Marketing & Kommunikation · Ein Begriff aus dem MediaPedia-Lexikon von mattostudios
Retainer-Modell einfach erklärt
Retainer-Modell bedeutet, dass Sie Erklärvideos, Animationen und weitere Marketing-Leistungen regelmäßig im planbaren Abo buchen.
Inhalt
- Grundprinzip des Retainer-Modells
- Abgrenzung zu Einzelprojekten
- Typische Einsatzbereiche in Marketing und Videoproduktion
- Aufbau und typische Bestandteile eines Retainer-Vertrags
- Vorteile für Unternehmen
- Vorteile für Agenturen und Kreativstudios
- Praxisbeispiele aus dem Marketing-Alltag
- Herausforderungen und typische Stolpersteine
- Geeignetheit und Entscheidungskriterien
- Zusammenarbeit im Alltag
- Fazit
Im Marketing und in der Kommunikation hat sich in den letzten Jahren eine besondere Form der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Dienstleistern etabliert, die vor allem bei Erklärvideos, Videoproduktion, Animation und Illustration sehr verbreitet ist. Dieses Kooperationsmodell wird als Retainer-Modell bezeichnet und beschreibt eine längerfristige, meist vertraglich geregelte Partnerschaft, bei der ein Unternehmen eine Agentur oder ein Kreativstudio gegen eine regelmäßige Pauschalzahlung beauftragt, bestimmte Leistungen laufend bereitzustellen. Anstatt jede einzelne Videoproduktion oder jede Illustration separat zu beauftragen und abzurechnen, sichern sich Unternehmen mit einem Retainer-Modell ein festes Kontingent an Leistungen, Kapazitäten und oft auch an strategischer Beratung.
Grundprinzip des Retainer-Modells
Im Kern bedeutet ein Retainer-Modell, dass eine Agentur oder ein Dienstleister für einen definierten Zeitraum auf Abruf zur Verfügung steht. Das Unternehmen zahlt in der Regel monatlich einen festen Betrag und erhält dafür ein vereinbartes Paket an Leistungen. Dieses Paket kann aus konkreten Produktionsleistungen wie Erklärvideos, Social Media Clips oder Illustrationen bestehen, aber auch aus Konzeptentwicklung, Beratung oder redaktioneller Unterstützung.
Typischerweise umfasst ein Retainer-Modell folgende Elemente:
- Feste Laufzeit über mehrere Monate oder ein Jahr
- Monatliche Pauschale statt Einzelabrechnung pro Projekt
- Definierter Leistungsumfang, zum Beispiel ein Video pro Monat oder eine bestimmte Anzahl an Animationsstunden
- Vereinbarte Reaktionszeiten, etwa für Feedbackrunden oder kurzfristige Anpassungen
- Planbare Verfügbarkeit des Kernteams auf Agenturseite
Aus Sicht des Unternehmens ist ein Retainer-Modell damit eine Art Abonnement für Kreativ- und Marketingleistungen. Aus Sicht der Agentur ist es eine verlässliche Planungsgrundlage, um Kapazitäten, Personal und Qualität langfristig zu sichern.
Abgrenzung zu Einzelprojekten
Im Gegensatz zur klassischen Projektarbeit, bei der ein Auftrag klar abgegrenzt ist, etwa ein einzelnes Erklärvideo, unterscheidet sich das Retainer-Modell vor allem durch seine Kontinuität und Flexibilität. Während bei Einzelprojekten jedes Detail vorab definiert und einzeln kalkuliert wird, geht es beim Retainer eher um einen Rahmen, in dem laufend Inhalte entstehen können.
Die wichtigsten Unterschiede lassen sich wie folgt zusammenfassen:
- Zeithorizont Einzelprojekte sind zeitlich begrenzt, ein Retainer-Modell ist auf Dauer angelegt.
- Abrechnung Einzelprojekte werden nach Aufwand oder Pauschale pro Projekt berechnet, beim Retainer-Modell erfolgt eine regelmäßige Zahlung, meist monatlich.
- Flexibilität Im Projektgeschäft ist der Leistungsumfang sehr konkret definiert, im Retainer-Modell besteht mehr Spielraum bei der Verteilung der Leistungen über die Zeit.
- Beziehungsqualität Einzelprojekte bleiben oft punktuell, ein Retainer-Modell fördert eine langfristige Partnerschaft mit tieferem Verständnis für Marke und Zielgruppen.
Gerade im Bereich Erklärvideos und Videoproduktion ist dieser Unterschied spürbar. Ein einzelnes Video kann eine Kampagne unterstützen, aber viele Marketingstrategien setzen heute auf einen kontinuierlichen Strom von Inhalten. Ein Retainer-Modell erleichtert es, diesen Strom regelmäßig und in gleichbleibender Qualität zu produzieren.
Typische Einsatzbereiche in Marketing und Videoproduktion
Das Retainer-Modell eignet sich besonders für Unternehmen, die regelmäßig Content benötigen. In der Praxis ergeben sich vor allem in folgenden Bereichen sinnvolle Einsatzmöglichkeiten:
Erklärvideos und Produktvideos
Wenn ein Unternehmen mehrere Produkte oder komplexe Dienstleistungen anbietet, reicht oft nicht ein einziges Erklärvideo. Stattdessen werden über das Jahr verteilt verschiedene Videos benötigt, zum Beispiel für neue Features, Updates oder unterschiedliche Zielgruppen. Im Rahmen eines Retainer-Modells kann vereinbart werden, dass pro Quartal oder pro Monat ein Erklärvideo entsteht. So lassen sich Produkteinführungen, Onboarding-Prozesse und Verkaufsunterlagen systematisch mit Bewegtbild unterstützen.
Social Media Content und Kampagnen
Social Media Plattformen leben von kontinuierlichen Inhalten. Kurze Animationsclips, Reels, Stories oder kleine Produkt-Teaser müssen regelmäßig produziert werden, um Reichweite und Interaktion zu erhalten. Ein Retainer-Modell mit einer Videoproduktionsagentur oder einem Animationsstudio ermöglicht es, einen festen Pool an Ressourcen zu nutzen, um laufend neue Inhalte zu erstellen, ohne jedes Mal neu verhandeln zu müssen. Marketing-Verantwortliche können so im Voraus planen, welche Formate wann benötigt werden, und die Agentur kann den Produktionsplan entsprechend strukturieren.
Branding, Illustration und Design
Markenauftritte entwickeln sich ständig weiter. Neue Landingpages, Präsentationen, Infografiken oder Illustrationen entstehen im Laufe eines Jahres in großer Zahl. Ein Retainer-Modell mit einem Illustrations- oder Designstudio stellt sicher, dass immer jemand verfügbar ist, der die Markensprache kennt und schnell hochwertige Visuals liefern kann. So bleibt der Markenauftritt konsistent, und interne Teams werden entlastet.
Strategische Beratung und Content-Planung
Neben der eigentlichen Produktion kann ein Retainer-Modell auch die laufende Beratung abdecken. Dazu gehört die Entwicklung von Content-Strategien, Redaktionsplänen oder Kampagnenideen. Gerade im B2B Marketing oder bei erklärungsbedürftigen Produkten ist es hilfreich, einen Partner zu haben, der die Zielgruppen versteht und kontinuierlich Vorschläge für neue Inhalte macht, die sich dann direkt im Rahmen des Retainers umsetzen lassen.
Aufbau und typische Bestandteile eines Retainer-Vertrags
Damit ein Retainer-Modell in der Praxis funktioniert, braucht es klare Absprachen. Diese werden meist in einem Retainer-Vertrag festgehalten. Typische Bestandteile sind:
- Laufzeit und Kündigungsfristen zum Beispiel zwölf Monate mit definierter Verlängerungsoption
- Monatliches Budget eine feste Pauschale, die sich am erwarteten Leistungsumfang orientiert
- Leistungsumfang Beschreibung der enthaltenen Leistungen, etwa Anzahl Videos, Illustrationen oder Beratungsstunden
- Priorisierung und Reaktionszeiten Regelungen, wie schnell Anfragen bearbeitet werden und in welcher Reihenfolge Projekte umgesetzt werden
- Reporting und Abstimmungsroutinen regelmäßige Jour Fixe Meetings, Statusberichte oder Quartals-Reviews
- Übertrag von nicht genutzten Kapazitäten Vereinbarungen, was passiert, wenn in einem Monat weniger Leistungen abgerufen werden als vorgesehen
Viele Agenturen bieten verschiedene Stufen eines Retainer-Modells an, zum Beispiel ein kleines Paket für wenige Inhalte pro Monat und größere Pakete für umfangreichere Content-Strategien. Marketing-Verantwortliche können so ein Modell wählen, das zum eigenen Bedarf und Budget passt.
Vorteile für Unternehmen
Für Unternehmen bietet das Retainer-Modell eine Reihe von Vorteilen, insbesondere wenn sie regelmäßig Inhalte im Bereich Video, Animation und Illustration benötigen.
Planbare Kosten
Statt schwankender Projektbudgets ermöglicht ein Retainer-Modell eine verlässliche Finanzplanung. Die monatliche Pauschale schafft Klarheit im Marketingbudget und reduziert den Aufwand für laufende Freigaben und Einzelfreigaben von Budgets. Gerade in größeren Organisationen mit komplexen Freigabeprozessen erleichtert das den Arbeitsalltag.
Verlässliche Kapazitäten
Wenn Kampagnen kurzfristig starten oder neue Inhalte schnell benötigt werden, ist es entscheidend, dass die Agentur Kapazitäten frei hat. Im Rahmen eines Retainer-Modells reserviert der Dienstleister Kapazitäten speziell für den jeweiligen Kunden. Das bedeutet in der Praxis schnellere Reaktionszeiten, weniger Wartezeiten und eine höhere Planungssicherheit, insbesondere bei aufwendigen Videoproduktionen oder Animationsprojekten.
Tieferes Markenverständnis
Durch die langfristige Zusammenarbeit entsteht ein intensives Verständnis für Marke, Tonalität und Zielgruppen. Das Kreativteam kennt die Produkte, die internen Prozesse und die typischen Abstimmungsschleifen. Dadurch werden Briefings kürzer, Abstimmungen effizienter und die Ergebnisse passgenauer. Ein Retainer-Modell fördert so eine Art ausgelagerte Inhouse-Abteilung, die eng mit dem Marketingteam zusammenarbeitet.
Kontinuität und Qualität
Regelmäßige Inhalte sind im digitalen Marketing entscheidend. Ein Retainer-Modell unterstützt Unternehmen dabei, einen kontinuierlichen Output sicherzustellen. Anstatt in Spitzenphasen viele Inhalte auf einmal zu produzieren und dann wieder längere Pausen zu haben, lässt sich eine gleichmäßige Frequenz aufbauen. Das verbessert die Wahrnehmung der Marke und erleichtert die Erfolgsmessung, weil Kampagnen und Inhalte besser aufeinander abgestimmt sind.
Weniger administrativer Aufwand
Jede einzelne Projektanfrage, jedes Angebot und jede Budgetfreigabe kostet Zeit. Durch ein Retainer-Modell reduzieren sich diese administrativen Tätigkeiten deutlich. Viele Details werden einmalig geregelt, danach läuft die Zusammenarbeit in klaren Bahnen. Das interne Marketingteam kann sich stärker auf Strategie und Inhalte konzentrieren, statt sich mit wiederkehrenden Angebotsrunden zu beschäftigen.
Vorteile für Agenturen und Kreativstudios
Auch auf Seiten der Dienstleister bietet das Retainer-Modell wichtige Vorteile. Diese erklären, warum viele Agenturen solche Modelle aktiv anbieten.
- Planungssicherheit Durch regelmäßige Einnahmen können Teams, Technik und Weiterbildungen besser geplant werden.
- Stabile Auslastung Schwankungen zwischen Überlastung und Leerlauf werden reduziert, da ein Grundstock an Arbeit gesichert ist.
- Langfristige Kundenbindung Eine enge, partnerschaftliche Zusammenarbeit entsteht, die über einzelne Kampagnen hinausgeht.
- Effizientere Prozesse Wiederkehrende Abläufe, feste Ansprechpartner und eingespielte Routinen steigern die Effizienz der Produktion.
Diese Vorteile wirken sich indirekt auch positiv auf die Kundenseite aus, da stabile Teams und eingespielte Prozesse in der Regel zu höherer Qualität und verlässlicheren Ergebnissen führen.
Praxisbeispiele aus dem Marketing-Alltag
Um das Retainer-Modell greifbarer zu machen, helfen einige typische Szenarien aus dem Alltag von Marketing-Verantwortlichen.
Beispiel 1 Kontinuierliche Erklärvideo-Reihe
Ein Softwareunternehmen möchte seine verschiedenen Module und Funktionen in einer Video-Academy erklären. Statt zehn einzelne Projekte zu beauftragen, schließt das Unternehmen mit einem Videostudio ein Retainer-Modell ab. Pro Monat wird ein neues Erklärvideo produziert, zusätzlich sind im Vertrag ein Kontingent an Anpassungen für bestehende Videos und ein monatlicher Strategieworkshop enthalten. Das Marketingteam plant die Themen für ein halbes Jahr im Voraus, das Studio entwickelt Storyboards und Animationen in einem einheitlichen Stil. So wächst nach und nach eine konsistente Video-Bibliothek, ohne dass für jedes Video erneut Budgetverhandlungen geführt werden müssen.
Beispiel 2 Social Media Content für ein Markenrelaunch
Eine etablierte Marke plant einen Relaunch und möchte über ein Jahr hinweg in Social Media sichtbar bleiben. Gemeinsam mit einer Agentur wird ein Retainer-Modell vereinbart, das monatlich mehrere kurze Animationsclips, statische Visuals und die laufende Content-Planung umfasst. Die Agentur analysiert regelmäßig die Performance der Inhalte und passt die Formate an. Durch die fixe monatliche Pauschale kann das Unternehmen die Kosten gut kalkulieren, gleichzeitig sind spontane Aktionen möglich, etwa zusätzliche Clips zu Messen oder Events, solange sie in das vereinbarte Kontingent passen.
Beispiel 3 B2B Marketing mit erklärungsbedürftigen Produkten
Ein B2B Unternehmen im Maschinenbau hat komplexe Produkte, die schwer zu erklären sind. Im Rahmen eines Retainer-Modells arbeitet es mit einem Animationsstudio zusammen, das regelmäßig 3D Animationen, Funktionsgrafiken und Erklärvideos erstellt. Zusätzlich berät das Studio das Marketingteam bei der Struktur von Landingpages und Präsentationen. Durch die langfristige Zusammenarbeit versteht das Kreativteam die technischen Zusammenhänge immer besser und kann Inhalte schneller und genauer umsetzen.
Herausforderungen und typische Stolpersteine
Trotz der vielen Vorteile ist ein Retainer-Modell kein Selbstläufer. Es gibt einige Punkte, die in der Praxis zu Unzufriedenheit führen können, wenn sie nicht klar geregelt sind.
Unklare Erwartungen
Wenn nicht genau definiert ist, welche Leistungen im Retainer enthalten sind, können unterschiedliche Erwartungen entstehen. Das Unternehmen rechnet vielleicht mit mehr Output, als die Agentur im vereinbarten Budget leisten kann. Umgekehrt kann die Agentur Leistungen als Zusatzleistungen sehen, die das Unternehmen im Rahmen des Retainer-Modells erwartet. Eine möglichst konkrete Beschreibung der enthaltenen Leistungen und ein gemeinsames Verständnis von Prioritäten sind daher entscheidend.
Auslastung und Nutzung des Kontingents
Ein weiterer Punkt ist die Frage, was passiert, wenn vereinbarte Kapazitäten nicht vollständig genutzt werden. Manche Verträge sehen vor, dass nicht genutzte Stunden verfallen, andere erlauben eine Übertragung in den Folgemonat. Hier hilft Transparenz. Regelmäßige Abstimmungen und einfache Reportings sorgen dafür, dass beide Seiten wissen, wie stark das Retainer-Modell aktuell genutzt wird und ob Anpassungen nötig sind.
Flexibilität bei Veränderungen
Marketingpläne ändern sich, Kampagnen werden verschoben, Budgets angepasst. Ein Retainer-Modell sollte daher ausreichend flexibel gestaltet sein, um auf Veränderungen reagieren zu können. Das kann etwa über variable Komponenten im Vertrag geschehen, die es erlauben, den Fokus von Videoproduktion auf Beratung zu verschieben oder umgekehrt. Wichtig ist, dass solche Anpassungen klar geregelt und für beide Seiten nachvollziehbar sind.
Geeignetheit und Entscheidungskriterien
Nicht jede Organisation profitiert gleichermaßen von einem Retainer-Modell. Es gibt einige Fragen, die Marketing-Verantwortliche sich stellen können, um zu prüfen, ob dieses Modell zur eigenen Situation passt.
- Gibt es einen regelmäßigen Bedarf an Video, Animation, Illustration oder anderen Kreativleistungen
- Ist eine kontinuierliche Markenkommunikation geplant, etwa über Social Media, Newsletter oder Content Marketing
- Sind mittel- bis langfristige Budgets verfügbar, die eine feste monatliche Pauschale erlauben
- Besteht der Wunsch nach einem festen, verlässlichen Partner statt wechselnder Dienstleister
- Gibt es intern begrenzte Ressourcen für Projektmanagement und Ausschreibungen
Wenn mehrere dieser Punkte zutreffen, kann ein Retainer-Modell eine sinnvolle Option sein. In einem ersten Gespräch mit einer Agentur lassen sich dann mögliche Ausprägungen, Leistungsumfänge und Budgets konkretisieren.
Zusammenarbeit im Alltag
Im täglichen Arbeiten zeigt sich der Nutzen eines Retainer-Modells vor allem in den Abläufen. Häufig werden feste Kommunikationswege und Ansprechpartner definiert, zum Beispiel ein wöchentlicher Call zur Abstimmung neuer Themen und ein monatlicher Rückblick auf Ergebnisse. Viele Agenturen arbeiten mit Projektmanagementtools, in denen Aufgaben, Deadlines und Feedback an einem Ort gebündelt werden. So entsteht ein gemeinsamer Arbeitsraum, der die Zusammenarbeit effizienter macht. Für das interne Marketingteam bedeutet das kürzere Wege, weniger Koordinationsaufwand und eine bessere Übersicht über laufende und geplante Inhalte.
Ein gut strukturiertes Retainer-Modell fühlt sich für viele Unternehmen an wie eine externe Kreativabteilung, die eng mit dem eigenen Team verzahnt ist und die Marke langfristig begleitet.
Fazit
Das Retainer-Modell ist im Umfeld von Marketing, Erklärvideos, Videoproduktion, Animation und Illustration zu einem wichtigen Baustein moderner Zusammenarbeit geworden. Es bietet Unternehmen planbare Kosten, verlässliche Kapazitäten und eine kontinuierliche, qualitativ hochwertige Content-Produktion. Gleichzeitig ermöglicht es Agenturen und Kreativstudios eine stabile Planung und die Entwicklung eines tiefen Verständnisses für die Marken, mit denen sie arbeiten. Entscheidend für den Erfolg eines solchen Modells sind klare Absprachen, transparente Kommunikation und ein gemeinsames Verständnis der Ziele. Wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, kann ein Retainer-Modell eine nachhaltige, partnerschaftliche Basis schaffen, auf der Marketingteams ihre Strategie langfristig umsetzen und weiterentwickeln. Für Marketing-Verantwortliche, die regelmäßig mit Bewegtbild, Erklärvideos und visuellen Inhalten arbeiten, lohnt es sich daher, dieses Kooperationsmodell als Alternative oder Ergänzung zur klassischen Projektarbeit in Betracht zu ziehen und gemeinsam mit geeigneten Partnern passgenau auszugestalten.
Häufige Fragen zu „Retainer-Modell"
Ein Retainer-Modell ist eine laufende Zusammenarbeit auf Basis einer festen monatlichen Pauschale. Statt einzelne Videos oder Kampagnen einzeln zu beauftragen, sichern Sie sich ein festes Leistungskontingent. So stehen Ihnen Kreativ- und Produktionsteams regelmäßig zur Verfügung. Das erleichtert Planung, Budgetierung und eine langfristige Markenkommunikation.
Mit einem Retainer-Modell erhalten Sie kontinuierlich Content, etwa Erklärvideos, Social Clips oder Illustrationen, ohne jedes Mal neu verhandeln zu müssen. Das spart Zeit, sorgt für gleichbleibende Qualität und ein einheitliches Erscheinungsbild. Zudem lassen sich Themen über das Jahr hinweg besser planen. Oft sind die Stückkosten pro Video niedriger als bei Einzelaufträgen.
In der Regel wird ein fester monatlicher Betrag vereinbart, der ein bestimmtes Leistungsvolumen abdeckt. Dazu können zum Beispiel eine definierte Anzahl von Videominuten, Animationsprojekten oder Illustrationspaketen gehören. Wird mehr benötigt, können Zusatzleistungen separat abgerechnet werden. So behalten Sie die Kontrolle über Kosten und Umfang.
Ein Retainer-Modell lohnt sich vor allem für Unternehmen, die regelmäßig neue Inhalte veröffentlichen möchten. Das gilt etwa für Marken mit aktivem Social Media Auftritt, erklärungsbedürftigen Produkten oder laufenden Kampagnen. Auch kleinere Marketingteams profitieren, weil sie externe Experten wie eine ausgelagerte Kreativabteilung nutzen. Wer nur selten ein einzelnes Video braucht, ist mit Einzelaufträgen meist besser bedient.
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