Marketing & Kommunikation · Ein Begriff aus dem MediaPedia-Lexikon von mattostudios

Unternehmen arbeiten immer häufiger zusammen, um ihre Reichweite zu vergrößern, ihre Marken zu stärken und neue Zielgruppen zu erschließen. Eine der wirkungsvollsten Formen dieser Zusammenarbeit ist Co-Branding. Dabei treten zwei oder mehr Marken gemeinsam auf und nutzen ihre Stärken für ein gemeinsames Angebot, eine Kampagne oder ein Produkt. Gerade im Bereich Erklärvideos, Videoproduktion, Animation und Illustration eröffnet Co-Branding spannende Möglichkeiten für sichtbare und messbare Marketingeffekte.

Grundprinzip und Definition

Co-Branding bezeichnet die strategische Zusammenarbeit von mindestens zwei Marken, die gemeinsam ein Produkt, eine Dienstleistung oder eine Kommunikationsmaßnahme entwickeln und vermarkten. Beide Marken bleiben sichtbar, profitieren voneinander und treten nach außen als Partner auf. Das Ziel ist es, die positiven Eigenschaften beider Marken zu bündeln und so einen Mehrwert für die Zielgruppe zu schaffen.

Typisch für Co-Branding ist, dass:

  • beide Marken klar erkennbar sind
  • ein gemeinsames Angebot oder Projekt im Vordergrund steht
  • die Zusammenarbeit vertraglich und strategisch geplant ist
  • Kommunikation und Gestaltung aufeinander abgestimmt werden

Im Umfeld von Videoproduktion und Marketing geschieht dies häufig in Form gemeinsamer Erklärvideos, Co-Kampagnen, gebrandeter Video-Serien oder Plattform-Kooperationen.

Warum Co-Branding für Marketing-Verantwortliche interessant ist

Für Verantwortliche in Marketing und Kommunikation bietet Co-Branding mehrere Vorteile, besonders wenn Bewegtbild, Animation und erklärende Inhalte eine Rolle spielen.

Reichweite und Sichtbarkeit erhöhen

Wenn zwei Marken gemeinsam auftreten, bündeln sie ihre Zielgruppen. Ein Erklärvideo mit zwei sichtbaren Logos und abgestimmter Bildsprache erreicht in der Regel mehr Menschen als ein einzelner Markenauftritt, weil:

  • beide Partner das Video über ihre Kanäle verbreiten
  • die Reichweite sich kumuliert
  • neue Zielgruppen auf die jeweils andere Marke aufmerksam werden

So können etwa ein Softwareanbieter und eine spezialisierte Agentur für Erklärvideos gemeinsam ein Video produzieren, das die Software erklärt und zugleich die Kompetenz der Agentur zeigt.

Vertrauen und Glaubwürdigkeit stärken

Marken, die mit einer anderen etablierten Marke kooperieren, profitieren von deren Vertrauensvorschuss. Co-Branding wirkt wie eine gegenseitige Empfehlung. Wenn ein bekanntes Unternehmen ein gemeinsames Erklärvideo mit einem weniger bekannten Dienstleister veröffentlicht, signalisiert es: Wir stehen hinter diesem Partner. Für Zuschauerinnen und Zuschauer ist dies ein starkes Vertrauenssignal.

Inhalte effizienter produzieren

Videoproduktion, Animation und Illustration sind mit Aufwand verbunden. Bei Co-Branding können sich Partner die Kosten und den Produktionsaufwand teilen. Das betrifft zum Beispiel:

  • Konzept und Storytelling
  • Design, Illustration und Animation
  • Sprecher, Musik und Sounddesign
  • Distribution und Media-Budget

So lassen sich hochwertige Erklärvideos oder Kampagnen realisieren, die für eine einzelne Marke möglicherweise zu aufwendig oder zu teuer wären.

Formen von Co-Branding im Umfeld von Video und Marketing

Co-Branding kann sehr unterschiedlich aussehen. Im Bereich Erklärvideos, Videoproduktion und Marketing haben sich bestimmte Formen etabliert, die sich gut planen und umsetzen lassen.

Produktbezogenes Co-Branding

Beim produktbezogenen Co-Branding entwickeln zwei Marken ein gemeinsames Angebot. Im Video-Kontext kann dies zum Beispiel bedeuten:

  • Ein SaaS-Unternehmen und eine E-Learning-Plattform veröffentlichen eine gemeinsame Video-Lernreihe, in der beide Marken präsent sind.
  • Ein Hersteller von Marketing-Software und eine Agentur für Erklärvideos erstellen ein Co-Branding-Paket aus Softwarelizenz und maßgeschneiderten Videos.

Das Video erklärt dann nicht nur das Produkt, sondern zeigt auch die Rolle der Partner und macht deutlich, dass es sich um ein gemeinsames, abgestimmtes Angebot handelt.

Content- und Kampagnen-Co-Branding

Hier geht es vor allem um Inhalte. Zwei Marken produzieren gemeinsam Content, der beide Positionierungen unterstützt. Beispiele:

  • Eine Bank und ein FinTech-Unternehmen erstellen eine Serie animierter Erklärvideos zum Thema Finanzbildung, jeweils mit beiden Logos und abgestimmter Farbwelt.
  • Ein Hersteller von Projektmanagement-Software und ein Beratungsunternehmen produzieren eine Video-Case-Study, in der beide als Problemlöser auftreten.

Solches Co-Branding eignet sich besonders gut für Social Media, Landingpages und Newsletter, da die Inhalte für beide Partner relevant sind.

Event- und Plattform-Co-Branding

Bei dieser Form steht die gemeinsame Präsenz auf einer Plattform im Vordergrund. Im Video- und Marketingkontext kann das sein:

  • ein gemeinsames Webinar mit Co-Branding im Intro, Outro und in den Präsentationsfolien
  • eine Online-Konferenz, bei der die Videoaufzeichnungen mit beiden Marken gebrandet werden
  • eine Co-Branding-Landingpage mit eingebetteten Erklärvideos

Die Videoproduktion dient hier dazu, die gemeinsame Veranstaltung zu dokumentieren und dauerhaft nutzbar zu machen.

Gestaltung und Markenauftritt im Co-Branding

Damit Co-Branding funktioniert, müssen Design, Tonalität und Botschaften sorgfältig aufeinander abgestimmt werden. Besonders bei Bewegtbild und Animation ist ein konsistenter visueller Auftritt entscheidend.

Logos und Markenelemente

In der Praxis geht es häufig um die Frage, wie Logos und Farben kombiniert werden. Typische Ansätze sind:

  • beide Logos gleichwertig nebeneinander im Intro und Outro eines Videos
  • eine geteilte Farbpalette, bei der beide Markenfarben in Illustrationen und Animationen vorkommen
  • ein neutrales, gemeinsam definiertes Design, das nur durch Logos und einzelne Akzente markenspezifisch wird

Wichtig ist, dass keine Marke dominiert, sofern nicht ausdrücklich eine Lead-Marke festgelegt wurde. Ein ausgewogenes Verhältnis sorgt für Akzeptanz bei beiden Partnern.

Storytelling und Botschaften

Im Storytelling sollten beide Markenrollen klar erkennbar sein. Ein Erklärvideo mit Co-Branding kann zum Beispiel so aufgebaut sein:

  • Ein gemeinsames Problem der Zielgruppe wird vorgestellt.
  • Marke A bringt eine bestimmte Kompetenz oder Technologie ein.
  • Marke B ergänzt diese um Service, Beratung oder eine spezielle Zielgruppenorientierung.
  • Am Ende steht eine Lösung, die nur durch die Kombination beider Marken möglich wird.

So wird deutlich, warum die Kooperation existiert und welchen konkreten Mehrwert sie bietet.

Tonalität und Sprache

Besonders bei gesprochenem Text in Erklärvideos ist es wichtig, die Tonalität zu harmonisieren. Wenn eine Marke sehr sachlich auftritt und die andere sehr emotional, kann dies im gemeinsamen Video irritierend wirken. Ein abgestimmtes Wording, klare Kernbotschaften und ein einheitlicher Sprachstil erhöhen die Wirkung des Co-Branding.

Typische Einsatzszenarien im Marketing-Alltag

Für Marketing-Verantwortliche ohne Vorwissen ist hilfreich zu sehen, in welchen Alltagssituationen Co-Branding konkret eingesetzt werden kann.

Launch einer gemeinsamen Lösung

Wenn zwei Unternehmen eine integrierte Lösung anbieten, zum Beispiel eine Software mit ergänzendem Beratungsservice, eignet sich ein gemeinsames Erklärvideo. Dieses Video kann:

  • auf der Website beider Unternehmen eingebunden werden
  • in gemeinsamen Social-Media-Kampagnen laufen
  • im Vertrieb als visuelle Unterstützung genutzt werden

Die Zuschauer erkennen auf einen Blick, dass hier zwei Partner zusammenarbeiten und welche Vorteile dies bietet.

Branchen- oder Themenpartnerschaften

Unternehmen, die sich ein Thema teilen, etwa Nachhaltigkeit, Digitalisierung oder Weiterbildung, können Co-Branding nutzen, um gemeinsam Aufmerksamkeit zu erzeugen. Ein mögliches Format ist eine Video-Serie, in der jede Folge einen Aspekt des Themas beleuchtet und beide Marken immer wieder auftauchen.

Employer Branding und Recruiting

Auch im Personalmarketing ist Co-Branding sinnvoll. Unternehmen können mit Hochschulen, Weiterbildungspartnern oder Branchenverbänden Recruiting-Videos produzieren, in denen beide Seiten auftreten. Dies signalisiert:

  • enge Zusammenarbeit mit Bildungspartnern
  • klare Entwicklungsperspektiven für Bewerbende
  • Verankerung in einer bestimmten Branche oder Community

Solche Videos lassen sich in Jobportalen, auf Karriereseiten und in Social Media einsetzen.

Chancen und Risiken von Co-Branding

Wie jede strategische Maßnahme bietet auch Co-Branding Chancen, bringt aber zugleich Herausforderungen mit sich, die Marketing-Verantwortliche kennen sollten.

Chancen

  • Neue Zielgruppen Beide Marken erreichen Menschen, die sie allein schwer ansprechen würden.
  • Image-Transfer Positive Eigenschaften wie Innovationskraft oder Seriosität können sich gegenseitig verstärken.
  • Stärkere Inhalte Gemeinsame Ressourcen ermöglichen aufwendigere Videoproduktionen und Kampagnen.
  • Höhere Relevanz Wenn zwei Experten gemeinsam auftreten, steigt die wahrgenommene Kompetenz.

Risiken

  • Imagekonflikte Wenn die Markenwerte nicht zusammenpassen, kann das Publikum irritiert reagieren.
  • Unklare Rollen Ist nicht klar, wer wofür steht, wirkt das Co-Branding beliebig.
  • Gestalterische Brüche Unsaubere Abstimmung von Design und Tonalität schwächt die Wirkung.
  • Abhängigkeiten Starke Fokussierung auf einen Partner kann die eigene Marke in den Hintergrund rücken.

Um diese Risiken zu minimieren, ist eine gründliche Planung und Abstimmung notwendig, insbesondere bei der Konzeption und Produktion gemeinsamer Videos.

Praxisnahe Schritte zur Umsetzung

Wer Co-Branding im Bereich Videoproduktion und Marketing nutzen möchte, sollte strukturiert vorgehen. Folgende Schritte haben sich in der Praxis bewährt.

1. Passenden Partner auswählen

Die Auswahl des richtigen Partners ist entscheidend. Kriterien können sein:

  • ähnliche oder ergänzende Zielgruppen
  • kompatible Markenwerte und Positionierung
  • vergleichbares Qualitätsverständnis
  • bereits vorhandene inhaltliche Schnittmengen

Ein gutes Zeichen ist, wenn sich beide Marken schon inhaltlich auf ähnliche Themen fokussieren und sich gegenseitig sinnvoll ergänzen.

2. Gemeinsames Ziel definieren

Bevor ein Video oder eine Kampagne produziert wird, sollten beide Seiten ein klares Ziel festlegen. Beispiele:

  • Bekanntheit einer neuen gemeinsamen Lösung steigern
  • Leads über ein erklärendes Webinar generieren
  • Expertise in einem bestimmten Themenfeld sichtbar machen

Dieses Ziel bestimmt, welche Videoformate, Kanäle und Botschaften sinnvoll sind.

3. Rollen und Verantwortlichkeiten klären

Damit das Co-Branding reibungslos läuft, müssen Zuständigkeiten eindeutig geregelt sein. Typische Fragen sind:

  • Wer übernimmt die kreative Leitung des Projekts
  • Wer koordiniert die Videoproduktion
  • Wer ist für Freigaben verantwortlich
  • Wie werden Kosten und Rechte an den Inhalten verteilt

Eine schriftliche Vereinbarung, in der auch die Nutzung der Videos und Logos geregelt ist, schafft Klarheit.

4. Gemeinsames Kreativkonzept entwickeln

In einem Kreativworkshop oder Briefing sollten beide Seiten ihre Erwartungen und Anforderungen einbringen. Wichtige Punkte sind:

  • Zielgruppe und Kernbotschaft
  • Art des Videos, zum Beispiel animiertes Erklärvideo, Case-Study, Social-Media-Clip
  • visuelle Leitlinien, etwa Farbwelt, Illustrationsstil, Logo-Platzierung
  • Tonalität des Sprechtexts

Ein guter Ansatz ist, zuerst ein neutrales Grundkonzept zu entwickeln und anschließend gezielt die Markenmerkmale beider Partner einzubauen.

5. Produktion und Abstimmung

In der Produktionsphase ist eine enge Abstimmung wichtig, um spätere Korrekturschleifen zu vermeiden. Bewährt hat sich ein klarer Ablauf:

  • Storyboard und Sprechertext werden gemeinsam freigegeben.
  • Design-Entwürfe zeigen, wie Co-Branding visuell umgesetzt wird.
  • Animation und Schnitt erfolgen nach Freigabe der Entwürfe.
  • Finale Abnahme durch beide Partner vor Veröffentlichung.

Regelmäßige Feedbackrunden und ein zentraler Ansprechpartner auf jeder Seite vereinfachen die Koordination.

6. Gemeinsame Distribution planen

Der Erfolg von Co-Branding hängt auch davon ab, wie gut die Inhalte verbreitet werden. Eine abgestimmte Distributionsstrategie kann umfassen:

  • Veröffentlichung auf den Websites beider Partner
  • gemeinsame Social-Media-Posts mit abgestimmten Texten
  • Newsletter-Kampagnen an beide Verteiler
  • Einsatz im Vertrieb, etwa in Präsentationen oder auf Messen

Je klarer im Vorfeld festgelegt wird, wer welche Kanäle bespielt, desto besser lässt sich der Erfolg messen.

Erfolgskriterien und Auswertung

Um den Erfolg von Co-Branding im Video- und Marketingkontext zu beurteilen, sollten im Vorfeld messbare Kriterien definiert werden. Typische Kennzahlen sind:

  • Videoaufrufe und Verweildauer
  • Klicks auf Co-Branding-Landingpages
  • Anzahl gewonnener Leads oder Anfragen
  • Reichweite und Interaktionen in Social Media

Eine gemeinsame Auswertung hilft, Erkenntnisse für zukünftige Projekte zu gewinnen. Dabei geht es nicht nur um Zahlen, sondern auch um qualitative Rückmeldungen aus Vertrieb, Kundendienst oder aus der Community.

Wann Co-Branding besonders sinnvoll ist

Co-Branding eignet sich besonders in Situationen, in denen:

  • komplexe Produkte oder Dienstleistungen erklärt werden müssen
  • zwei Unternehmen gemeinsam eine integrierte Lösung anbieten
  • neue Märkte oder Branchen erschlossen werden sollen
  • Content-Marketing mit Videos und Animationen eine zentrale Rolle spielt

Gerade bei erklärungsbedürftigen Angeboten kann ein gemeinsames Erklärvideo die Stärken beider Partner anschaulich machen und so eine klare Differenzierung am Markt schaffen.

Fazit

Co-Branding ist eine wirkungsvolle Strategie, bei der zwei oder mehr Marken ihre Kräfte bündeln, um gemeinsam sichtbarer, glaubwürdiger und relevanter zu werden. Im Umfeld von Erklärvideos, Videoproduktion, Animation, Illustration und Marketing bietet diese Form der Zusammenarbeit besondere Vorteile, da aufwendige Inhalte effizienter produziert und über mehrere Kanäle verbreitet werden können. Entscheidend für den Erfolg sind eine sorgfältige Partnerwahl, klare Ziele, abgestimmtes Design und Storytelling sowie eine strukturierte Produktion und Distribution. Wenn diese Faktoren berücksichtigt werden, können Marketing-Verantwortliche mit Co-Branding nicht nur Reichweite und Markenbekanntheit steigern, sondern auch nachhaltige Partnerschaften aufbauen, die ihre Marke langfristig stärken und ihre Botschaften wirkungsvoll in bewegten Bildern vermitteln.

Häufige Fragen zu „Co-Branding"

Co-Branding bedeutet, dass zwei oder mehr Marken gemeinsam ein Produkt, eine Dienstleistung oder einen Inhalt entwickeln und mit ihren Logos und Markenbotschaften kennzeichnen. Im Bereich von Erklärvideos und Animationen kann das zum Beispiel ein gemeinsames Video sein, in dem beide Marken sichtbar auftreten und voneinander profitieren.

Co-Branding kann die Reichweite deutlich erhöhen, weil die Inhalte über mehrere Kanäle und Zielgruppen verbreitet werden. Außerdem steigt die Glaubwürdigkeit, wenn eine bekannte Marke mit einer anderen kooperiert, und die Produktionskosten für Videos oder Illustrationen lassen sich teilen.

Co-Branding lohnt sich für Unternehmen, deren Zielgruppen gut zusammenpassen und sich sinnvoll ergänzen. Besonders spannend ist es für Marken, die gemeinsam komplexe Themen mit Erklärvideos oder Infografiken verständlich machen wollen, zum Beispiel Softwareanbieter mit passenden Dienstleistern.

Wichtig ist eine klare Vereinbarung, wie Logos, Farben und Markenbotschaften im Video eingesetzt werden und wer welche Rechte an den Inhalten hat. Beide Marken sollten im Stil, in der Tonalität und in der Qualität zum gemeinsamen Video passen, damit der Auftritt professionell und stimmig wirkt.

Mehr als Theorie: Wir produzieren Ihr Erklärvideo

Seit über 25 Jahren produziert mattostudios Erklärvideos, Animationen und Illustrationen für Wirtschaft und Politik – aus Stuttgart, München und Villingen-Schwenningen.

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