Marketing & Kommunikation · Ein Begriff aus dem MediaPedia-Lexikon von mattostudios

Marketing-Verantwortliche stehen heute vor der Aufgabe, Budgets möglichst wirksam einzusetzen und die Wirkung einzelner Maßnahmen nachvollziehbar zu machen. Genau hier setzt Marketing-Mix-Modeling an. Der Begriff beschreibt einen analytischen Ansatz, mit dem Unternehmen herausfinden, wie stark verschiedene Marketing-Aktivitäten zu Geschäftsergebnissen wie Umsatz, Leads oder Anfragen beitragen. Für alle, die mit Erklärvideos, Videoproduktion, Animation, Illustration und Marketing arbeiten, kann Marketing-Mix-Modeling helfen, den tatsächlichen Wert einzelner Kanäle und Inhalte besser zu verstehen und Budgets gezielt zu optimieren.

Grundidee und Definition

Marketing-Mix-Modeling ist eine Methode, bei der historische Daten aus unterschiedlichen Marketing-Kanälen statistisch ausgewertet werden. Ziel ist es, den Einfluss einzelner Elemente des Marketing-Mix sichtbar zu machen. Typische Elemente sind Preis, Produkt, Vertrieb und Kommunikation. In der Praxis stehen häufig die Kommunikationskanäle im Fokus, etwa Social Media, Suchmaschinenmarketing, TV, Out-of-Home, E-Mail, Events und Content-Formate wie Erklärvideos oder animierte Imagefilme.

Das Ergebnis von Marketing-Mix-Modeling ist ein Modell, das zeigt, wie stark jeder Kanal und jede Maßnahme zu einem bestimmten Ergebnis beiträgt. Dieses Ergebnis kann zum Beispiel der monatliche Umsatz, die Zahl qualifizierter Leads, die Anzahl eingegangener Angebotsanfragen oder die Zahl der Registrierungen für ein Webinar sein. Indem das Modell die Wirkung der einzelnen Bausteine voneinander trennt, hilft es, den optimalen Mix zu finden und Budgets sinnvoll zu verschieben.

Warum Marketing-Mix-Modeling wichtig ist

Moderne Marketing-Teams setzen oft parallel auf viele Kanäle. Ein Unternehmen für Videoproduktion schaltet vielleicht YouTube-Ads, pflegt einen Instagram-Kanal, betreibt Suchmaschinenoptimierung, schickt Newsletter und veröffentlicht regelmäßig Erklärvideos auf der eigenen Website. Gleichzeitig wird Budget in Messen, Fachmagazine oder Sponsoring investiert. Ohne strukturierte Analyse ist es schwer zu erkennen, welche Bausteine wirklich wirken.

  • Komplexität beherrschbar machen

    Mit Marketing-Mix-Modeling lassen sich selbst komplexe Setups mit vielen Kanälen und Maßnahmen übersichtlich darstellen. Verantwortliche sehen, welche Aktivitäten besonders stark zum Erfolg beitragen und welche eher im Hintergrund bleiben.

  • Budget effizient einsetzen

    Wenn klar ist, dass bestimmte Video-Ads auf Social Media deutlich mehr qualifizierte Leads bringen als klassische Banner, können Budgets gezielt umverteilt werden. Effizienz bedeutet hier, mit dem gleichen Budget mehr Wirkung zu erzielen oder mit weniger Budget das gleiche Ergebnis zu erreichen.

  • Transparenz gegenüber Stakeholdern

    Geschäftsführung und Vertrieb möchten nachvollziehen, warum bestimmte Maßnahmen finanziert werden. Marketing-Mix-Modeling liefert nachvollziehbare Argumente, warum etwa in Erklärvideos, animierte Produktfilme oder Illustrationskampagnen investiert wird.

  • Langfristige Planung

    Die Methode unterstützt nicht nur kurzfristige Kampagnenentscheidungen, sondern auch die strategische Planung über mehrere Monate oder Jahre. Das ist besonders hilfreich, wenn langfristige Content-Formate wie Video-Serien oder wiederkehrende Animationsreihen aufgebaut werden.

Wie Marketing-Mix-Modeling grundsätzlich funktioniert

Im Kern basiert Marketing-Mix-Modeling auf statistischer Analyse. Historische Daten werden gesammelt, bereinigt und in ein Modell überführt, das den Zusammenhang zwischen Marketing-Aktivitäten und Ergebnissen beschreibt. Die Details der mathematischen Verfahren sind für die tägliche Praxis nicht zwingend notwendig, wichtig ist jedoch das Verständnis der Grundschritte.

1. Zielgröße festlegen

Am Anfang steht immer die Frage, welche Zielgröße erklärt werden soll. Beispiele:

  • Monatlicher Umsatz mit Videoproduktionen
  • Anzahl eingegangener Angebotsanfragen für Erklärvideos
  • Zahl der gebuchten Erstberatungen über das Kontaktformular
  • Registrierungen für ein Online-Event zum Thema Animation

Diese Zielgröße wird im Modell als abhängige Variable betrachtet. Alle Marketing-Aktivitäten und äußeren Faktoren werden als Einflussgrößen auf diese Zielgröße eingebunden.

2. Daten zu Marketing-Aktivitäten sammeln

Im nächsten Schritt werden Daten zu allen relevanten Maßnahmen zusammengetragen. Für ein Unternehmen, das Erklärvideos und Animation anbietet, könnten das unter anderem sein:

  • Budget für YouTube-Ads und Anzahl der Impressionen
  • Ausgaben für Social-Media-Kampagnen mit Video-Content
  • SEO-Kennzahlen wie organischer Traffic auf Landingpages mit Erklärvideos
  • Kosten für Messeauftritte, auf denen Showreels präsentiert werden
  • Ausgaben für Printanzeigen, in denen Videoproduktion beworben wird
  • E-Mail-Kampagnen mit Links zu neuen Illustrations- oder Animationsprojekten

Diese Daten werden meist in regelmäßigen Zeitintervallen gesammelt, etwa wöchentlich oder monatlich. Entscheidend ist, dass sie möglichst vollständig und konsistent sind.

3. Externe Einflussfaktoren berücksichtigen

Neben den eigenen Maßnahmen wirken oft externe Faktoren auf die Zielgröße ein. Beispiele sind:

  • Saisonale Effekte, etwa mehr Nachfrage nach Erklärvideos vor Messen oder Produktlaunches
  • Allgemeine wirtschaftliche Entwicklung
  • Branchenereignisse wie neue gesetzliche Vorgaben, die Erklärbedarf erzeugen
  • Wetter bei stark saisonabhängigen Produkten

Diese Faktoren werden im Marketing-Mix-Modeling ebenfalls als Variablen aufgenommen, um die Wirkung des Marketings realistischer zu erfassen und nicht mit äußeren Schwankungen zu verwechseln.

4. Statistische Modellierung

Auf Basis dieser Daten wird ein statistisches Modell erstellt. Häufig kommen Regressionsmodelle und verwandte Verfahren zum Einsatz. Ziel ist es, den Beitrag jeder einzelnen Einflussgröße zur Zielgröße zu schätzen. Das Modell versucht also, die beobachteten Ergebnisse möglichst gut zu erklären, indem es die Wirkung der verschiedenen Marketing-Aktivitäten und externen Faktoren gewichtet.

Für den praktischen Einsatz müssen Marketing-Verantwortliche die mathematischen Details nicht im Detail beherrschen. Wichtig ist das Verständnis, dass Marketing-Mix-Modeling auf nachvollziehbaren Daten basiert und nicht auf Bauchgefühl. Dennoch bleibt es eine Modellierung der Realität, keine perfekte Abbildung. Daher sollten die Ergebnisse immer mit fachlichem Wissen kombiniert und kritisch hinterfragt werden.

5. Interpretation und Ableitung von Maßnahmen

Wenn das Modell steht, werden die Ergebnisse in eine verständliche Form übersetzt. Typische Fragen sind:

  • Welcher Kanal trägt am stärksten zum Umsatz mit Videoproduktionen bei
  • Welche Kampagnen erzeugen besonders viele qualifizierte Leads
  • Ab welchem Punkt bringt zusätzliches Budget in einem Kanal nur noch wenig Mehrertrag
  • Wie verändert sich die Wirkung, wenn Budgets zwischen Kanälen verschoben werden

Auf dieser Basis lassen sich konkrete Empfehlungen ableiten, etwa mehr in bestimmte Videokampagnen zu investieren oder schwache Kanäle zu reduzieren.

Beispiele aus Videoproduktion und Marketing-Alltag

Um die Funktionsweise greifbar zu machen, hilft ein Blick auf typische Szenarien aus dem Alltag von Marketing-Verantwortlichen, die mit Video und Animation arbeiten.

Beispiel 1: Erklärvideos für ein Software-Unternehmen

Ein Software-Unternehmen nutzt Erklärvideos, um komplexe Funktionen seines Produkts verständlich zu machen. Das Marketing-Team setzt folgende Maßnahmen ein:

  • Bezahlte YouTube-Ads mit kurzen Teasern zu den Erklärvideos
  • Organische Social-Media-Posts mit Ausschnitten aus den Videos
  • Landingpages mit eingebetteten Erklärvideos und Kontaktformular
  • E-Mail-Kampagnen mit Links zu neuen Video-Tutorials
  • Webinare, in denen Teile der Erklärvideos wiederverwendet werden

Die Zielgröße ist die Anzahl der qualifizierten Demo-Anfragen pro Monat. Mit Marketing-Mix-Modeling wird analysiert, welche Kombination von Maßnahmen diese Demo-Anfragen am stärksten beeinflusst. Das Modell kann zum Beispiel zeigen, dass YouTube-Ads besonders stark auf Erstkontakte wirken, während E-Mail-Kampagnen bestehende Leads aktivieren. Social Media kann vor allem die Reichweite erhöhen und damit langfristig die Pipeline füllen.

Auf Basis dieser Erkenntnisse kann das Team entscheiden, ob es sinnvoll ist, mehr Budget in die Produktion zusätzlicher Erklärvideos zu investieren, bestimmte Formate zu priorisieren oder die Verteilung der Mediabudgets anzupassen.

Beispiel 2: Animationsstudio mit B2B-Fokus

Ein Animationsstudio wirbt bei B2B-Kunden für Leistungen wie erklärende 2D-Animationen, Illustrationen und Motion Design. Die Maßnahmen umfassen:

  • LinkedIn-Ads mit kurzen animierten Clips
  • Content-Marketing über Blogartikel mit eingebetteten Showreels
  • Teilnahme an Fachkonferenzen mit Live-Präsentationen
  • Retargeting-Kampagnen mit Video-Ads

Die Zielgröße ist die Anzahl der Angebotsanfragen pro Quartal. In einem Marketing-Mix-Modeling-Projekt zeigt sich möglicherweise, dass Konferenzen zwar hohe Kosten verursachen, aber sehr hochwertige Leads liefern. LinkedIn-Ads tragen stark zur Sichtbarkeit bei, während Retargeting-Video-Ads Interessenten zur Kontaktaufnahme motivieren. Blogartikel mit eingebetteten Videos stärken das Vertrauen und haben eine eher langfristige Wirkung.

Mit diesem Wissen kann das Studio gezielt planen, wie viele Konferenzen sich lohnen, wie stark in LinkedIn-Ads investiert werden sollte und wie wichtig es ist, regelmäßig neue animierte Showreels zu produzieren.

Beispiel 3: Mischung aus klassischen und digitalen Kanälen

Viele Unternehmen kombinieren klassische Kanäle mit digitalen Video-Formaten. Ein Hersteller von erklärungsbedürftigen Produkten könnte zum Beispiel:

  • TV-Spots mit kurzen Animationen schalten
  • Out-of-Home-Plakate mit QR-Codes zu Erklärvideos nutzen
  • Online-Video-Ads auf Streaming-Plattformen einsetzen
  • Social-Media-Kampagnen mit animierten Produkt-Highlights fahren

Marketing-Mix-Modeling hilft hier, den Beitrag der einzelnen Bausteine zu unterscheiden. TV-Spots können etwa die Markenbekanntheit erhöhen, während QR-Codes auf Plakaten direkt auf Landingpages mit Erklärvideos führen und so messbare Website-Besuche erzeugen. Online-Video-Ads können wiederum gezielt auf bestimmte Zielgruppen ausgerichtet werden und zu konkreten Conversions führen.

Durch die Kombination der Daten wird deutlich, wie klassische und digitale Maßnahmen zusammenwirken und welche Rolle die Videoinhalte dabei spielen.

Stärken von Marketing-Mix-Modeling

Marketing-Mix-Modeling bietet mehrere Vorteile, die es besonders für verantwortliche Personen im Bereich Marketing & Kommunikation interessant machen.

  • Kanalübergreifende Sicht

    Im Gegensatz zu rein digitalen Tracking-Methoden betrachtet die Methode sowohl Online- als auch Offline-Kanäle. Damit eignet sie sich gut für Unternehmen, die Videoproduktion mit Messen, Printanzeigen oder TV kombinieren.

  • Datengestützte Entscheidungen

    Budgets werden nicht mehr nur nach Bauchgefühl verteilt. Stattdessen liefern die Modelle eine objektivere Grundlage, um zu entscheiden, ob etwa mehr in Erklärvideos, Social-Media-Animationen oder klassische Imagefilme investiert werden sollte.

  • Berücksichtigung externer Einflüsse

    Da externe Faktoren wie Saison, Branche und Wirtschaftslage einfließen, lässt sich besser erkennen, ob ein Erfolg wirklich auf Marketing-Aktivitäten zurückgeht oder eher auf äußere Umstände.

  • Langfristige Wirkung sichtbar machen

    Viele Video- und Content-Maßnahmen wirken nicht sofort, sondern über einen längeren Zeitraum. Marketing-Mix-Modeling kann solche zeitverzögerten Effekte besser sichtbar machen als reine Klickanalysen.

Grenzen und Herausforderungen

Trotz der Vorteile ist Marketing-Mix-Modeling kein Allheilmittel. Es gibt einige Grenzen und Herausforderungen, die Verantwortliche kennen sollten.

  • Datenqualität

    Die Aussagekraft hängt stark von der Qualität der verfügbaren Daten ab. Unvollständige, ungenaue oder unregelmäßig erfasste Daten können das Modell verzerren. Für saubere Ergebnisse ist eine strukturierte Datenerfassung nötig.

  • Komplexität

    Die statistischen Modelle sind komplex und erfordern Fachwissen. Viele Unternehmen arbeiten daher mit spezialisierten Dienstleistern oder internen Data-Teams zusammen. Für die Interpretation ist es hilfreich, wenn Marketing und Analyse eng zusammenarbeiten.

  • Vergangenheit als Basis

    Da historische Daten genutzt werden, bildet das Modell vor allem die Vergangenheit ab. Bei völlig neuen Kanälen, Formaten oder Marktveränderungen ist Vorsicht geboten. Neue Videoplattformen oder radikal andere Kampagnenstrategien lassen sich erst bewerten, wenn ausreichend Daten vorliegen.

  • Keine Detailansicht auf Einzelperson

    Marketing-Mix-Modeling arbeitet meist auf aggregierter Ebene, etwa pro Woche oder Monat. Es zeigt nicht, welcher einzelne Nutzer durch welches Video konvertiert hat, sondern betrachtet das Gesamtbild. Für sehr feine Personalisierung sind ergänzende Methoden nötig.

Unterschied zu anderen Messmethoden

Im digitalen Marketing sind viele Verantwortliche mit Webanalytics, Attributionsmodellen und Kampagnenreports vertraut. Marketing-Mix-Modeling ergänzt diese Methoden, ersetzt sie aber nicht vollständig.

Gegenüberstellung in Kurzform

  • Webanalytics

    Konzentriert sich auf das Verhalten einzelner Nutzer auf Websites oder in Apps. Liefert Detailinformationen zu Klicks, Verweildauer und Conversion-Pfaden. Eher kurzfristig und kanalbezogen.

  • Attributionsmodelle

    Versuchen, den Beitrag einzelner Touchpoints innerhalb eines digitalen Conversion-Pfads zu bewerten. Fokus auf Online-Kanälen und Nutzerpfaden.

  • Marketing-Mix-Modeling

    Betrachtet das Gesamtbild über Kanäle hinweg, inklusive Offline-Aktivitäten. Arbeitet mit aggregierten Daten und zeigt, wie der gesamte Marketing-Mix auf zentrale Kennzahlen wirkt.

Für Marketing-Verantwortliche mit Fokus auf Videoproduktion und Kommunikation bedeutet das: Webanalytics und Attributionsmodelle helfen, einzelne Kampagnen und Nutzerpfade zu optimieren, Marketing-Mix-Modeling hilft, die strategische Budgetverteilung zwischen den verschiedenen Video- und Kommunikationskanälen zu steuern.

Praktische Einführung in Marketing-Mix-Modeling

Wer im eigenen Unternehmen mit Marketing-Mix-Modeling starten möchte, muss nicht sofort ein großes Datenprojekt aufsetzen. Oft ist es sinnvoll, schrittweise vorzugehen und zunächst die Grundlagen zu schaffen.

1. Ziele und Fragen klären

Zu Beginn sollte klar sein, welche Entscheidungen unterstützt werden sollen. Typische Fragen sind:

  • Wie viel Budget sollte in Videoproduktion im Vergleich zu anderen Maßnahmen fließen
  • Welche Rolle spielen Erklärvideos im Vergleich zu klassischen Produktbroschüren
  • Welche Kanäle bringen die meisten qualifizierten Leads für unsere Animation-Services

Je konkreter die Fragen, desto gezielter kann das Modell aufgebaut werden.

2. Datenbasis aufbauen

Im nächsten Schritt geht es um die systematische Erfassung relevanter Daten:

  • Regelmäßige Erfassung der Marketingausgaben pro Kanal
  • Dokumentation wichtiger Kampagnen, etwa Launch von Erklärvideo-Serien
  • Saubere Erfassung der Zielgrößen wie Umsatz, Leads oder Anfragen
  • Sammlung von Informationen zu saisonalen Effekten und besonderen Ereignissen

Schon eine einfache, konsistente Datenbasis kann ausreichen, um erste Modelle aufzubauen oder zumindest manuelle Auswertungen vorzunehmen, die später verfeinert werden.

3. Zusammenarbeit mit Analyse-Experten

Da Marketing-Mix-Modeling statistisches Know-how erfordert, ist eine enge Zusammenarbeit mit Datenexpertinnen und Datenexperten sinnvoll. Marketing liefert das Fachwissen zu Kanälen und Inhalten, Data-Teams bringen die methodische Kompetenz ein. Gemeinsam können sie sicherstellen, dass das Modell sowohl mathematisch solide als auch fachlich plausibel ist.

4. Ergebnisse in Maßnahmen übersetzen

Die größte Wirkung entsteht, wenn die Erkenntnisse aus dem Modell konsequent in konkrete Entscheidungen überführt werden. Dazu gehört:

  • Anpassung von Budgetplänen für Video- und Animationsprojekte
  • Priorisierung bestimmter Kanäle, etwa Social Video oder Suchmaschinenmarketing
  • Testen neuer Kombinationen von Maßnahmen, zum Beispiel Erklärvideos plus Retargeting
  • Regelmäßige Überprüfung der Wirkung getroffener Entscheidungen

So wird Marketing-Mix-Modeling zu einem kontinuierlichen Steuerungsinstrument und nicht zu einer einmaligen Analyse.

Fazit

Marketing-Mix-Modeling bietet Marketing-Verantwortlichen im Umfeld von Erklärvideos, Videoproduktion, Animation, Illustration und Kommunikation eine strukturierte Möglichkeit, die Wirkung ihres gesamten Maßnahmenpakets besser zu verstehen. Indem historische Daten aus verschiedenen Kanälen systematisch ausgewertet werden, macht Marketing-Mix-Modeling sichtbar, welche Aktivitäten wirklich zu Umsatz, Leads oder Anfragen beitragen und wie stark externe Faktoren mitwirken. Für die Praxis bedeutet das mehr Transparenz, fundiertere Budgetentscheidungen und die Chance, den Einsatz von Videoinhalten gezielt zu optimieren. Wer sauber Daten sammelt, klare Ziele definiert und Analyse-Know-how einbindet, kann Marketing-Mix-Modeling nutzen, um den eigenen Marketing-Mix Schritt für Schritt zu verbessern, Ressourcen auf die wirkungsvollsten Maßnahmen zu konzentrieren und die Rolle von Video und Animation im gesamten Kommunikationsmix langfristig zu stärken.

Häufige Fragen zu „Marketing-Mix-Modeling"

Marketing-Mix-Modeling ist eine Methode, mit der ausgewertet wird, wie stark einzelne Marketingmaßnahmen zum Erfolg beitragen. Dazu gehören zum Beispiel Erklärvideos, Social Media Kampagnen, TV Werbung oder Newsletter. Aus den Ergebnissen lässt sich ableiten, welche Kanäle sich besonders lohnen und wie das Budget besser verteilt werden kann.

Mit Marketing-Mix-Modeling können Sie sehen, welchen Anteil Ihre Erklärvideos und anderen Videoformate am Gesamt­erfolg Ihrer Kampagnen haben. So erkennen Sie, ob Videos vor allem Aufmerksamkeit erzeugen, Leads liefern oder den Umsatz steigern. Auf dieser Basis können Sie entscheiden, ob Sie mehr in Videoproduktion, Animation oder andere Kanäle investieren sollten.

Für Marketing-Mix-Modeling werden vor allem Zahlen zu Ausgaben und Ergebnissen Ihrer Maßnahmen benötigt. Dazu zählen etwa Mediabudgets, Klicks, Views von Erklärvideos, Websitebesuche, Leads und Umsätze über einen längeren Zeitraum. Je besser und sauberer die Daten sind, desto genauer wird das Modell und desto verlässlicher sind die Empfehlungen.

Einfache Kennzahlen wie Klicks oder Views zeigen nur, was direkt bei einer Maßnahme passiert. Marketing-Mix-Modeling betrachtet dagegen alle Kanäle gemeinsam und über einen längeren Zeitraum. So wird sichtbar, wie Erklärvideos, Social Media, Suchmaschinenwerbung und klassische Werbung sich gegenseitig beeinflussen und zusammen auf Umsatz oder Anfragen wirken.

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