Marketing & Kommunikation · Ein Begriff aus dem MediaPedia-Lexikon von mattostudios

Im Marketing gilt die persönliche Empfehlung als eine der wirkungsvollsten Formen der Kommunikation. Besonders im Umfeld von Erklärvideos, Videoproduktion, Animation und Illustration spielt sie eine große Rolle, weil visuelle Inhalte sich sehr gut teilen, kommentieren und weiterempfehlen lassen. Der englische Begriff Word-of-Mouth beschreibt genau diese Form der Weitergabe von Informationen: Menschen erzählen anderen Menschen von Marken, Produkten, Dienstleistungen oder Inhalten, die sie beeindruckt, überzeugt oder bewegt haben.

Begriffserklärung und Grundprinzip

Word-of-Mouth lässt sich wörtlich mit „Mund zu Mund“ übersetzen und bedeutet im Marketing die Weitergabe von Erfahrungen, Meinungen und Empfehlungen von Person zu Person. Es geht darum, dass Kundinnen und Kunden oder andere Interessierte freiwillig über eine Marke oder ein Angebot sprechen, schreiben oder posten. Diese Kommunikation kann im persönlichen Gespräch stattfinden, über Messenger, in sozialen Netzwerken, in Kommentaren unter Videos oder in Bewertungen auf Plattformen.

Im Unterschied zu klassischer Werbung bezahlt ein Unternehmen bei Word-of-Mouth nicht direkt für die Empfehlung. Stattdessen soll die Qualität des Angebots und die Relevanz der Inhalte dafür sorgen, dass Menschen freiwillig darüber sprechen. Für Marketing-Verantwortliche ist dies besonders attraktiv, da Empfehlungen als glaubwürdiger und authentischer gelten als Werbeanzeigen.

Formen von Word-of-Mouth

Word-of-Mouth kann sich auf verschiedene Arten zeigen, die sich in der Praxis häufig überlappen:

  • Persönliche Gespräche
    Beispiel: Eine Marketingleiterin erzählt einem Kollegen beim Kaffee von einem besonders überzeugenden Erklärvideo einer Agentur, das ihr bei der internen Schulung geholfen hat.

  • Digitale Empfehlungen
    Beispiel: Jemand teilt ein animiertes Produktvideo in einem beruflichen Netzwerk und schreibt dazu, warum das Video die Vorteile des Produkts außergewöhnlich klar darstellt.

  • Bewertungen und Rezensionen
    Beispiel: Kundinnen und Kunden bewerten eine Videoproduktionsagentur auf einer Plattform und loben die klare Beratung, die kreative Animation und die termingerechte Lieferung.

  • Kommentare und Diskussionen
    Beispiel: Unter einem erklärenden Social-Media-Clip diskutieren Nutzerinnen und Nutzer über die Inhalte und empfehlen das Video weiter, weil es ein komplexes Thema einfach auf den Punkt bringt.

In all diesen Fällen entsteht Word-of-Mouth, weil Menschen ihre eigenen Erfahrungen oder Eindrücke teilen und damit andere beeinflussen.

Bedeutung für Marketing und Kommunikation

Für Marketing-Verantwortliche ist Word-of-Mouth ein wichtiger Hebel, um Reichweite, Vertrauen und Markenbekanntheit zu steigern. Besonders im Bereich Videoproduktion und Erklärvideos hat sich gezeigt, dass Inhalte mit hohem Nutzwert oder hohem Unterhaltungswert oft aktiv weiterempfohlen werden.

Vertrauen und Glaubwürdigkeit

Empfehlungen von Kolleginnen, Freunden oder Branchenkontakten werden meist als glaubwürdiger wahrgenommen als Aussagen einer Marke über sich selbst. Wenn eine Person aus dem eigenen Netzwerk ein Video empfiehlt, entsteht ein Vertrauensvorschuss. Dieses Vertrauen ist für Kaufentscheidungen, etwa bei der Auswahl einer Agentur für Animation oder Illustration, oft entscheidend.

Word-of-Mouth wirkt besonders stark, weil Menschen eher Menschen glauben als Markenbotschaften.

Für Marketing-Abteilungen bedeutet das: Es lohnt sich, Inhalte und Kundenerlebnisse so zu gestalten, dass sie freiwillig weiterempfohlen werden.

Reichweite ohne direkte Mediakosten

Jede Empfehlung erweitert die Reichweite über den ursprünglichen Zielkreis hinaus. Wenn ein Erklärvideo so hilfreich ist, dass es in einer Abteilung an alle Kolleginnen und Kollegen weitergeleitet wird, vervielfacht sich die Sichtbarkeit ohne zusätzliche Anzeigenschaltung. Word-of-Mouth ersetzt keine bezahlte Werbung, kann sie aber wirkungsvoll ergänzen und effizienter machen.

Lern- und Feedbackeffekt

Empfehlungen enthalten oft Rückmeldungen. Wenn Menschen erklären, warum sie ein Video weiterempfehlen, liefern sie wertvolle Hinweise darauf, welche Elemente besonders gut funktionieren. Marketing-Verantwortliche können aus diesem Word-of-Mouth lernen, welche Tonalität, Länge, Bildsprache oder Struktur bei der Zielgruppe ankommt.

Word-of-Mouth im Umfeld von Erklärvideos und Videoproduktion

Bewegtbild ist besonders geeignet, um Word-of-Mouth auszulösen. Videos lassen sich leicht teilen, sind schnell konsumierbar und können Emotionen sowie komplexe Inhalte zugleich transportieren.

Typische Einsatzszenarien

  • Produkt- und Service-Erklärvideos
    Ein Softwareunternehmen lässt ein Erklärvideo produzieren, das die Einführung einer neuen Funktion verständlich zeigt. Mitarbeitende teilen das Video intern, Kundinnen und Kunden leiten es an Kolleginnen weiter. So entsteht Word-of-Mouth rund um das Produkt und zugleich um die Qualität des Videos.

  • Recruiting- und Employer-Branding-Videos
    Ein Unternehmen veröffentlicht ein animiertes Video, das die Unternehmenskultur humorvoll darstellt. Bewerberinnen senden den Link an Bekannte, Mitarbeitende teilen das Video in ihren Netzwerken. Die Marke profitiert von positiver Aufmerksamkeit und authentischen Empfehlungen.

  • Wissens- und Schulungsvideos
    Ein anschaulich gestaltetes Trainingsvideo zum Thema Datenschutz oder Onboarding wird von Führungskräften empfohlen, weil es Zeit spart und Inhalte klar vermittelt. Das erzeugt Word-of-Mouth innerhalb der Organisation und stärkt die Position der Marketing- oder Kommunikationsabteilung als kompetente Partnerin.

Rolle von Animation und Illustration

Animation und Illustration bieten kreative Möglichkeiten, um Inhalte einprägsam zu gestalten. Ein gut animiertes Erklärvideo kann komplexe Abläufe sichtbar machen, abstrakte Dienstleistungen greifbar erklären und Emotionen wecken. Wenn Menschen ein Video als besonders verständlich, ästhetisch oder überraschend erleben, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sie darüber sprechen oder es aktiv weiterleiten. Dadurch verstärkt sich Word-of-Mouth rund um Marke und Inhalt.

Illustrationen können zudem als wiederkehrende visuelle Elemente genutzt werden. Wenn bestimmte Figuren, Icons oder Bildwelten immer wieder auftauchen, entsteht ein Wiedererkennungswert, der Gespräche erleichtert. Personen sagen dann beispielsweise: „Schau dir dieses Video mit den klaren Illustrationen an, das hat mir das Thema in wenigen Minuten erklärt.“

Wie Word-of-Mouth entsteht

Word-of-Mouth ist kein Zufallsprodukt, auch wenn es nicht vollständig steuerbar ist. Unternehmen können Rahmenbedingungen schaffen, die Empfehlungen wahrscheinlicher machen.

Auslöser für Empfehlungen

  • Starker Nutzen
    Wenn ein Video ein konkretes Problem löst, etwa die schnelle Einführung in ein kompliziertes Tool, erzählen Menschen anderen davon. Der wahrgenommene Nutzen ist ein zentraler Auslöser von Word-of-Mouth.

  • Emotionale Wirkung
    Humor, Überraschung, Empathie oder Inspiration erhöhen die Chance, dass Inhalte geteilt werden. Ein animierter Spot, der ein alltägliches Problem humorvoll überspitzt, bleibt im Gedächtnis und wird eher weiterempfohlen.

  • Klare Botschaft
    Wenn der Kern einer Botschaft in wenigen Sätzen wiedergegeben werden kann, erleichtert das Word-of-Mouth. Menschen erzählen lieber von Inhalten, die sie selbst verstanden haben und einfach erklären können.

  • Einfaches Teilen
    Videos, die leicht zugänglich sind, etwa über einen klaren Link, eine Landingpage oder eine gut integrierte Teilen-Funktion, verbreiten sich schneller.

Positive und negative Word-of-Mouth

Word-of-Mouth kann positiv oder negativ sein. Zufriedene Kundinnen und Kunden empfehlen weiter, unzufriedene warnen andere. Im Bereich Videoproduktion kann negative Weiterempfehlung entstehen, wenn Termine nicht eingehalten, Budgets überschritten oder Zielgruppen verfehlt werden.

Unternehmen können negative Effekte reduzieren, indem sie transparent kommunizieren, Feedback ernst nehmen und auf Kritik konstruktiv reagieren. Gleichzeitig sollte der Fokus darauf liegen, positive Erlebnisse zu schaffen, die gerne geteilt werden.

Praxisnahe Beispiele aus dem Marketing-Alltag

Beispiel 1: Erklärvideo für ein komplexes B2B-Produkt

Ein Hersteller von Industrieanlagen lässt ein animiertes Erklärvideo produzieren, das die Funktionsweise einer neuen Maschine in drei Minuten verständlich darstellt. Die Vertriebsabteilung setzt das Video in Präsentationen ein und verschickt den Link an Interessenten. Diese leiten das Video intern an technische Kolleginnen und Kollegen weiter, um die Entscheidung abzustimmen. So entsteht Word-of-Mouth innerhalb mehrerer Unternehmen, ohne dass zusätzliche Werbemaßnahmen nötig sind. Der Hersteller gewinnt damit nicht nur Sichtbarkeit, sondern positioniert sich als kompetenter und moderner Anbieter.

Beispiel 2: Social-Media-Clip für ein Konsumprodukt

Eine Marke für nachhaltige Getränke veröffentlicht einen kurzen animierten Clip, der humorvoll erklärt, wie die Verpackung recycelt wird. Der Clip ist klar strukturiert, visuell prägnant und mit einer einprägsamen Botschaft versehen. Kundinnen und Kunden teilen das Video in ihren sozialen Netzwerken, weil sie es als unterhaltsam und informativ empfinden. Dieser Word-of-Mouth führt zu zusätzlicher Reichweite und stärkt das Image der Marke als verantwortungsbewusst.

Beispiel 3: Interne Kommunikation und Schulung

Ein Unternehmen produziert eine Reihe von Erklärvideos für interne Prozesse, etwa zur Nutzung eines neuen Intranets. Ein besonders gut gemachtes Video zur Passwortsicherheit wird von Führungskräften in verschiedenen Abteilungen weiterempfohlen, weil es klar, kurz und praxisnah ist. Die interne Kommunikationsabteilung profitiert von positivem Word-of-Mouth, da sie als Unterstützerin wahrgenommen wird, die den Arbeitsalltag erleichtert.

Gestaltungsempfehlungen für Marketing-Verantwortliche

Inhalte mit Empfehlungs-Potenzial entwickeln

Um Word-of-Mouth zu fördern, lohnt es sich, bereits in der Konzeptphase eines Videos folgende Fragen zu stellen:

  • Worin liegt der konkrete Mehrwert?
    Kann die Zielgruppe nach dem Video etwas besser verstehen, schneller erledigen oder leichter entscheiden?

  • Ist die Botschaft klar und fokussiert?
    Lässt sich in einem Satz zusammenfassen, warum das Video sehenswert ist?

  • Welche Emotion soll ausgelöst werden?
    Soll das Video motivieren, beruhigen, überraschen oder zum Nachdenken anregen?

  • Ist das Video leicht zugänglich?
    Gibt es eine klare URL, eine gut sichtbare Platzierung auf der Website oder eine einfache Möglichkeit zum Teilen?

Zusammenspiel von Inhalt und Form

Im Umfeld von Animation und Illustration ist die visuelle Gestaltung entscheidend. Ein Video kann fachlich korrekt sein, aber dennoch wenig Word-of-Mouth erzeugen, wenn es visuell überladen, zu lang oder unstrukturiert ist. Umgekehrt kann ein klar gestaltetes, gut animiertes Video die Inhalte so aufbereiten, dass sie leichter im Gedächtnis bleiben und häufiger weiterempfohlen werden.

Wichtige Aspekte sind zum Beispiel:

  • Klare Struktur mit erkennbarem Anfang, Mittelteil und Schluss

  • Gut lesbare Typografie und passende Farbwahl

  • Einheitlicher Stil bei Figuren, Icons und Hintergründen

  • Abgestimmter Ton von Sprechertext, Musik und Sounddesign

Integration in die Gesamtstrategie

Word-of-Mouth entfaltet seine Wirkung am besten, wenn es in eine übergeordnete Marketingstrategie eingebettet ist. Erklärvideos und andere Bewegtbildformate sollten auf die Markenpositionierung, die Kommunikationsziele und die Zielgruppen zugeschnitten sein. Empfehlungswürdige Inhalte entstehen dort, wo die Bedürfnisse der Zielgruppe ernst genommen und mit den Stärken des Angebots verbunden werden.

Marketing-Verantwortliche können zudem gezielt Anlässe schaffen, bei denen Empfehlungen wahrscheinlich sind. Das können Produktlaunches, Events, Webinare, E-Mail-Kampagnen oder interne Schulungen sein, in deren Rahmen Videos präsentiert und aktiv zum Teilen freigegeben werden.

Messung und Beobachtung von Word-of-Mouth

Auch wenn Word-of-Mouth nicht vollständig messbar ist, lassen sich Indikatoren beobachten, die auf die Stärke von Empfehlungen hinweisen.

Qualitative Signale

  • Feedback aus Vertrieb und Service
    Wenn Kundinnen und Kunden im Gespräch erwähnen, dass sie durch eine Empfehlung auf ein Video oder eine Agentur aufmerksam geworden sind, ist das ein direktes Signal.

  • Kommentare und Nachrichten
    Hinweise wie „Das Video hat mir jemand weitergeleitet“ oder „Das wurde mir im Team empfohlen“ geben Aufschluss über Word-of-Mouth.

Quantitative Signale

  • Sharing- und Weiterleitungsraten
    In sozialen Netzwerken lassen sich geteilte Inhalte, Likes und Kommentare beobachten. Hohe Interaktionsraten können auf aktive Empfehlungen hindeuten.

  • Wiederkehrende Zugriffe
    Wenn bestimmte Erklärvideos über einen längeren Zeitraum kontinuierlich aufgerufen werden, kann dies auf laufende interne oder externe Empfehlungen schließen lassen.

Chancen und Grenzen

Word-of-Mouth bietet große Chancen, ist aber kein vollständig kontrollierbares Instrument. Unternehmen können den Boden bereiten, indem sie hochwertige Inhalte erstellen, verlässliche Leistungen bieten und aktiv zuhören. Sie können jedoch nicht exakt steuern, wer wann was weiterempfiehlt.

Eine wichtige Grenze liegt darin, dass Empfehlungen immer an reale Erfahrungen gebunden sind. Ein Erklärvideo kann noch so gut gestaltet sein, wenn das zugrunde liegende Produkt die Erwartungen nicht erfüllt, wird sich langfristig eher kritisches Word-of-Mouth durchsetzen. Umgekehrt kann ein sehr gutes Produkt durch unpassende Kommunikation oder schwache Videoinhalte an Empfehlungs-Potenzial verlieren. Deshalb ist es sinnvoll, Word-of-Mouth als Ergebnis eines stimmigen Gesamtauftritts zu betrachten, der Produktqualität, Service, Kommunikation und visuelle Darstellung verbindet.

Für Marketing-Verantwortliche besteht die Aufgabe darin, in jedem Kontaktpunkt positive Erlebnisse zu ermöglichen. Dazu gehören verständliche Erklärvideos, stimmige Animationen, klare Illustrationen und eine Kommunikation, die respektvoll und hilfreich ist. Wenn diese Elemente zusammenwirken, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen freiwillig darüber sprechen, Inhalte teilen und andere überzeugen. So wird Word-of-Mouth zu einem nachhaltigen Erfolgsfaktor, der Marken im Wettbewerb sichtbar, vertrauenswürdig und relevant macht.

Häufige Fragen zu „Word-of-Mouth"

Word-of-Mouth bedeutet, dass Menschen Produkte, Dienstleistungen oder Inhalte wie Erklärvideos aus eigener Überzeugung weiterempfehlen. Diese Empfehlungen passieren meist im persönlichen Gespräch oder online in sozialen Netzwerken und wirken besonders glaubwürdig, weil sie von echten Nutzerinnen und Nutzern kommen.

Erklärvideos werden häufig geteilt, wenn sie ein Problem klar lösen, unterhaltsam sind oder einen Aha Effekt auslösen. Jede Weiterempfehlung erweitert Ihre Reichweite ohne zusätzliche Werbekosten und stärkt das Vertrauen in Ihre Marke, weil sie auf echten Erfahrungen basiert.

Gestalten Sie Videos kurz, klar und relevant für ein konkretes Problem Ihrer Zielgruppe und achten Sie auf einen professionellen Look durch gute Animation und Illustration. Bitten Sie aktiv um Weiterempfehlungen, integrieren Sie Share Buttons und nutzen Sie Kanäle wie Newsletter und Social Media, damit das Teilen möglichst einfach ist.

Ja, Sie können zum Beispiel Tracking Links verwenden, neue Kundinnen und Kunden nach der Quelle der Empfehlung fragen oder Weiterempfehlungsraten über Kennzahlen wie den Net Promoter Score erfassen. Bei Erklärvideos helfen auch Metriken wie Shares, Erwähnungen in Kommentaren und Referral Traffic zu verstehen, wie stark Word-of-Mouth wirkt.

Mehr als Theorie: Wir produzieren Ihr Erklärvideo

Seit über 25 Jahren produziert mattostudios Erklärvideos, Animationen und Illustrationen für Wirtschaft und Politik – aus Stuttgart, München und Villingen-Schwenningen.

Jetzt Kontakt aufnehmen Referenzen ansehen