt 1: Aufmerksamkeit gewinnen
Am Anfang steht die Aufmerksamkeit. Im Bereich Erklärvideos und Videoproduktion geschieht das häufig über:
- Social Media Posts mit kurzen Animationsausschnitten.
- Blogartikel zu Themen wie Wie lang sollte ein Erklärvideo sein.
- Suchmaschinenoptimierte Landingpages rund um Begriffe wie Erklärvideo Agentur oder Imagefilm Kosten.
- Videoanzeigen auf Plattformen wie YouTube oder LinkedIn.
Zu diesem Zeitpunkt sind die Besucherinnen und Besucher noch keine Leads und erst recht kein MQL. Sie konsumieren Inhalte, ohne dass ihre Identität bekannt ist.
Schritt 2: Vom anonymen Besucher zum Lead
Damit aus einem anonymen Besucher ein Lead wird, braucht es einen klaren Anlass, Kontaktdaten zu hinterlassen. Im Videomarketing können das sein:
- Download einer ausführlichen Produktionscheckliste.
- Anmeldung zu einem Online Workshop zum Thema Video Content Strategie.
- Anfrage nach einem unverbindlichen Erstgespräch.
- Registrierung für einen Newsletter mit Tipps zu Video Marketing.
In diesem Moment entsteht ein Lead, noch keine Einstufung als MQL. Das Marketingteam verfügt nun über E Mail Adresse und oft auch über Angaben zu Firma und Rolle.
Schritt 3: Bewertung und Qualifizierung
Im nächsten Schritt bewertet das Marketingteam den Lead. Häufig kommen Marketing Automation Systeme oder CRM Plattformen zum Einsatz. Die Bewertung kann unter anderem so aussehen:
- Jede Aktion erhält Punkte, zum Beispiel ein Video vollständig angesehen, eine Fallstudie heruntergeladen oder eine Preisseite besucht.
- Bestimmte Rollen wie Head of Marketing oder CMO erhalten zusätzliche Punkte.
- Unpassende Branchen oder sehr kleine Unternehmen erhalten weniger Punkte.
Erreicht ein Lead einen definierten Schwellenwert, wird er zum MQL. Das bedeutet, dass er nun als besonders relevant eingestuft ist und in den nächsten Schritten vom Vertrieb oder einem Beratungsteam weiterbearbeitet werden kann.
Beispiele aus dem Alltag einer Videoagentur
Um das Konzept greifbarer zu machen, hilft ein Blick in den Alltag einer Agentur für Erklärvideos und Animation.
Beispiel 1: Der neugierige Blogleser
Eine Agentur veröffentlicht regelmäßig Artikel zu Themen wie Video Strategien, Storytelling in Erklärfilmen und Einsatz von Animation im B2B Marketing. Eine Person besucht über eine Suchmaschine einen dieser Artikel und liest ihn komplett. Einige Tage später kehrt dieselbe Person zurück, liest einen zweiten Artikel und schaut ein eingebettetes Erklärvideo.
Die Person ist nun ein interessanter Websitebesucher, aber noch kein MQL. Erst als sie ein Formular ausfüllt, um eine ausführliche Fallstudie herunterzuladen, wird sie zum Lead. Wenn sie anschließend mehrfach die Leistungsseite, die Preisseite und die Referenzen besucht, kann das System sie als MQL einstufen, weil das Verhalten auf ein konkretes Projektinteresse schließen lässt.
Beispiel 2: Die Marketingleitung mit konkreter Anfrage
Eine Marketingleiterin sieht auf LinkedIn ein animiertes Kurzvideo einer Agentur. Sie klickt auf die Landingpage, schaut sich ein Portfolio Video an und füllt direkt ein Formular mit der Nachricht aus, dass sie ein Erklärvideo für die Produkteinführung plant. Sie nennt grob das Budget und den geplanten Launch Termin.
Dieser Kontakt wird von vielen Agenturen sofort als MQL betrachtet, da Bedarf, Budget und Zeitrahmen bereits angedeutet sind. In der Praxis wird dieser MQL sehr schnell an den Vertrieb oder die Geschäftsführung weitergeleitet, um ein Erstgespräch zu führen.
Beispiel 3: Die frühe Informationsphase
Ein junges Unternehmen beschäftigt sich erstmals mit Video Marketing. Die Verantwortlichen laden ein E Book mit dem Titel Video Marketing Grundlagen herunter, melden sich für einen Newsletter an und sehen sich mehrere Erklärvideos zu unterschiedlichen Branchen an.
Ob dieser Kontakt bereits als MQL eingestuft wird, hängt von der Strategie ab. Manche Agenturen definieren, dass grundlegendes Informationsinteresse noch nicht reicht. Andere stufen den Kontakt bereits als MQL ein, wenn er ein zweites Angebot wie eine Checkliste oder ein Webinar nutzt. Diese Entscheidung wird im Marketingteam abgestimmt und im System hinterlegt.
Nutzen von MQLs für Marketing und Vertrieb
Die Einführung klarer Kriterien für MQL hat direkte Auswirkungen auf Effizienz und Zusammenarbeit zwischen Marketing und Vertrieb.
Bessere Nutzung von Budgets
Marketingbudgets für Videoproduktion, Animation und Illustrationen sind oft begrenzt. Wenn klar ist, welche Kontakte als MQL gelten, können Kampagnen gezielt auf diese Gruppe ausgerichtet werden. Beispielsweise erhalten MQL Kontakte personalisierte Videoinhalte, vertiefende Fallstudien oder Einladungen zu exklusiven Online Sessions, während allgemeine Leads zunächst eher grundlegende Informationen bekommen.
Effiziente Vertriebsarbeit
Vertriebsteams oder Beratungsteams profitieren davon, wenn sie nicht alle Leads gleichermaßen bearbeiten müssen. Durch die Einstufung als MQL konzentrieren sie sich auf Kontakte mit höherer Abschlusswahrscheinlichkeit. Das reduziert Kaltakquise und erhöht die Chance, dass die investierte Zeit zu konkreten Projekten führt.
Ein sauber definierter MQL ist ein gemeinsamer Nenner zwischen Marketing und Vertrieb. Er beschreibt, ab wann ein Kontakt so interessant ist, dass sich ein persönliches Gespräch lohnt.
Nachvollziehbare Customer Journey
Durch die Definition von Kriterien und die Nutzung digitaler Tools wird der Weg vom ersten Videokontakt bis zum Auftrag transparenter. Marketingverantwortliche sehen, welche Inhalte besonders häufig den Übergang zum MQL auslösen, etwa bestimmte Erklärvideos, Webinare oder Fallstudien. Diese Erkenntnisse fließen in die Planung neuer Inhalte ein.
Typische Kriterien im Umfeld von Erklärvideos und Animation
Jedes Unternehmen legt eigene Kriterien fest, dennoch zeigen sich im Bereich Videoproduktion einige wiederkehrende Muster.
Inhaltliche Auslöser
Besonders aussagekräftige Inhalte für die Einstufung als MQL sind oft:
- Preisrechner oder Budgetkalkulatoren für Videoprojekte.
- Detaillierte Fallstudien zu Projekten mit ähnlichen Anforderungen.
- Vertiefende Leitfäden, etwa Storyboard Entwicklung für Erklärvideos oder Video Marketing im B2B Vertrieb.
- On Demand Aufzeichnungen von Webinaren mit konkreten Praxisbeispielen.
Wer solche Inhalte nutzt, signalisiert meist ein höheres Interesse als jemand, der nur kurze Blogartikel liest.
Interaktion mit dem Vertrieb
Auch direkte Interaktionen sind starke Hinweise. Dazu zählen:
- Anfragen nach einem Erstgespräch oder einer Projektberatung.
- Antworten auf E Mails mit spezifischen Rückfragen zu Leistungen.
- Teilnahme an persönlichen oder virtuellen Beratungsterminen.
In vielen Unternehmen gilt spätestens diese Art der Interaktion als sicheres Kriterium für einen MQL.
Herausforderungen bei der Arbeit mit MQLs
Die Arbeit mit MQL Konzepten ist nicht automatisch einfach. Es gibt typische Herausforderungen, die Marketingverantwortliche kennen sollten.
Zu strenge oder zu lockere Kriterien
Sind die Kriterien zu streng, werden nur sehr wenige Leads zum MQL. Der Vertrieb erhält dann zwar sehr hochwertige Kontakte, aber möglicherweise nicht genug, um seine Ziele zu erreichen. Sind die Kriterien zu locker, erhält der Vertrieb zu viele Kontakte, von denen viele noch nicht bereit für ein Verkaufsgespräch sind.
Es braucht regelmäßige Abstimmungen zwischen Marketing und Vertrieb, um die Kriterien zu justieren. Dabei helfen Auswertungen darüber, wie viele MQL Kontakte später tatsächlich zu Kundinnen und Kunden werden.
Datenqualität und Tracking
Damit die Einstufung als MQL zuverlässig ist, müssen Daten sauber erfasst und gepflegt werden. Dazu gehören:
- korrekte Zuordnung von Websiteaktivitäten zu einzelnen Kontakten
- aktuelle Angaben zu Rolle und Unternehmen
- Dokumentation von Gesprächen und Rückmeldungen
Gerade im Bereich Videomarketing, in dem Inhalte auf verschiedenen Plattformen verteilt sein können, ist ein durchdachtes Trackingkonzept wichtig.
Übergabe vom Marketing an den Vertrieb
Ein weiterer kritischer Punkt ist der Moment, in dem ein MQL an den Vertrieb übergeben wird. Hier sollten klare Prozesse definiert sein:
- Wer erhält die Information über den neuen MQL und in welcher Form
- In welchem Zeitraum nimmt das Vertriebsteam Kontakt auf
- Wie wird dokumentiert, was im Gespräch besprochen wurde
Fehlt diese Abstimmung, können wertvolle Kontakte verloren gehen oder sich nicht wertgeschätzt fühlen.
Praktische Tipps für Marketingverantwortliche
Für Verantwortliche im Marketing, insbesondere in Unternehmen, die Erklärvideos, Animationen oder andere Videoformate einsetzen, lassen sich einige praxisnahe Empfehlungen ableiten.
Kriterien gemeinsam definieren
Die Definition von MQL Kriterien sollte immer gemeinsam mit dem Vertrieb erfolgen. So wird sichergestellt, dass beide Seiten die gleiche Vorstellung davon haben, ab wann ein Lead interessant ist. Hilfreich ist es, vergangene Projekte zu analysieren und zu prüfen, welche Verhaltensmuster erfolgreiche Abschlüsse gemeinsam hatten.
Relevante Inhalte entlang der Reise anbieten
Entwickeln Sie Inhalte, die verschiedene Phasen der Entscheidungsreise abdecken. Frühe Phase, in der Grundlagen erklärt werden. Mittlere Phase, mit konkreten Beispielen und Fallstudien. Späte Phase, mit klaren Angebotsinformationen. Markieren Sie in Ihrem System, welche Inhalte besonders häufig von MQL Kontakten genutzt werden, und optimieren Sie diese Inhalte kontinuierlich.
Video gezielt zur Qualifizierung einsetzen
Nutzen Sie Videoinhalte nicht nur zur Aufmerksamkeitserzeugung, sondern auch zur Qualifizierung. Beispielsweise kann ein ausführliches Video zur Projektabwicklung für Erklärvideos zeigen, dass eine Agentur strukturiert arbeitet. Wer sich dieses Video vollständig ansieht und anschließend eine Checkliste herunterlädt, zeigt ein höheres Interesse als jemand, der nur einen kurzen Teaser ansieht.
Klare Folgeaktionen definieren
Überlegen Sie, was nach der Einstufung als MQL passieren soll. Mögliche Folgeaktionen sind:
- Ein personalisiertes E Mail mit einem passenden Fallbeispiel.
- Ein Angebot für ein unverbindliches Beratungsgespräch.
- Der Versand eines kurzen Videos, das den Projektablauf erklärt.
Wichtig ist, dass der Kontakt spürt, dass sein konkretes Interesse erkannt und ernst genommen wird.
Rolle von MQLs in einer langfristigen Videomarketingstrategie
In einer langfristigen Strategie für Erklärvideos und Videomarketing sind MQL Kontakte ein zentrales Bindeglied zwischen Sichtbarkeit und Umsatz. Sie helfen, den Erfolg einzelner Maßnahmen besser zu bewerten.
Wenn beispielsweise ein neues Erklärvideo veröffentlicht wird, kann nicht nur gezählt werden, wie viele Aufrufe es hatte. Entscheidend ist, wie viele dieser Aufrufe später zu Leads und schließlich zu MQL Kontakten wurden. So lässt sich erkennen, welche Inhalte nicht nur Aufmerksamkeit erzeugen, sondern auch tatsächliche Geschäftsbeziehungen vorbereiten.
Darüber hinaus ermöglicht die systematische Arbeit mit MQL Konzepten, die Zusammenarbeit zwischen Marketing und Vertrieb zu professionalisieren. Beide Bereiche sprechen über dieselben Kennzahlen, sehen dieselben Kontaktverläufe und können gemeinsam entscheiden, welche Inhalte, Kampagnen oder Formate weiter ausgebaut werden sollen. Für Unternehmen, die in Erklärvideos, Animation und Videoproduktion investieren, ist dies ein wichtiger Schritt, um aus kreativen Ideen messbare Ergebnisse zu machen und sicherzustellen, dass aus interessierten Zuschauenden am Ende zufriedene Kundinnen und Kunden werden.
Häufige Fragen zu „MQL"
MQL steht für Marketing Qualified Lead und bezeichnet einen Kontakt, der bereits echtes Interesse gezeigt hat und gut zur Zielgruppe passt. Er hat zum Beispiel ein Erklärvideo angesehen, ein Formular ausgefüllt oder einen Download angefordert. Dadurch ist er wertvoller als ein anonymer Webseitenbesucher. MQLs werden gezielt weiter bearbeitet, um sie später an den Vertrieb zu übergeben.
Ein normaler Lead ist jeder Kontakt, zu dem Sie Daten haben, etwa eine E Mail Adresse. Ein MQL hat zusätzlich bestimmte Aktionen ausgeführt, die auf echtes Kaufinteresse schließen lassen. Das kann etwa das wiederholte Ansehen eines Produktvideos oder das Anfordern weiterer Informationen sein. Dadurch ist ein MQL für Marketing und Vertrieb deutlich relevanter.
Erklärvideos helfen, komplexe Angebote verständlich zu machen und wecken Vertrauen in Marke und Produkt. Wenn Nutzer ein Video bis zum Ende ansehen, auf einen Call to Action klicken oder danach ein Formular ausfüllen, sind das starke Signale für ein MQL. Diese Signale können im Marketing Tool erfasst und bewertet werden. So werden aus anonymen Video Views qualifizierte Kontakte.
Ob ein Kontakt als MQL gilt, hängt von klar definierten Kriterien ab, zum Beispiel Branche, Unternehmensgröße und Verhalten auf Ihrer Website. Typische Anzeichen sind mehrfaches Ansehen eines Erklärvideos, der Download von Unterlagen oder das Abonnieren eines Newsletters. Marketing Teams vergeben dafür oft Punkte und legen einen Schwellenwert fest. Erreicht ein Kontakt diesen Wert, wird er als MQL eingestuft.
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