Marketing & Kommunikation · Ein Begriff aus dem MediaPedia-Lexikon von mattostudios

Out-of-Home-Werbung ist ein Sammelbegriff für alle Werbemaßnahmen, die Menschen außerhalb ihrer eigenen vier Wände erreichen. Gemeint sind alle Werbeflächen und Werbeformate, die im öffentlichen Raum oder in halböffentlichen Bereichen wie Bahnhöfen, Einkaufszentren oder Flughäfen eingesetzt werden. Für Marketing-Verantwortliche ist Out-of-Home-Werbung ein wichtiges Instrument, um Marken sichtbar zu machen, Reichweite aufzubauen und Zielgruppen in Alltagssituationen anzusprechen, in denen sie bewusst oder unbewusst auf Werbebotschaften achten. Besonders im Zusammenspiel mit Bewegtbild, Erklärvideos, Animationen und Social Media entstehen wirkungsvolle Kampagnen, die sich über verschiedene Kanäle hinweg ergänzen.

Grundlagen und Definition

Unter Out-of-Home-Werbung versteht man alle Werbeformen, die außerhalb des eigenen Zuhauses stattfinden. Im Gegensatz zu Werbung im Fernsehen, Radio oder auf dem eigenen Smartphone ist das Publikum hier unterwegs: auf dem Weg zur Arbeit, beim Einkaufen, beim Stadtbummel oder auf Reisen. Das Umfeld ist oft hektisch und aufmerksamkeitsintensiv, weshalb klare Botschaften, starke Bilder und kurze Texte entscheidend sind. Besonders relevant ist Out-of-Home-Werbung für Unternehmen, die ihre Marke im Alltag sichtbar halten und potenzielle Kundinnen und Kunden unabhängig von Mediennutzungsgewohnheiten erreichen möchten.

Typischerweise wird Out-of-Home-Werbung in zwei große Bereiche unterteilt: klassische statische Werbeflächen und digitale Werbeträger. Beide Varianten haben ihre eigenen Stärken und Herausforderungen und können je nach Zielgruppe, Budget und Kampagnenziel unterschiedlich eingesetzt werden.

Typische Formen der Out-of-Home-Werbung

Statische Außenwerbung

Statische Out-of-Home-Werbung umfasst vor allem gedruckte oder fest installierte Werbeflächen. Diese Form ist weit verbreitet und vielen Menschen vertraut, da sie seit Jahrzehnten zum Stadtbild gehört.

  • Plakate und Großflächen

    Großflächenplakate an Straßen, Hauswänden oder in Fußgängerzonen gehören zu den bekanntesten Formen der Out-of-Home-Werbung. Sie eignen sich für einfache, visuell starke Botschaften, die auch aus größerer Entfernung gut erkennbar sind. Für Marketing-Verantwortliche ist hier besonders wichtig, dass das Motiv auf einen Blick verständlich ist. Komplexe Informationen oder lange Texte funktionieren auf Großflächen in der Regel schlechter. Wer Erklärvideos oder Produktvideos produziert, kann zentrale Botschaften und Key Visuals daraus in ein Plakatmotiv übersetzen, um so eine konsistente Markenwirkung zu erzielen.

  • City-Light-Poster und City-Light-Boards

    Diese hinterleuchteten Werbeflächen finden sich häufig an Bushaltestellen, in Innenstädten oder an stark frequentierten Plätzen. Sie sind in der Regel kleiner als Großflächenplakate, werden aber oft aus geringerer Distanz betrachtet, zum Beispiel beim Warten auf den Bus. Dadurch lassen sich hier auch etwas detailliertere Botschaften platzieren. Für Kampagnen mit Videoinhalten können City-Light-Motive als Teaser dienen, etwa mit einem kurzen Claim und einem markanten Bild aus einem Erklärvideo, ergänzt um eine Webadresse oder einen QR-Code.

  • Verkehrsmittelwerbung

    Werbung auf Bussen, Bahnen, Straßenbahnen oder Taxis nutzt die Mobilität der Verkehrsmittel, um eine große Fläche der Stadt oder Region abzudecken. Out-of-Home-Werbung auf Fahrzeugen ist ständig in Bewegung und erreicht dadurch unterschiedliche Zielgruppen zu verschiedenen Tageszeiten. Für Unternehmen, die Erklärvideos oder Animationsfilme produzieren lassen, bietet sich an, die Hauptfigur oder das zentrale Motiv aus dem Video prominent auf dem Fahrzeug zu platzieren. So entsteht ein wiedererkennbares Bild, das später in Online-Kanälen erneut auftaucht.

  • Werbung in Innenräumen

    Auch in Einkaufszentren, Fitnessstudios, Kinos oder Bahnhöfen gibt es statische Werbeflächen. Diese Form der Out-of-Home-Werbung spricht Menschen an, die sich in einer halböffentlichen Umgebung aufhalten. Hier ist die Verweildauer oft höher als an einer Straße, was etwas mehr Text und Informationen ermöglicht. Wer beispielsweise ein neues Erklärvideo zu einem komplexen Produkt bewirbt, kann im Einkaufszentrum eine Plakatfläche mit einem klaren Bildmotiv und einer kurzen Erklärung kombinieren.

Digitale Außenwerbung und Bewegtbild

Digitale Out-of-Home-Werbung, häufig als Digital Out-of-Home bezeichnet, nutzt Bildschirme, LED-Wände oder Monitore im öffentlichen Raum. Für Marketing-Verantwortliche, die mit Videoproduktion, Animation und Erklärvideos arbeiten, ist dieser Bereich besonders interessant, da hier Bewegtbild direkt zum Einsatz kommen kann.

  • Digitale City-Screens

    Digitale City-Screens stehen an stark frequentierten Orten, etwa an Kreuzungen, in Innenstädten oder in Einkaufsstraßen. Sie zeigen kurze Spots, Animationen oder dynamische Bildfolgen. Der Vorteil: Inhalte lassen sich flexibel anpassen, tageszeitabhängig ausspielen oder kurzfristig austauschen. Für Out-of-Home-Werbung mit Erklärvideo-Bezug bedeutet das, dass zentrale Szenen aus einem Video zu kurzen, aufmerksamkeitsstarken Clips montiert werden können. Wichtig ist, dass die Botschaft auch ohne Ton verständlich ist, da die meisten Screens stumm laufen.

  • Bildschirme in Bahnhöfen, Flughäfen und Einkaufszentren

    In Wartebereichen, an Bahnsteigen oder in Terminals sind Menschen oft aufmerksamer, da sie Zeit überbrücken möchten. Digitale Out-of-Home-Werbung kann hier etwas längere Spots zeigen, etwa 10 bis 15 Sekunden, in denen ein Produkt, eine Dienstleistung oder eine Marke kurz erklärt wird. Unternehmen aus der Videoproduktion nutzen solche Flächen häufig, um ihre Referenzen zu präsentieren oder die Vorteile von Erklärvideos zu zeigen. Animationen und Illustrationen kommen dabei besonders gut zur Geltung, weil sie sich optisch klar von typischen Realfilmaufnahmen abheben.

  • Interaktive und programmatische DOOH-Lösungen

    Moderne Out-of-Home-Werbung setzt zunehmend auf datenbasierte Ausspielung. Inhalte werden zum Beispiel abhängig von Tageszeit, Wetter oder Standort angepasst. Ein Beispiel: Bei Regen wird eine andere Werbebotschaft gezeigt als bei Sonnenschein. Für Marketing-Verantwortliche eröffnet dies die Möglichkeit, verschiedene Versionen eines Spots oder einer Animation zu produzieren und diese je nach Situation gezielt einzusetzen. Interaktive Screens können zudem auf Bewegungen oder Eingaben reagieren, etwa durch Touch-Funktionen oder QR-Codes, die direkt zu einem Erklärvideo führen.

Rolle von Out-of-Home-Werbung im Marketing-Mix

Out-of-Home-Werbung ist ein Baustein im gesamten Marketing-Mix und entfaltet ihre größte Wirkung, wenn sie mit anderen Kanälen kombiniert wird. In der Praxis bedeutet das, dass Kampagnen über mehrere Touchpoints hinweg geplant werden: Außenflächen, Social Media, Website, E-Mail-Marketing und gegebenenfalls TV oder Streaming-Plattformen.

Besonders im Zusammenspiel mit Videoproduktion und Erklärvideos ist Out-of-Home-Werbung wirkungsvoll. Ein kurzer Clip auf einem City-Screen kann zum Beispiel Neugier wecken und auf eine Landingpage führen, auf der ein ausführlicheres Erklärvideo die Details vermittelt. So übernimmt Out-of-Home-Werbung die Aufgabe, Aufmerksamkeit zu erzeugen und den ersten Kontakt herzustellen, während andere Kanäle vertiefende Informationen liefern.

Ein Leitgedanke für Marketing-Verantwortliche: Out-of-Home-Werbung soll neugierig machen, nicht alles erklären. Die Vertiefung findet auf der Website, in Erklärvideos oder im persönlichen Gespräch statt.

Gestaltung und Botschaft

Grundprinzipien der Gestaltung

Da Out-of-Home-Werbung Menschen häufig in Bewegung erreicht, gelten besondere Regeln für Gestaltung und Botschaft. Werbeschaltungen müssen innerhalb von Sekunden verstanden werden. Das beeinflusst sowohl das Design als auch die inhaltliche Struktur.

  • Klarheit und Reduktion

    Wenige Worte, klare Bilder und ein eindeutiger Fokus sind entscheidend. Ein typischer Fehler ist die Überladung mit Informationen. Statt mehrere Botschaften gleichzeitig zu kommunizieren, sollte eine klare Kernbotschaft im Zentrum stehen. Wer Erklärvideos produziert, kennt dieses Prinzip bereits: Auch dort werden komplexe Inhalte in einfache, verständliche Elemente zerlegt. Dieses Denken lässt sich direkt auf Out-of-Home-Werbung übertragen.

  • Wiedererkennbarkeit der Marke

    Logo, Farben, Typografie und Bildsprache sollten konsistent mit anderen Marketingmaterialien sein. Wenn ein Unternehmen in einem Erklärvideo eine bestimmte Illustrationsfigur oder einen wiederkehrenden visuellen Stil nutzt, sollte diese Figur auch in Plakaten oder digitalen Außenflächen auftauchen. So entsteht ein roter Faden über alle Kanäle hinweg.

  • Lesbarkeit und Kontrast

    Texte müssen aus der Distanz und oft bei wechselnden Lichtverhältnissen lesbar sein. Große Schriftgrößen, klare Kontraste und ausreichend Abstand zwischen Textzeilen sind wichtig. Für digitale Out-of-Home-Werbung gilt zusätzlich, dass Bewegung nicht zu hektisch sein darf, damit die Botschaft nicht verloren geht.

  • Call-to-Action

    Auch wenn Out-of-Home-Werbung oft nur kurz wahrgenommen wird, sollte sie einen klaren Handlungsimpuls enthalten. Das kann ein kurzer Hinweis wie Jetzt mehr erfahren in Verbindung mit einer Webadresse oder ein Video ansehen mit QR-Code sein. Besonders bei Kampagnen, die Erklärvideos oder Produktvideos nutzen, ist ein direkter Weg zum Video hilfreich, etwa durch das Scannen eines Codes mit dem Smartphone.

Bewegtbild und Animation sinnvoll einsetzen

Für Marketing-Verantwortliche, die mit Videoproduktion und Animation arbeiten, bietet Out-of-Home-Werbung interessante Möglichkeiten, Bewegtbild außerhalb klassischer Online-Umfelder zu zeigen. Dabei gelten einige Besonderheiten:

  • Ohne Ton verständlich bleiben

    Die meisten digitalen Außenflächen haben keinen Ton. Erklärvideos und Animationsfilme müssen deshalb so aufbereitet sein, dass sie auch stumm funktionieren. Untertitel, klare Bildfolgen und deutlich erkennbare Symbole helfen, die Botschaft zu transportieren. Bei der Produktion von Videos lohnt es sich, eine spezielle Version für Out-of-Home-Werbung einzuplanen, die kürzer, kontrastreicher und stärker auf visuelle Kernaussagen fokussiert ist.

  • Kürze und Tempo

    Spots für Out-of-Home-Werbung sind in der Regel nur wenige Sekunden lang. Ein typisches Format sind 6 bis 10 Sekunden. In dieser Zeit muss die zentrale Botschaft vermittelt werden. Längere Erklärvideos werden daher oft in mehrere kurze Sequenzen zerlegt, die nacheinander oder an unterschiedlichen Standorten ausgespielt werden.

  • Visuelle Dramaturgie

    Auch in wenigen Sekunden lässt sich eine kleine Geschichte erzählen. Ein einfaches Schema könnte lauten: Ausgangssituation, Problem, Lösung, Marke. Animationen und Illustrationen eignen sich besonders gut, um diese Struktur schnell und klar umzusetzen. Ein wiederkehrendes Bildmotiv oder eine markante Figur sorgt dafür, dass Menschen die Werbung wiedererkennen, selbst wenn sie nur einen Teil des Spots sehen.

Planung und Umsetzung in der Praxis

Zielgruppen und Standorte

Eine erfolgreiche Kampagne mit Out-of-Home-Werbung beginnt mit der Frage, wen man erreichen möchte und wo sich diese Menschen im Alltag aufhalten. Pendlerinnen und Pendler trifft man eher an Bahnhöfen, Haltestellen und Hauptverkehrsstraßen. Junge Zielgruppen sind häufig in Innenstädten, an Universitäten oder in Shopping-Centern unterwegs. Geschäftsreisende erreicht man an Flughäfen, in Business-Vierteln und in Hotels.

Bei der Auswahl der Standorte lohnt es sich, die Customer Journey zu betrachten. Wenn ein Unternehmen etwa eine B2B-Software mit Hilfe eines Erklärvideos vermarktet, kann Out-of-Home-Werbung im Umfeld von Bürostandorten, Messen oder Kongresszentren sinnvoll sein. Für ein Konsumprodukt sind stark frequentierte Einkaufsstraßen oder Supermarktumfelder geeigneter.

Timing und Kampagnenlaufzeit

Out-of-Home-Werbung kann kurzfristig oder langfristig geplant werden. Kurzfristige Kampagnen eignen sich, um auf Aktionen, Produktlaunches oder Veranstaltungen hinzuweisen. Langfristige Schaltungen dienen eher dem Markenaufbau und der dauerhaften Präsenz im Stadtbild. Im Zusammenspiel mit Videoproduktion lässt sich ein zeitlicher Ablauf planen: Zuerst werden in sozialen Medien Teaser-Clips veröffentlicht, anschließend startet die Out-of-Home-Werbung mit kurzen Spots oder Plakatmotiven, und parallel wird ein ausführliches Erklärvideo auf der Website bereitgestellt.

Zusammenarbeit mit Dienstleistern

Out-of-Home-Werbung wird meist über spezialisierte Vermarkter oder Medienagenturen gebucht. Diese bieten Beratung zu verfügbaren Flächen, Reichweiten und Preisen an. Für Marketing-Verantwortliche, die bereits mit einer Agentur für Videoproduktion oder Animation zusammenarbeiten, ist es sinnvoll, diese früh in die Planung einzubeziehen. So können Motive, Illustrationen und Bewegtbild-Inhalte von Anfang an für die Nutzung im öffentlichen Raum optimiert werden.

Ein typischer Ablauf könnte so aussehen: Zunächst wird das kommunikative Ziel definiert, dann werden Kernbotschaften und visuelle Leitmotive entwickelt. Anschließend entstehen Erklärvideos, Animationsclips oder Illustrationen, aus denen wiederum Plakatmotive und Out-of-Home-Spots abgeleitet werden. Auf diese Weise bleibt die Kampagne aus einem Guss und wirkt konsistent über alle Kanäle hinweg.

Messbarkeit und Erfolgskontrolle

Im Vergleich zu Online-Werbung ist die Messbarkeit von Out-of-Home-Werbung weniger direkt, da es keine Klicks oder eindeutigen Nutzersignale gibt. Dennoch gibt es verschiedene Ansätze, um den Erfolg zu bewerten.

  • Reichweiten- und Kontaktwerte

    Vermarkter von Out-of-Home-Werbung stellen in der Regel Daten zur Verfügung, wie viele Menschen eine bestimmte Fläche durchschnittlich sehen. Diese Werte beruhen auf Verkehrszählungen, Passantenströmen oder anderen Beobachtungen. Für Marketing-Verantwortliche dienen sie als Orientierung, um die potenzielle Reichweite einer Kampagne einzuschätzen.

  • Indirekte Kennzahlen

    Indikatoren wie Website-Besuche, Suchanfragen nach der Marke oder Abrufe eines Erklärvideos können rund um den Kampagnenzeitraum beobachtet werden. Wenn beispielsweise mit Out-of-Home-Werbung auf eine bestimmte Landingpage verwiesen wird, lassen sich Zugriffe in diesem Zeitraum mit normalen Zeiträumen vergleichen. Auch die Nutzung von QR-Codes auf Plakaten oder Screens kann Hinweise auf die Resonanz geben.

  • Markenbekanntheit und Befragungen

    Insbesondere bei größeren Kampagnen werden oft Befragungen durchgeführt, um die Entwicklung von Markenbekanntheit, Wiedererkennung und Image zu messen. Out-of-Home-Werbung trägt in solchen Studien häufig zur Steigerung der Sichtbarkeit und zur Verankerung von Markenbotschaften bei.

Vorteile und Herausforderungen

Vorteile von Out-of-Home-Werbung

  • Hohe Sichtbarkeit im Alltag

    Out-of-Home-Werbung ist präsent, ohne aktiv ausgewählt werden zu müssen. Menschen begegnen ihr zwangsläufig im öffentlichen Raum. Das ist besonders wertvoll in einer Zeit, in der viele Online-Werbeformate weggeklickt oder durch Werbeblocker ausgeblendet werden.

  • Starke visuelle Wirkung

    Großflächige Plakate, helle Screens und bewegte Bilder ziehen Aufmerksamkeit auf sich. Marken können sich dadurch einprägen, selbst wenn die Werbebotschaft nur kurz wahrgenommen wird. Für Unternehmen, die auf Videoproduktion, Animation und Illustration setzen, bietet Out-of-Home-Werbung eine Bühne, um ihre kreative Bildsprache großflächig zu zeigen.

  • Ergänzung zu digitalen Kanälen

    Out-of-Home-Werbung und Online-Marketing ergänzen sich. Wer eine Marke auf der Straße sieht und später in sozialen Medien wiedererkennt, fühlt sich vertrauter mit ihr. Diese Wiederholung über verschiedene Kanäle steigert die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen sich mit Inhalten wie Erklärvideos beschäftigen oder ein Produkt genauer ansehen.

Herausforderungen und Grenzen

  • Begrenzte Informationsdichte

    Out-of-Home-Werbung eignet sich nicht für detaillierte Erklärungen. Sie muss sich auf wenige Kernaussagen beschränken. Komplexe Produkte oder Dienstleistungen können deshalb nicht vollständig im öffentlichen Raum erklärt werden. Hier ist die Verknüpfung mit anderen Kanälen, etwa ausführlichen Erklärvideos, entscheidend.

  • Streuungsverluste

    Je nach Standort erreicht Out-of-Home-Werbung viele Menschen, die nicht zur eigentlichen Zielgruppe gehören. Gerade bei sehr spezifischen B2B-Themen kann das zu Streuverlusten führen. Eine sorgfältige Auswahl der Standorte und Zeiträume hilft, diese zu reduzieren.

  • Gestaltungsaufwand

    Professionelle Out-of-Home-Werbung erfordert hochwertige Gestaltung, präzise Abstimmung von Text und Bild sowie oft spezielle Formate für Plakate und digitale Screens. Für Marketing-Verantwortliche bedeutet das, dass zusätzliche Abstimmung mit Designerinnen, Illustratoren oder Videoproduktions-Teams nötig ist. Dieser Aufwand lohnt sich jedoch, wenn die Kampagne eine hohe Sichtbarkeit erreicht.

Out-of-Home-Werbung im Zusammenspiel mit Erklärvideos

Für Unternehmen, die Erklärvideos, Produktvideos oder animierte Inhalte einsetzen, ist Out-of-Home-Werbung ein wirkungsvoller Verstärker. Sie kann als Türöffner dienen, um Interesse zu wecken und Menschen auf vertiefende Inhalte aufmerksam zu machen.

Ein praxisnahes Beispiel: Ein Softwareanbieter lässt ein Erklärvideo produzieren, das in zwei Minuten die wichtigsten Funktionen der Lösung zeigt. Im nächsten Schritt wird eine Out-of-Home-Kampagne gestartet. Auf Plakaten und digitalen Screens erscheinen kurze Ausschnitte aus dem Video, etwa eine animierte Figur, die ein Problem symbolisiert, und ein kurzer Claim. Ein QR-Code oder eine kurze Webadresse führt direkt zum vollständigen Erklärvideo. So entsteht eine klare Verbindung zwischen der schnellen, aufmerksamkeitsstarken Ansprache im öffentlichen Raum und der ausführlichen Erklärung online.

Auch Illustrationen aus einem Erklärvideo lassen sich für Out-of-Home-Werbung nutzen. Einzelne Szenen, Charaktere oder Symbole können als eigenständige Motive dienen. Dadurch wird die Produktion effizienter, da aus einem Videoprojekt mehrere Kanäle gleichzeitig bedient werden. Marketing-Verantwortliche können mit einem einheitlichen visuellen Konzept arbeiten, das sich flexibel auf Plakate, Social Media, Website und Präsentationen übertragen lässt.

Insgesamt zeigt sich, dass Out-of-Home-Werbung eine wichtige Ergänzung im Werkzeugkasten moderner Kommunikation ist. Sie sorgt für Präsenz im öffentlichen Raum, unterstützt den Markenaufbau und schafft Berührungspunkte, die sich mit digitalen Kanälen und Erklärvideos sinnvoll verknüpfen lassen. Wer die Besonderheiten dieser Werbeform berücksichtigt, klare Botschaften entwickelt und auf eine konsistente Bildsprache achtet, kann Out-of-Home-Werbung wirkungsvoll nutzen, um Menschen im Alltag zu erreichen und sie gezielt zu weiterführenden Inhalten zu führen.

Häufige Fragen zu „Out-of-Home-Werbung"

Out-of-Home-Werbung ist jede Form von Werbung, die Menschen außerhalb ihrer eigenen vier Wände erreicht, etwa auf Plakaten, Citylights oder digitalen Screens. Sie begegnet Ihrer Zielgruppe im öffentlichen Raum, zum Beispiel auf Straßen, an Bahnhöfen, in Einkaufszentren oder an Flughäfen.

Typische Formen sind Großflächenplakate, City-Light-Poster, Verkehrsmittelwerbung auf Bussen und Bahnen sowie digitale Out-of-Home-Screens. Immer wichtiger werden Bewegtbildformate, etwa kurze Erklärvideos oder animierte Spots, die auf digitalen Werbeflächen ausgespielt werden.

Out-of-Home-Werbung erzielt hohe Sichtbarkeit und Reichweite, weil sie viele Menschen im Alltag mehrfach erreicht. Sie stärkt die Markenbekanntheit, lässt sich gut mit Online-Kampagnen kombinieren und eignet sich ideal, um kurze, prägnante Botschaften oder Videos zu zeigen.

Auf digitalen Außenwerbeflächen können kurze Erklärvideos oder animierte Spots eingesetzt werden, die komplexe Inhalte in wenigen Sekunden verständlich machen. Wichtig sind dabei eine klare Kernbotschaft, starke Bilder und ein Format, das ohne Ton funktioniert, da die Spots meist im Vorbeigehen wahrgenommen werden.

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