Marketing & Kommunikation · Ein Begriff aus dem MediaPedia-Lexikon von mattostudios

Ein gut geplanter Umgang mit Medien ist für moderne Unternehmen entscheidend. Wer Erklärvideos, Animationsfilme oder Imagefilme produziert, möchte, dass diese Inhalte nicht nur auf der eigenen Website liegen, sondern auch von Redaktionen und Fachmedien aufgegriffen werden. Genau hier setzt der Presseverteiler an. Er ist ein zentrales Werkzeug im Marketing und in der Unternehmenskommunikation, um Informationen gezielt an Journalistinnen, Blogger und andere Multiplikatoren zu senden und so Reichweite und Sichtbarkeit zu erhöhen.

Definition und Grundidee

Ein Presseverteiler ist im Kern eine strukturierte Sammlung von Kontaktdaten von Medienvertretern. Dazu gehören Journalistinnen und Journalisten, Redakteurinnen und Redakteure, Blogger, Podcaster sowie Betreiber von Online Portalen, die für ein bestimmtes Thema relevant sind. Der Presseverteiler dient dazu, Pressemitteilungen, Einladungen zu Events, Informationen zu neuen Erklärvideos oder Referenzprojekten sowie Bild und Videomaterial effizient zu versenden.

Während ein normales Adressbuch meist unsortiert ist, ist ein professioneller Presseverteiler klar strukturiert. Die Kontakte lassen sich nach Themengebieten, Mediengattungen oder Regionen filtern. So kann eine Agentur für Videoproduktion beispielsweise nur die Redaktionen ansprechen, die sich für Marketing, digitale Kommunikation oder Bewegtbild interessieren.

Typische Inhalte eines Presseverteilers

Damit ein Presseverteiler in der Praxis gut funktioniert, enthält er weit mehr als nur E Mail Adressen. Übliche Informationen sind:

  • Name der Kontaktperson sowie Redaktion oder Medium
  • Rolle im Medium zum Beispiel Ressortleitung Marketing oder Online Redaktion
  • Kontaktdaten wie E Mail, Telefonnummer, eventuell Social Media Profile
  • Themenschwerpunkte zum Beispiel Video Marketing, Animation, E Learning, Start ups
  • Regionale Zuordnung etwa DACH, nur Schweiz, nur Österreich oder international
  • Bevorzugte Formate zum Beispiel kurze Pressemeldungen, ausführliche Fachartikel, Video Material
  • Historie der Zusammenarbeit etwa wann zuletzt kontaktiert, welche Themen gut ankamen

Je genauer diese Informationen gepflegt sind, desto zielgerichteter lässt sich ein Presseverteiler einsetzen. Für Marketing Verantwortliche in Unternehmen mit Fokus auf Videoproduktion bedeutet das, dass sie etwa nur diejenigen Kontakte ansprechen, die sich nachweislich für Erklärvideos oder Animation interessieren.

Wozu ein Presseverteiler in der Praxis dient

Der Presseverteiler ist ein Werkzeug, um Medienarbeit effizient zu gestalten. Er hilft vor allem in folgenden Situationen:

  • Produkt oder Projektlaunch

    Ein neues Erklärvideo Portal geht online, eine Agentur bringt ein neues Format für Social Media Clips heraus oder ein Unternehmen launcht eine Videokampagne. Über den Presseverteiler werden relevante Medien über diese Neuigkeit informiert.

  • Case Studies und Referenzen

    Wenn eine Marke mit einem aufwändigen Animationsfilm eine erfolgreiche Kampagne umgesetzt hat, können die Ergebnisse und Hintergründe als Fachbeitrag oder Pressemeldung aufbereitet und über den Presseverteiler verteilt werden.

  • Events und Webinare

    Ein Unternehmen veranstaltet ein Webinar zu Video Marketing Strategien oder nimmt an einer Fachmesse teil. Über den Presseverteiler werden Einladungen an Medien verschickt, die darüber berichten könnten.

  • Unternehmensnews

    Neue Standorte, Zusammenschlüsse mit anderen Agenturen, Auszeichnungen für Erklärvideos oder personelle Veränderungen im Management. All dies kann über den Presseverteiler kommuniziert werden.

Arten von Presseverteilern

Je nach Zielsetzung und Unternehmensgröße gibt es unterschiedliche Arten von Presseverteilern. Sie lassen sich grob in drei Kategorien einteilen.

1. Allgemeiner Presseverteiler

Ein allgemeiner Presseverteiler enthält Kontakte zu Medien, die das Unternehmen insgesamt betreffen. Dazu gehören Wirtschaftsmedien, regionale Tageszeitungen, Fachmagazine für Marketing und Kommunikation sowie Online Portale rund um digitale Trends. Für eine Videoproduktionsfirma könnten das etwa Magazine für Marketing, Kommunikation, E Commerce und Start ups sein.

2. Thematischer Presseverteiler

Ein thematischer Presseverteiler fokussiert auf bestimmte Inhalte. Im Umfeld von Erklärvideos und Animation bietet sich zum Beispiel ein Verteiler für folgende Themen an:

  • Video Marketing und Content Strategie
  • E Learning und Schulungsvideos
  • HR Kommunikation und Recruitingvideos
  • Technische Produktvideos und B2B Kommunikation

Über einen solchen Presseverteiler werden nur Medien angesprochen, die sich konkret für diese Themen interessieren. Dies erhöht die Relevanz der Botschaften und die Chance auf Berichterstattung.

3. Regionaler oder lokaler Presseverteiler

Ein regionaler Presseverteiler bündelt Medienkontakte in bestimmten Regionen oder Städten. Für ein Unternehmen, das Erklärvideos für lokale Handwerksbetriebe produziert, kann es sinnvoll sein, regionale Wirtschaftsmedien, Stadtmagazine und lokale Online Portale gezielt anzusprechen. So wird die Sichtbarkeit in der eigenen Region gestärkt.

Beispiele aus der Videoproduktion und dem Marketing Alltag

Um die Bedeutung des Presseverteilers greifbar zu machen, helfen konkrete Szenarien aus der Praxis.

Beispiel 1: Launch einer Erklärvideo Serie

Ein Softwareunternehmen entwickelt eine Serie von animierten Erklärvideos, die komplexe Funktionen der eigenen Plattform verständlich machen. Diese Videos sind nicht nur für Bestandskunden interessant, sondern auch für Medien, die über digitale Transformation und SaaS Lösungen berichten.

Das Marketing Team bereitet eine Pressemeldung vor, ergänzt um Links zu den Videos, einige Screenshots und ein kurzes Zitat der Geschäftsführung. Über den Presseverteiler werden gezielt folgende Gruppen kontaktiert:

  • Fachmedien für IT und Software
  • Marketing Magazine mit Fokus auf Content Marketing
  • Blogs, die sich mit Digitalisierung im Mittelstand beschäftigen

Weil der Presseverteiler gut gepflegt ist, erreichen die Informationen genau die Personen, die regelmäßig über solche Themen berichten. Das erhöht die Chance, dass die Erklärvideos in Artikeln, Newslettern oder Social Media Posts der Medien auftauchen.

Beispiel 2: Agentur gewinnt Kreativpreis

Eine Agentur für Videoproduktion erhält einen Branchenpreis für eine besonders gelungene Kombination aus Realfilm und 2D Animation. Das ist eine Nachricht, die sowohl für Kreativmedien als auch für Kunden und potenzielle Auftraggeber interessant ist.

Die Agentur nutzt ihren Presseverteiler, um eine kurze Meldung mit Bildern aus der Produktion zu versenden. Sie segmentiert den Verteiler nach:

  • Marketing und Kreativmagazine
  • Regionale Wirtschaftsmedien
  • Branchenblogs für Video und Animation

Dank dieser Segmentierung wird die Meldung nicht wahllos verschickt, sondern sehr gezielt. Dies erhöht die Akzeptanz bei den Empfängern und verhindert, dass der Presseverteiler als lästig empfunden wird.

Beispiel 3: Wissensartikel zu Video Marketing

Ein Unternehmen möchte sich als Expertin im Bereich Video Marketing positionieren. Das Team erstellt einen umfangreichen Leitfaden zu Kennzahlen von Erklärvideos, etwa zu Wiedergabedauer, Klickrate und Conversion Rate. Dieser Leitfaden wird als Fachartikel aufbereitet.

Über den Presseverteiler geht ein Angebot an ausgewählte Medien, den Artikel ganz oder in Auszügen zu veröffentlichen. Besonders angesprochen werden Magazine, die sich mit Performance Marketing, Content Strategie und digitalen Kampagnen beschäftigen. So entsteht ein Mehrwert für die Medien und gleichzeitig eine größere Reichweite für die Expertise des Unternehmens.

Aufbau und Pflege eines Presseverteilers

Ein Presseverteiler ist kein statisches Dokument, sondern ein lebendiges Werkzeug. Damit er langfristig Nutzen bringt, müssen Aufbau und Pflege bewusst geplant werden.

Quellen für Kontakte

Um einen Presseverteiler aufzubauen, können verschiedene Quellen genutzt werden:

  • Websites von Medien

    Im Impressum oder unter Kontakt finden sich oft E Mail Adressen von Redaktionen oder einzelnen Ressorts.

  • Fachmagazine und Branchenportale

    Hier lassen sich gezielt Redaktionen finden, die sich mit Marketing, Kommunikation, Video oder Animation beschäftigen.

  • Social Media und Plattformen

    Viele Journalistinnen und Journalisten sind auf LinkedIn oder anderen Plattformen aktiv. Hier lassen sich Zuständigkeiten und Themenschwerpunkte erkennen.

  • Veranstaltungen und Konferenzen

    Auf Messen, Branchenevents oder Konferenzen zu Marketing und Videoproduktion sind oft Medienvertreter vor Ort. Visitenkarten und Kontakte können in den Presseverteiler übernommen werden.

Strukturierung und Segmentierung

Damit ein Presseverteiler im Alltag wirklich hilft, sollte er klar strukturiert sein. Sinnvolle Kriterien sind:

  • Themen zum Beispiel Erklärvideos, Animation, Videostrategie, Social Media Clips
  • Mediengattung etwa Print, Online, Podcast, TV, Radio
  • Region lokal, national, international
  • Relevanz Kernmedien, gelegentlich relevant, Beobachtung

Durch diese Segmentierung können Marketingteams schnell auswählen, wer eine bestimmte Meldung erhalten soll. Ein technischer Deep Dive zu Renderprozessen bei 3D Animation interessiert andere Medien als eine Meldung zu einer emotionalen Employer Branding Kampagne mit Videocontent.

Regelmäßige Aktualisierung

Redaktionen ändern sich, Menschen wechseln Medien, neue Blogs entstehen. Daher ist es wichtig, den Presseverteiler regelmäßig zu aktualisieren. Dazu gehört:

  • Prüfen, ob E Mail Adressen noch gültig sind
  • Anpassen von Themenschwerpunkten bei Kontaktwechseln
  • Entfernen von Kontakten, die kein Interesse mehr haben
  • Ergänzen neuer Medien, etwa spezialisierter Video Marketing Blogs

Ein gepflegter Presseverteiler signalisiert Professionalität. Medienvertreter merken, ob ein Unternehmen sorgfältig arbeitet oder einfach wahllos E Mails an alte Verteiler schickt.

Rechtliche und organisatorische Aspekte

Beim Umgang mit einem Presseverteiler spielen auch rechtliche Fragen eine Rolle, insbesondere im Hinblick auf Datenschutz und Einwilligung. Marketing Verantwortliche sollten prüfen, auf welcher Grundlage sie Kontakte im Verteiler führen und anschreiben. Üblich ist es, auf öffentlich zugängliche Redaktionsadressen zurückzugreifen oder Einwilligungen im Rahmen von Veranstaltungen und persönlichen Kontakten einzuholen.

Organisatorisch empfiehlt es sich, den Presseverteiler zentral zu verwalten, etwa in einem CRM System oder einem spezialisierten PR Tool. So ist sichergestellt, dass alle im Team auf denselben Datenstand zugreifen und keine parallelen Excel Listen entstehen, die schnell veralten.

Best Practices für den Einsatz

Ein Presseverteiler entfaltet seinen Wert erst dann vollständig, wenn er sinnvoll eingesetzt wird. Einige bewährte Vorgehensweisen helfen, die Beziehung zu Medien langfristig positiv zu gestalten.

Relevanz vor Masse

Es ist verlockend, eine Pressemitteilung an möglichst viele Kontakte zu schicken. Effektiver ist es jedoch, nur diejenigen anzusprechen, für die das Thema wirklich relevant ist. Ein Fachmagazin für HR Kommunikation interessiert sich eher für Erklärvideos im Recruiting als für ein technisches Tutorial zu Animationstools. Wer seinen Presseverteiler sorgfältig segmentiert, vermeidet Streuverluste.

Klare, mediengerechte Inhalte

Medienvertreter erhalten täglich zahlreiche E Mails. Inhalte aus dem Presseverteiler sollten daher klar strukturiert sein:

  • prägnante Betreffzeile
  • kurze Zusammenfassung im ersten Absatz
  • weitere Details erst danach
  • Links zu Erklärvideos oder Showreels statt großer Dateianhänge

Besonders hilfreich ist es, wenn Marketingteams direkt verwendbare Zitate, Bilder und Videoausschnitte zur Verfügung stellen. So sinkt der Aufwand für die Redaktion, was die Chancen auf Berichterstattung erhöht.

Individualisierung, wo sinnvoll

Obwohl ein Presseverteiler auf Effizienz ausgelegt ist, lohnt sich in vielen Fällen eine kurze Individualisierung. Wenn bekannt ist, dass eine bestimmte Redakteurin häufig über Video Marketing Trends schreibt, kann im Anschreiben kurz darauf Bezug genommen werden. Dies zeigt, dass sich das Unternehmen mit der Arbeit der Medienperson beschäftigt hat.

Nachfassen mit Augenmaß

Nicht jede Meldung wird sofort aufgegriffen. Ein freundliches Nachfassen kann sinnvoll sein, sollte aber mit Augenmaß erfolgen. Zu häufige Rückfragen können als aufdringlich wahrgenommen werden. Eine sinnvolle Regel ist, nach einigen Tagen eine kurze Erinnerung zu schicken und bei ausbleibender Reaktion das Thema ruhen zu lassen.

Bedeutung für Markenaufbau und Sichtbarkeit

Ein professioneller Presseverteiler ist mehr als ein technisches Hilfsmittel. Er ist ein strategischer Baustein für den Markenaufbau. Gerade im Bereich Videoproduktion, Erklärvideos und Animation ist Sichtbarkeit in Fach und Branchenmedien ein wichtiger Wettbewerbsvorteil. Wer regelmäßig mit relevanten Inhalten in Medien auftaucht, wird als kompetent und vertrauenswürdig wahrgenommen.

Für Marketing Verantwortliche bedeutet das, dass der Presseverteiler eng mit anderen Kommunikationskanälen verzahnt sein sollte. Inhalte, die in einer Pressemeldung aufbereitet werden, können oft auch als Blogbeitrag, Social Media Post oder Newsletter Inhalt genutzt werden. So entsteht eine konsistente Kommunikationslinie, in der Medienarbeit einen festen Platz hat.

Fazit

Der Presseverteiler ist ein zentrales Werkzeug im modernen Marketing und in der Unternehmenskommunikation. Er hilft Unternehmen, ihre Botschaften gezielt an Medienvertreter zu senden und so Reichweite, Sichtbarkeit und Reputation aufzubauen. Besonders im Umfeld von Erklärvideos, Videoproduktion, Animation und Illustration bietet ein gut gepflegter Presseverteiler die Chance, Projekte, Kampagnen und Fachwissen in relevanten Medien zu platzieren. Wer seinen Presseverteiler strukturiert aufbaut, regelmäßig pflegt und mit relevanten Inhalten bespielt, schafft eine solide Grundlage für erfolgreiche Medienarbeit und kann die eigenen Videoinhalte weit über die eigenen Kanäle hinaus bekannt machen.

Häufige Fragen zu „Presseverteiler"

Ein Presseverteiler ist eine strukturierte Liste mit Kontakten von Medienvertretern wie Journalistinnen, Bloggern und Redaktionen. Über diese Liste versenden Unternehmen gezielt Pressemitteilungen, Informationen zu neuen Erklärvideos oder Kampagnen und weiteres Pressematerial.

Mit einem Presseverteiler erreichen Sie gezielt Personen, die über Ihr Unternehmen, Ihre Erklärvideos oder Ihre Videokampagnen berichten können. So steigern Sie Reichweite, Sichtbarkeit und Vertrauen, ohne ausschließlich auf bezahlte Werbung angewiesen zu sein.

Ein guter Presseverteiler entsteht, indem Sie relevante Medien, Fachportale, Blogs und Influencer recherchieren, die zu Ihren Themen wie Videoproduktion, Animation oder Marketing passen. Dann sammeln Sie die passenden Kontaktpersonen und pflegen deren Daten regelmäßig, damit der Verteiler aktuell und wirksam bleibt.

Sie sollten Ihren Presseverteiler immer dann nutzen, wenn Sie wirklich relevante Neuigkeiten haben, etwa ein neues Erklärvideo, eine Kampagne oder eine spannende Studie. Wichtig ist, die Kontakte nicht zu überfluten, sondern nur gut aufbereitete und für die Zielgruppe interessante Inhalte zu versenden.

Mehr als Theorie: Wir produzieren Ihr Erklärvideo

Seit über 25 Jahren produziert mattostudios Erklärvideos, Animationen und Illustrationen für Wirtschaft und Politik – aus Stuttgart, München und Villingen-Schwenningen.

Jetzt Kontakt aufnehmen Referenzen ansehen