Illustration & Design · Ein Begriff aus dem MediaPedia-Lexikon von mattostudios
UI-Design einfach erklärt
UI-Design sorgt dafür, dass Websites, Apps und Erklärvideos für Ihre Zielgruppe klar, attraktiv und leicht bedienbar sind.
Wenn Menschen heute von digitalen Produkten sprechen, meinen sie selten nur die Technik im Hintergrund. Sie sprechen vor allem davon, wie sich etwas anfühlt und bedienen lässt. Genau hier setzt UI-Design an: Es beschäftigt sich mit der sichtbaren Oberfläche und allen Elementen, mit denen Nutzerinnen und Nutzer interagieren. Für Marketing-Verantwortliche ist das besonders relevant, weil eine gute Oberfläche oft darüber entscheidet, ob eine Botschaft ankommt, ein Video fertig angesehen oder ein Produkt gekauft wird.
Grundlagen und Definition
UI-Design ist die Gestaltung der Benutzeroberfläche eines digitalen Produkts. UI steht für User Interface, also die Schnittstelle zwischen Mensch und Bildschirm. Es geht um alles, was sichtbar und bedienbar ist: Buttons, Menüs, Icons, Typografie, Farben, Abstände, Animationen und Layouts.
Im Umfeld von Erklärvideos, Videoproduktion, Animation, Illustration und Marketing bedeutet UI-Design vor allem zweierlei: Zum einen die Gestaltung von Oberflächen, auf denen Videos abgespielt werden, etwa Landingpages, Player, Kampagnen-Microsites oder Apps. Zum anderen die Gestaltung von Oberflächen, die im Video selbst vorkommen, zum Beispiel simulierte App-Screens, Dashboard-Ansichten oder interaktive Elemente in animierten Erklärvideos.
Merksatz: UI-Design macht digitale Inhalte sichtbar, verständlich und bedienbar.
Während sich UX-Design mit dem gesamten Nutzungserlebnis beschäftigt, konzentriert sich UI-Design auf die konkrete Ausgestaltung der visuellen und interaktiven Elemente. Für das Marketing ist diese visuelle Ebene oft der erste Kontaktpunkt zwischen Marke und Zielgruppe.
Wichtige Elemente des UI-Designs
Um zu verstehen, wie UI-Design im Marketing- und Video-Kontext wirkt, hilft ein Blick auf seine zentralen Bausteine.
Layout und Anordnung
Das Layout bestimmt, wo welche Elemente auf dem Bildschirm erscheinen. Ein gutes Layout lenkt die Aufmerksamkeit und unterstützt die gewünschte Handlung, etwa das Abspielen eines Videos oder das Ausfüllen eines Formulars.
- Startseite einer Videokampagne: Der Play-Button ist prominent platziert, Titel und Untertitel erklären kurz den Nutzen, Call-to-Action Buttons wie „Mehr erfahren“ oder „Jetzt testen“ sind klar sichtbar.
- Erklärvideo-Landingpage: Das Video befindet sich im sichtbaren Bereich ohne zu scrollen, darunter folgen Kernaussagen, Kundenstimmen und ein Formular.
- Video-Plattform im Intranet: Klare Trennung zwischen Kategorien, Suchleiste oben, Filtermöglichkeiten seitlich, übersichtliche Listen mit Thumbnails.
UI-Design sorgt dafür, dass solche Layouts nicht zufällig, sondern bewusst aufgebaut sind und Nutzerinnen und Nutzer intuitiv verstehen, wo sie klicken sollen.
Farben und Kontraste
Farben transportieren Stimmung, lenken Aufmerksamkeit und stärken die Marke. Im UI-Design werden Farben gezielt eingesetzt, um Inhalte zu strukturieren und Handlungen zu unterstützen.
- Call-to-Action: Ein auffälliger Button in der Markenfarbe hebt sich klar vom Hintergrund ab und macht deutlich, wo geklickt werden soll.
- Statusanzeigen im Video-Player: Fortschrittsbalken, Hover-Effekte und aktive Zustände nutzen konsistente Farbcodes.
- Illustrative Oberflächen im Erklärvideo: Dashboard- oder App-Screens im Video verwenden ein reduziertes, markenkonformes Farbschema, damit der Inhalt im Vordergrund bleibt.
Für Marketing-Verantwortliche ist wichtig: Ein konsistentes Farbsystem im UI-Design stärkt Wiedererkennung und Professionalität über alle Kanäle hinweg, von der Website bis zum eingebetteten Video-Player.
Typografie und Lesbarkeit
Schriften sind ein oft unterschätzter Teil des UI-Designs. Sie entscheiden darüber, ob Inhalte schnell erfasst werden oder anstrengend zu lesen sind.
- Video-Landingpage: Klare Überschriftenhierarchie, gut lesbare Fließtexte, ausreichend Zeilenabstand.
- Untertitel und Overlays im Video: Genügend Kontrast zum Hintergrund, ausreichend große Schrift für mobile Endgeräte.
- Interaktive Erklärvideos: Kurze, präzise Texte in Buttons und Hinweisen, die auf den Punkt kommen.
Gutes UI-Design sorgt dafür, dass Typografie sowohl zur Marke passt als auch funktional ist. Marketing-Botschaften werden dadurch schneller verstanden und bleiben besser im Gedächtnis.
Icons, Buttons und Interaktionselemente
Icons und Buttons sind die sichtbaren Ankerpunkte für Interaktionen. Sie müssen eindeutig, konsistent und leicht erkennbar sein.
- Video-Player: Play, Pause, Lautstärke, Vollbild und Teilen sollten auf einen Blick erkennbar sein.
- Lead-Generierung: Buttons wie „Demovideo anfordern“, „Kontakt aufnehmen“ oder „Whitepaper zum Video herunterladen“ müssen klar unterscheidbar und leicht erreichbar sein.
- In-Video-Interaktionen: Klickbare Flächen im Video, etwa Kapitelmarken oder weiterführende Links, brauchen klare visuelle Hinweise.
UI-Design definiert hier nicht nur das Aussehen, sondern auch Zustände wie Hover, Klick, geladen oder deaktiviert. So wird die Bedienung vorhersehbar und angenehm.
UI-Design im Kontext von Erklärvideos und Videoproduktion
Im Bereich Erklärvideos und Videoproduktion begegnet Ihnen UI-Design auf mehreren Ebenen. Es bestimmt nicht nur, wie Nutzerinnen und Nutzer zum Video gelangen, sondern auch, wie Inhalte im Video selbst präsentiert werden.
Benutzeroberflächen rund um das Video
Ein Video steht selten für sich allein. Es ist eingebettet in eine Umgebung, die ebenfalls gestaltet werden muss.
- Landingpages für Video-Kampagnen: Hier entscheidet das UI-Design, ob Besucherinnen und Besucher das Video wahrnehmen, starten und anschließend weitere Schritte gehen.
- Video-Plattformen und Mediatheken: Filter, Suchfunktionen, Kategorien und Video-Vorschläge brauchen eine klare, leicht verständliche Oberfläche.
- Newsletter und Social Ads mit Video: Thumbnails, Play-Icons und kurze Teaser-Texte müssen so gestaltet sein, dass sie zum Klicken anregen, ohne überladen zu wirken.
Wenn etwa eine Kampagne ein animiertes Erklärvideo zu einem neuen Produkt zeigt, beeinflusst das UI-Design der Landingpage direkt die Conversion Rate. Ein klarer Aufbau, ein gut sichtbarer Play-Button und eine übersichtliche Struktur nach dem Video können aus einem einmaligen Klick eine qualifizierte Anfrage machen.
UI-Elemente im Video selbst
In Erklärvideos werden häufig Oberflächen gezeigt, etwa Apps, Software-Dashboards oder Webportale. Diese Oberflächen sind selbst ein Produkt von UI-Design und werden im Video oft vereinfacht dargestellt, damit die Botschaft schnell verständlich bleibt.
- Software-Demo als Animation: Komplexe Menüs werden reduziert, die wichtigsten Buttons hervorgehoben, unnötige Elemente ausgeblendet.
- App-Erklärvideo: Nur die Kernfunktionen werden gezeigt, mit klaren Schaltflächen und deutlichen visuellen Hinweisen.
- Onboarding-Videos: Schritt-für-Schritt-Anleitungen zeigen nacheinander relevante UI-Elemente, oft mit Markierungen und Zooms.
Professionelles UI-Design sorgt hier für zwei Dinge: Erstens wirkt die gezeigte Oberfläche glaubwürdig und hochwertig. Zweitens bleibt die Darstellung so aufgeräumt, dass Zuschauende nicht überfordert werden. Für Marketing-Verantwortliche bedeutet das, dass die Produktvorteile klarer kommuniziert werden können.
Interaktive Videos und UI-Design
Bei interaktiven Erklärvideos wird UI-Design noch wichtiger, weil Zuschauende aktiv Entscheidungen treffen, etwa Kapitel wählen oder Fragen beantworten.
- Kapitelwahl im Video: Ein klares Menü mit gut lesbaren Titeln, das nicht vom eigentlichen Inhalt ablenkt.
- Quiz-Elemente: Buttons und Antwortfelder, die eindeutig beschriftet und leicht bedienbar sind, auch mobil.
- Call-to-Action im Video: Dezente, aber gut sichtbare Flächen, die auf eine Website, ein Formular oder ein weiteres Video führen.
Hier verbindet UI-Design die Welt des Bewegtbilds mit der Welt der Benutzeroberflächen. Es entscheidet, ob Interaktionen als Mehrwert oder als Störung wahrgenommen werden.
UI-Design im Marketing-Alltag
Für Marketing-Verantwortliche ist UI-Design nicht nur ein Thema für Spezialisten, sondern ein strategischer Hebel. Es beeinflusst, wie Kampagnen wahrgenommen werden und ob Maßnahmen ihre Ziele erreichen.
Markenauftritt und Wiedererkennung
Ein konsistentes Erscheinungsbild über alle digitalen Kanäle ist zentral. UI-Design übersetzt die Markenidentität in wiederkehrende Muster auf Websites, in Apps, in Video-Playern und in animierten Oberflächen im Film.
- Einheitliche Farben und Schriften in Website, Video-Overlays und Social-Media-Assets.
- Wiederkehrende Button-Formen und -Stile, damit Nutzerinnen und Nutzer sofort erkennen, was klickbar ist.
- Konsistente Darstellung von Logos, Icons und Illustrationsstilen in Landingpages und Erklärvideos.
So entsteht ein durchgehender Eindruck: Wer ein Video sieht und später auf der Website landet, fühlt sich visuell sofort „zu Hause“.
Conversion und Nutzerführung
UI-Design hat direkten Einfluss auf messbare Ergebnisse.
- Klarer Fokus: Auf einer Videoseite steht das Abspielen des Videos im Mittelpunkt, alle anderen Elemente sind untergeordnet.
- Nächste Schritte: Nach dem Video sind die nächsten Optionen deutlich sichtbar, etwa „Beratung anfragen“, „Preisübersicht ansehen“ oder „Case Study Video starten“.
- Reduktion von Barrieren: Formulare sind übersichtlich gestaltet, Felder klar beschriftet, Fehlermeldungen verständlich formuliert.
Wenn das UI-Design diese Prinzipien berücksichtigt, fällt es Nutzerinnen und Nutzern leichter, eine gewünschte Aktion auszuführen. Das kommt Kampagnenzielen wie Leadgenerierung oder Produktanfragen direkt zugute.
Mobile Nutzung und Responsivität
Da viele Videos mobil angesehen werden, muss UI-Design auf unterschiedlichen Bildschirmgrößen funktionieren.
- Buttons und Bedienelemente sind groß genug für Touch-Eingaben.
- Texte, Untertitel und Overlays bleiben lesbar, auch auf kleinen Displays.
- Layouts passen sich dynamisch an Hoch- und Querformat an.
Für Marketing-Verantwortliche bedeutet das, bei Briefings und Abstimmungen immer mitzudenken, wie eine Oberfläche auf Smartphones und Tablets wirkt, nicht nur auf dem Desktop.
Zusammenarbeit zwischen Marketing, Design und Produktion
Damit UI-Design sein Potenzial im Umfeld von Erklärvideos und Videoproduktion entfalten kann, ist eine enge Abstimmung zwischen Marketing, Designerinnen, Entwicklern und Produktions-Teams nötig.
Briefing und Ziele
Ein gutes Briefing beschreibt nicht nur Inhalte, sondern auch die gewünschte Nutzerführung.
- Welche Hauptaktion soll auf der Videoseite passieren?
- Welche Rolle spielt das Video im gesamten Funnel?
- Welche Markenrichtlinien müssen im UI-Design berücksichtigt werden?
Je klarer diese Fragen beantwortet sind, desto gezielter kann das UI-Design entwickelt werden, etwa bei der Priorisierung von Elementen oder der Gestaltung von Call-to-Action Bereichen.
Designsysteme und Styleguides
Um eine konsistente Gestaltung sicherzustellen, arbeiten viele Unternehmen mit Designsystemen. Diese enthalten definierte Bausteine, die im UI-Design immer wieder verwendet werden.
- Farbschemata und Typografie-Regeln.
- Standardisierte Buttons, Formulare und Navigationsleisten.
- Vorlagen für Video-Player, Overlays und interaktive Elemente.
Für die Videoproduktion bedeutet das, dass auch animierte UI-Elemente im Erklärvideo auf denselben Regeln basieren wie die reale Produktoberfläche und die Website. So entsteht ein stimmiges Gesamtbild.
Prototypen und Tests
Bevor ein neues UI-Design live geht, werden häufig klickbare Prototypen erstellt und mit Testpersonen ausprobiert.
- Verstehen Nutzerinnen und Nutzer, wo sie klicken müssen, um das Video zu starten?
- Finden sie nach dem Video die wichtigsten Informationen und Kontaktmöglichkeiten?
- Wirkt die Oberfläche klar oder überladen?
Solche Tests helfen, Schwachstellen früh zu erkennen. Im Kontext von Video-Kampagnen kann das bedeuten, dass etwa die Position des Play-Buttons, die Größe des Thumbnails oder die Anordnung der Call-to-Action Elemente angepasst werden.
Praktische Hinweise für Marketing-Verantwortliche
Auch ohne selbst Designer zu sein, können Sie gezielt Einfluss auf UI-Design nehmen und die Zusammenarbeit mit Agenturen oder internen Teams verbessern.
Auf die Nutzerperspektive achten
Stellen Sie bei jeder Oberfläche rund um Ihre Videos Fragen aus Sicht der Zielgruppe.
- Was sehe ich zuerst, wenn ich die Seite öffne?
- Ist sofort erkennbar, worum es im Video geht und warum es sich lohnt, es anzuschauen?
- Weiß ich nach dem Video, was ich als nächstes tun kann?
Wenn Sie diese Fragen klar beantworten können, unterstützt das UI-Design Ihre Marketingziele wahrscheinlich gut. Wenn nicht, ist das ein Hinweis auf Optimierungspotenzial.
Klarheit vor Effekten
Im Umfeld von Videoproduktion und Animation ist die Versuchung groß, viele visuelle Effekte einzusetzen. Für gutes UI-Design gilt jedoch: Klarheit hat Vorrang.
- Begrenzen Sie die Anzahl der Farben und Schriftarten.
- Nutzen Sie Animationen gezielt, zum Beispiel um auf eine wichtige Aktion hinzuweisen.
- Vermeiden Sie überladene Oberflächen, die vom Video oder von der Botschaft ablenken.
So bleiben Ihre Inhalte im Mittelpunkt und die Bedienung bleibt angenehm.
Messbare Ziele definieren
Verknüpfen Sie UI-Design mit klaren Kennzahlen. Das erleichtert Entscheidungen und Prioritäten.
- Wie viele Besucherinnen und Besucher starten das Video?
- Wie viele sehen es bis zum Ende oder bis zu einem bestimmten Punkt?
- Wie viele führen nach dem Video die gewünschte Aktion aus, etwa eine Anfrage oder einen Download?
Wenn diese Kennzahlen bekannt sind, können Anpassungen im UI-Design gezielt getestet werden, zum Beispiel andere Platzierungen von Buttons, veränderte Größen von Thumbnails oder klarere Beschriftungen.
Fazit
UI-Design ist weit mehr als nur „schöne Optik“. Es ist die Gestaltung der Schnittstelle, über die Menschen Ihre Videos, Kampagnen und digitalen Angebote wahrnehmen und bedienen. Im Umfeld von Erklärvideos, Videoproduktion, Animation, Illustration und Marketing entscheidet gutes UI-Design darüber, ob Inhalte gefunden, verstanden und genutzt werden. Für Marketing-Verantwortliche bedeutet das, UI-Themen nicht als rein gestalterische Details zu betrachten, sondern als strategischen Erfolgsfaktor: Eine klare, konsistente und markenkonforme Benutzeroberfläche stärkt die Wahrnehmung Ihrer Marke, verbessert die Nutzerführung und unterstützt Ihre Kampagnenziele. Wer UI-Design in Planung, Briefing und Auswertung einbezieht, schafft die Grundlage dafür, dass Videos und digitale Inhalte nicht nur professionell aussehen, sondern auch messbar wirken.
Häufige Fragen zu „UI-Design"
UI-Design steht für User Interface Design und beschreibt die Gestaltung von Benutzeroberflächen, zum Beispiel bei Websites, Apps oder Erklärvideos. Es geht darum, Farben, Schriften, Buttons und Layout so zu gestalten, dass die Nutzung einfach und angenehm ist.
UI-Design konzentriert sich auf das sichtbare Erscheinungsbild und die Bedienelemente einer Oberfläche. UX-Design beschäftigt sich mit dem gesamten Nutzungserlebnis, also wie verständlich, effizient und zufriedenstellend ein digitales Produkt für die Nutzerinnen und Nutzer ist.
Ein gutes UI-Design sorgt dafür, dass Zuschauer Inhalte schnell erfassen und sich intuitiv orientieren können, etwa bei interaktiven Erklärvideos oder Videoplattformen. Das stärkt Ihre Marke, erhöht die Verweildauer und verbessert die Conversion, weil Informationen klar und attraktiv präsentiert werden.
Zum UI-Design gehören unter anderem Farben, Typografie, Icons, Buttons, Menüs, Abstände und die Anordnung von Inhalten. In der Videoproduktion kommen zusätzlich Bedienelemente wie Play Buttons, Kapitelmarken oder interaktive Overlays hinzu, die den Zugang zu Ihren Inhalten erleichtern.
Mehr als Theorie: Wir produzieren Ihr Erklärvideo
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