Erklärvideo & Videoproduktion · Ein Begriff aus dem MediaPedia-Lexikon von mattostudios

Im Online Marketing rund um Erklärvideos, Produktfilme und Animationen spielt die Klickrate Video eine zentrale Rolle, wenn es darum geht, den Erfolg einer Videokampagne zu bewerten. Sie hilft Marketing Verantwortlichen zu verstehen, wie gut ein Videoangebot auf Plattformen, Landingpages oder in Newslettern angenommen wird und ob die Zielgruppe sich wirklich zum Anklicken animiert fühlt.

Begriffserklärung und Grundprinzip

Die Klickrate Video beschreibt den Anteil der Personen, die ein Video aktiv anklicken, im Verhältnis zu den Personen, die das Video oder den dazugehörigen Call to Action sehen. Sie wird häufig verwendet, wenn ein Video nicht automatisch startet, sondern erst durch einen Klick abgespielt wird. Die Kennzahl beantwortet damit eine grundlegende Frage: Wie wirksam animiert das Videoangebot Nutzerinnen und Nutzer dazu, es tatsächlich zu starten?

Typische Situationen, in denen die Klickrate Video gemessen wird, sind etwa eine Landingpage mit einem Erklärvideo, ein Newsletter mit eingebettetem Vorschaubild oder eine Social Media Anzeige, in der ein Video als zentrales Werbemittel dient. Immer dann, wenn eine Person das Video oder eine Vorschau sieht und sich entscheiden muss, ob sie klickt oder nicht, lässt sich eine Klickrate ermitteln.

Wie die Klickrate Video berechnet wird

Die Berechnung der Klickrate Video ist einfach und folgt einem klaren Schema. Entscheidend ist, dass Sie zwei Zahlen kennen:

  • Wie viele Personen haben das Video oder seine Vorschau gesehen (Impressions oder Sichtkontakte)?
  • Wie viele Personen haben tatsächlich auf das Video geklickt?

Die Formel lautet vereinfacht:

Klickrate Video = Anzahl der Videoklicks geteilt durch die Anzahl der Sichtkontakte und das Ergebnis multipliziert mit 100, um einen Prozentwert zu erhalten.

Wenn zum Beispiel eine Social Media Anzeige mit einem Erklärvideo 10 000 Mal eingeblendet wurde und 800 Personen auf das Video geklickt haben, ergibt sich eine Klickrate Video von 8 Prozent. Für Marketing Verantwortliche ist diese einfache Rechnung ein wertvolles Instrument, um Kampagnen schnell zu vergleichen und Optimierungspotenziale zu erkennen.

Abgrenzung zu anderen Kennzahlen im Video Marketing

Im Umfeld von Videoproduktion, Animation und Marketing gibt es mehrere Kennzahlen, die leicht verwechselt werden können. Es ist wichtig, die Klickrate Video von anderen Messgrößen abzugrenzen, um korrekte Schlüsse zu ziehen.

Klickrate Video vs. View Rate

Die View Rate beschreibt bei vielen Plattformen den Anteil der Personen, die ein Video mindestens kurz angesehen haben, bezogen auf alle, die es hätten sehen können. Die Klickrate Video bezieht sich dagegen explizit auf den Klick, der das Video startet. Bei automatisch startenden Videos ist die Klickrate oft weniger relevant, während die View Rate wichtiger wird. Bei Videos, die manuell gestartet werden, ist die Klickrate die entscheidende Kennzahl, um das Interesse an dem Inhalt zu messen.

Klickrate Video vs. Verweildauer und Wiedergabezeit

Die Klickrate Video sagt nichts darüber aus, wie lange ein Video tatsächlich angeschaut wird. Dafür sind Kennzahlen wie Verweildauer, Wiedergabezeit oder Abbruchrate zuständig. Ein Video kann eine sehr hohe Klickrate haben, aber viele Zuschauer springen nach wenigen Sekunden ab, wenn Inhalt, Struktur oder Tonalität nicht überzeugen. Deshalb sollte die Klickrate immer zusammen mit anderen Metriken betrachtet werden, um ein vollständiges Bild zu erhalten.

Klickrate Video vs. Conversion Rate

Die Conversion Rate zeigt, wie viele Personen nach dem Ansehen eines Videos eine gewünschte Handlung ausführen, zum Beispiel ein Formular ausfüllen, ein Produkt kaufen oder einen Termin vereinbaren. Die Klickrate Video ist der Schritt davor. Sie zeigt, ob es überhaupt gelingt, Menschen in das Video hinein zu holen. Für eine erfolgreiche Videomarketing Strategie müssen beide Werte zusammenspielen: erst Klick, dann gewünschte Aktion.

Relevanz der Klickrate Video im Erklärvideo Marketing

Im Umfeld von Erklärvideos, Produktvideos und animierten Filmen ist die Klickrate Video ein wesentlicher Indikator für die Qualität der Ansprache. Sie verrät, ob die Kombination aus Thema, Titel, Vorschaubild, Platzierung und Nutzenversprechen die Zielgruppe überzeugt, sich mit dem Video zu beschäftigen.

Ein Erklärvideo kann fachlich perfekt produziert sein und komplexe Inhalte anschaulich machen. Wenn aber niemand auf das Video klickt, entfaltet es im Marketing keine Wirkung. Die Klickrate Video wirkt deshalb wie ein Frühwarnsystem: Fällt sie gering aus, ist das ein Hinweis darauf, dass die Außendarstellung des Videos nicht attraktiv genug ist, selbst wenn der Inhalt an sich hochwertig ist.

Besonders im B2B Kontext, wo Erklärvideos häufig für erklärungsbedürftige Produkte, Software Lösungen oder Dienstleistungen eingesetzt werden, ist die Klickrate ein wichtiges Signal für das Interesse der Zielgruppe. Sie zeigt, ob der gewählte Problemfokus, das Versprechen im Teasertext und die visuelle Gestaltung des Thumbnails die richtigen Erwartungen wecken.

Einflussfaktoren auf die Klickrate Video

Mehrere Faktoren bestimmen, wie hoch die Klickrate Video ausfällt. Viele davon lassen sich im Rahmen von Videoproduktion und Kampagnenplanung gezielt steuern.

Thumbnail und Vorschaubild

Das Vorschaubild ist oft der erste visuelle Kontakt mit einem Erklärvideo oder Produktfilm. Es beeinflusst die Klickrate Video maßgeblich, weil es Neugier, Emotion und Professionalität vermittelt oder eben nicht. Ein aussagekräftiges Thumbnail zeigt typischerweise eine klare Szene, einen prägnanten Fokus und vermeidet zu viel Text. In der Praxis lohnt es sich, mehrere Varianten zu testen, zum Beispiel eine Version mit einer sympathischen Figur aus der Animation und eine Version mit einem klaren Produktfokus.

Titel und Teasertext

Der Titel eines Videos und der begleitende Teasertext tragen entscheidend dazu bei, ob sich jemand zum Klicken entschließt. Ein klar formulierter Nutzen, eine konkrete Frage oder ein deutlich benanntes Problem erhöhen die Klickrate Video. Allgemeine oder sehr technische Titel wirken oft weniger anziehend. Statt „Produktvideo Modul X“ könnte ein Titel wie „So automatisieren Sie Ihre Rechnungsfreigabe in 3 Minuten“ das Interesse deutlich stärker wecken.

Position und Umfeld des Videos

Wo ein Video eingebunden wird, beeinflusst die Klickrate Video erheblich. Ein Erklärvideo, das prominent im sichtbaren Bereich einer Landingpage platziert ist, wird häufiger geklickt als ein Video am Seitenende. Auch das gestalterische Umfeld spielt eine Rolle. Ein aufgeräumtes Layout mit klarer Handlungsaufforderung lenkt den Blick stärker auf das Video als eine Seite mit vielen konkurrierenden Elementen.

Call to Action rund um das Video

Ein klar formulierter Call to Action in der Nähe des Videos kann die Klickrate Video verbessern. Formulierungen wie „Video ansehen“, „In 90 Sekunden verstehen, wie es funktioniert“ oder „Jetzt Funktionsweise im Video entdecken“ geben Orientierung und machen deutlich, was der nächste Schritt ist. Wichtig ist, dass der Call to Action zum Inhalt des Videos passt und ein realistisches Versprechen abgibt.

Zielgruppe und Relevanz des Themas

Selbst ein perfekt gestaltetes Vorschaubild und ein starker Titel können die Klickrate Video nicht retten, wenn das Thema für die Zielgruppe nicht relevant ist. Entscheidend ist, dass das Video ein konkretes Problem adressiert oder einen klaren Nutzen bietet, den die Zielgruppe als wichtig empfindet. In der Praxis bedeutet das, dass Marketing Verantwortliche ihre Zielgruppenbedürfnisse genau kennen und das Thema des Erklärvideos darauf ausrichten sollten.

Praxisbeispiele aus Videoproduktion und Marketing Alltag

Beispiel Landingpage mit Erklärvideo

Ein Softwareunternehmen veröffentlicht eine neue Landingpage für eine Cloud Lösung. Im oberen Bereich der Seite befindet sich ein eingebettetes Erklärvideo mit einem statischen Vorschaubild. Nach einigen Wochen stellt das Marketing Team fest, dass die Klickrate Video niedrig ist, obwohl die Seite viele Besucher verzeichnet. Bei der Analyse fällt auf, dass das Vorschaubild sehr technisch wirkt und der Titel des Videos nur den Produktnamen enthält.

Das Team entscheidet sich für ein neues Thumbnail, das eine Szene aus der Animation zeigt, in der ein überlasteter Mitarbeiter durch die Software entlastet wird. Der Titel wird in eine verständliche Nutzenformulierung umgewandelt. Nach der Anpassung steigt die Klickrate Video deutlich an. Das zeigt, dass schon kleine Änderungen in der Außendarstellung eines Videos große Wirkung entfalten können.

Beispiel Newsletter mit Video Teaser

Ein Unternehmen aus dem Bereich Maschinenbau verschickt einen Newsletter an Bestandskunden. Im Newsletter wird ein neues Produktvideo angeteasert. Das Video selbst ist nicht direkt eingebettet, sondern über ein Vorschaubild verlinkt. Die Klickrate Video im Newsletter bleibt zunächst hinter den Erwartungen zurück. In einer Folgekampagne testet das Marketing Team zwei Varianten: einmal ein technisches Bild der Maschine, einmal ein Bild aus dem Erklärvideo, das den Nutzen für den Anwender ins Zentrum stellt. Zudem wird die Betreffzeile angepasst und verweist deutlicher auf den Mehrwert des Videos. Die Variante mit dem Nutzenszenario erzielt eine deutlich höhere Klickrate, was zeigt, wie stark emotionale und anwendungsbezogene Darstellungen wirken.

Beispiel Social Media Kampagne mit animiertem Video

Ein Start up setzt auf eine Social Media Kampagne mit einem kurzen animierten Erklärvideo. Die Anzeige wird an eine klar definierte Zielgruppe ausgespielt. In der ersten Phase ist die Klickrate Video moderat. Das Team erstellt daraufhin mehrere Varianten der Anzeige mit unterschiedlichen Vorschaubildern und Anzeigentexten. In einem A/B Test zeigt sich, dass eine Version mit einer klaren Problemfrage im Text und einem Thumbnail, das eine emotionale Reaktion der animierten Hauptfigur zeigt, deutlich häufiger geklickt wird. Die Erkenntnisse aus diesem Test fließen in zukünftige Kampagnen ein und helfen, die Klickrate langfristig zu optimieren.

Messung und Auswertung in der Praxis

Die Klickrate Video lässt sich über verschiedene Tools und Plattformen erfassen. Je nach Einsatzort kommen unterschiedliche Systeme zum Einsatz. Auf Webseiten und Landingpages liefern Webanalyse Werkzeuge Informationen darüber, wie häufig auf ein eingebettetes Video geklickt wird. In E Mail Kampagnen zeigen Newsletter Tools, wie oft ein Videoteaser angeklickt wurde. Auf Social Media Plattformen stellen die jeweiligen Werbe und Analyseoberflächen Daten zur Verfügung, die Klicks und Sichtkontakte erfassen.

Für Marketing Verantwortliche ist es wichtig, die Daten konsistent zu erfassen und regelmäßig auszuwerten. Sinnvoll ist es, die Klickrate Video nicht isoliert zu betrachten, sondern im Zusammenhang mit weiteren Kennzahlen wie Verweildauer, Absprungrate oder nachgelagerten Conversions. Auf dieser Basis lassen sich fundierte Entscheidungen treffen, welche Inhalte, Formate oder Gestaltungsvarianten in Zukunft bevorzugt werden sollten.

Optimierungsstrategien für eine höhere Klickrate Video

Um die Klickrate Video gezielt zu steigern, können verschiedene Maßnahmen ergriffen werden, die sich oft gut kombinieren lassen.

  • Varianten testen: Erstellen Sie mehrere Thumbnails, Titel und Teasertexte und testen Sie diese gegeneinander. Schon kleine Unterschiede in der Formulierung oder Farbgebung können große Effekte haben.
  • Nutzen klar kommunizieren: Stellen Sie den konkreten Mehrwert des Videos in den Vordergrund. Formulieren Sie klar, was die Zuschauer nach dem Ansehen besser verstehen oder leichter lösen können.
  • Gestaltung vereinfachen: Achten Sie auf ein aufgeräumtes Umfeld, in dem das Video als zentrales Element wahrgenommen wird. Zu viele konkurrierende Inhalte lenken vom Klick ab.
  • Call to Action integrieren: Platzieren Sie eindeutige Handlungsaufforderungen rund um das Video, die zum Anklicken motivieren und Orientierung geben.
  • Zielgruppe präzisieren: Überprüfen Sie, ob das Video wirklich die Bedürfnisse der anvisierten Zielgruppe trifft. Eine präzisere Ausrichtung kann die Klickrate Video deutlich verbessern.

Rolle der Kreativproduktion

Auch die Art, wie ein Video produziert ist, kann indirekt auf die Klickrate Video wirken. Animationsstil, Farbwelt und visuelle Klarheit beeinflussen, wie attraktiv ein Vorschaubild wirkt und welche Szenen sich als Thumbnail eignen. Bei der Konzeption von Erklärvideos lohnt es sich, frühzeitig zu überlegen, welche Schlüsselmomente sich besonders gut als Vorschaubild eignen. Eine Szene mit klarer Handlung, erkennbaren Figuren oder einem deutlichen Vorher Nachher Effekt kann deutlich neugieriger machen als eine abstrakte Darstellung.

Illustration und Design sollten so gewählt werden, dass sie sowohl im Bewegtbild als auch im Standbild überzeugen. In enger Zusammenarbeit zwischen Marketing, Konzeption und Produktion lässt sich sicherstellen, dass das finale Video nicht nur inhaltlich stark ist, sondern auch optimale Voraussetzungen für eine hohe Klickrate Video mitbringt.

Bedeutung für die Gesamtstrategie im Videomarketing

Die Klickrate Video ist ein wichtiger Baustein in der Gesamtstrategie des Videomarketings. Sie zeigt, ob es gelingt, Aufmerksamkeit in echte Videoaufrufe zu verwandeln. In Verbindung mit weiteren Kennzahlen lässt sich daraus ableiten, welche Themen, Formate und Stile in der Zielgruppe besonders gut ankommen. Unternehmen, die regelmäßig Erklärvideos, Produktvideos oder animierte Kampagnen produzieren, profitieren davon, die Entwicklung der Klickrate systematisch zu beobachten und in ihre Planungen einzubeziehen.

Wer über mehrere Kampagnen hinweg dokumentiert, welche Kombinationen aus Thumbnail, Titel und Call to Action zu einer besonders hohen Klickrate Video führen, baut einen wertvollen Erfahrungsschatz auf. Dieser erleichtert Entscheidungen bei zukünftigen Produktionen, spart Ressourcen und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass neue Videos von Anfang an gut performen. Auf diese Weise wird die Klickrate zu einem praxisnahen Steuerungsinstrument, das Marketing Verantwortlichen hilft, die Wirkung ihrer Videoinhalte kontinuierlich zu verbessern und die Investitionen in Erklärvideos und Videoproduktion noch gezielter einzusetzen.

Häufige Fragen zu „Klickrate Video"

Die Klickrate Video beschreibt den prozentualen Anteil der Personen, die ein eingeblendetes Video oder ein Vorschaubild sehen und dann tatsächlich darauf klicken. Sie zeigt, wie gut Vorschaubild, Titel und Platzierung des Videos die Neugier der Nutzer wecken.

Die Klickrate eines Videos wird berechnet, indem man die Anzahl der Klicks auf das Video durch die Anzahl der Einblendungen oder Sichtkontakte teilt und das Ergebnis mit 100 multipliziert. Wenn Ihr Video zum Beispiel 1.000 Mal angezeigt und 50 Mal angeklickt wurde, liegt die Klickrate bei 5 Prozent.

Die Klickrate zeigt, ob Ihr Erklärvideo überhaupt eine Chance bekommt, seine Inhalte zu vermitteln. Eine hohe Klickrate bedeutet, dass Titel, Thumbnail und Platzierung gut auf Ihre Zielgruppe abgestimmt sind und Ihr Video im Marketingmix sichtbar und attraktiv ist.

Sie können die Klickrate steigern, indem Sie ein aussagekräftiges Vorschaubild, einen klaren und neugierig machenden Titel sowie eine passende Beschreibung verwenden. Zusätzlich helfen Tests mit verschiedenen Varianten und eine gute Platzierung auf Ihrer Website, in Newslettern oder in sozialen Medien, um mehr relevante Nutzer zu erreichen.

Mehr als Theorie: Wir produzieren Ihr Erklärvideo

Seit über 25 Jahren produziert mattostudios Erklärvideos, Animationen und Illustrationen für Wirtschaft und Politik – aus Stuttgart, München und Villingen-Schwenningen.

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